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Lutz Decker verläßt die Synodaltagung. Foto: Neumann

Nordkirche kontrovers – Ausgestaltung des Kirchenkreises Mecklenburg in der Diskussion

 

Plau am See (rn). Mit einer kontroversen Diskussion über die Rechte des Kirchenkreises Mecklenburg begann die mecklenburgische Landessynode am Sonnabendnachmittag die Aussprache über die künftige Ausgestaltung des Kirchenkreises Mecklenburg.

 

So faßten die 57 Synodalen einen Beschluß, daß die Kirchenleitung darauf hinwirken solle, ein eigenes Gesetzgebungsrecht für den Kirchenkreis Mecklenburg zu erreichen. Der Rostocker Propst Marcus Antonioli berichtete aus der letzten Sitzung der Steuerungsgruppe, daß dieser Vorschlag von den beiden anderen Partnern abgelehnt und als“ Änderung der Geschäftsordnung“ verstanden werden würde. Die Rödliner Pastorin teilte mit, daß sie diesen Beschluß nicht als Mißtrauensvotum sondern „als Rückenstärkung für die Verhandelnden“ verstehe. Dr. Friedrich Heinrich Thomale (Rostock) sagte: „Wir sollten es unserer Verhandlungskommission nicht zu schwer machen, denn ich habe nicht den Eindruck, daß wir immer nur nachgegeben hätten.“

Mit Mehrheit hoben die Synodalen diesen Beschluß wieder auf und die Diskussion über Anträge zum Fusionsprozeß wurde fortgesetzt. Daraufhin verließ der Ribnitzer Synodale Lutz Decker aus Protest die Tagung. Er sagte, daß die Möglichkeit bestanden hätte, „für die neue Kirche neue Regularien aufzustellen. Das hier bedeutet Anschluß.“ Weitere Beschlüsse zu Verhandlungsaufträgen wurden nicht gefaßt.

 

Die Arbeit am „Eckpunktepapier“, das die Gliederung des künftigen Kirchenkreises Mecklenburg beschreibt und in dem vorgesehen ist, daß die Kirchgemeinden in ca. 20 Regionalzentrum zusammengeschlossen werden sollen, soll aufgrund der vorliegenden Stellungnahmen weitergehen. Im Herbst 2010 soll der Synode der Entwurf einer Kirchenkreissatzung vorgelegt werden. (20.3.2010)

 


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