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Mecklenburgische Kirchenleitung für Fusion mit Pommern aber offen für Sondierungsgespräche

 

Schwerin (af). Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs bittet die Ende des Monats tagenden Landessynode, hinsichtlich der Einladung der Nordelbischen Kirche zu Sondierungsgesprächen, um ein Votum, "das die Kirchenleitung zu den vorgesehenen Gesprächen ermutigt."

 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

 

Bei ihrer Sitzung am 10. März 2007 in Schwerin beschloss die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs der Kirchenleitung der Nordelbisch Evangelisch-Lutherichen Kirche für die Begleitung des Prozesses auf dem Weg zu einer gemeinsamen Kirche in Mecklenburg-Vorpommern und insbesondere für den Brief vom 28. Februar 2007 mit der Einladung zu Sondierungsgesprächen über die Bildung einer gemeinsamen Kirche im Norden zu danken. Sie teilt die Auffassung des Briefes aus Nordelbien, dass es hierbei heute um eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen der nordelbischen, der pommerschen und der mecklenburgischen Kirche geht.

 

Die Kirchenleitung dankt dabei der nordelbischen Kirche für die Offenheit, in der bisher die Gemeinsamkeit, wie sie in der Kooperationsvereinbarung begründet wurde, gestaltet werden konnte. Gemeinsames Zeugnis des Evangeliums in unserer Zeit und in einem historisch und durch viele weitere Faktoren gemeinsam geprägten Raum nötigt zu intensiver Kooperation auf möglichst vielen Gebieten. In Vorgesprächen kann die Idee einer lebendigen Kirche in dem „gemeinsamen Kultur- und Gestaltungsraum im Norden“ (Zitat aus dem Brief der nordelbischen Kirchenleitung) konkretisiert werden. Dazu wird die gemeinsame Sitzung der Kirchenleitungen Nordelbiens, Pommerns und Mecklenburgs im Mai Gelegenheit bieten.

 

Die Kirchenleitung wird der Landessynode über den Inhalt des Briefes der nordelbischen Kirchenleitung berichten und in Kenntnis eines möglichen Beschlusses der pommerschen Synode von der Landessynode ein Votum erbitten, das die Kirchenleitung zu den vorgesehenen Vorgesprächen ermutigt.

 

Die Kirchenleitung sieht weiterhin der Zustimmung der Synode der Pommerschen Evangelischen Kirche zum Rahmenvertrag zwischen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche entgegen.

 

Falls in der pommerschen Synode weder der mecklenburgisch-pommersche Rahmenvertrag noch der Vorschlag der nordelbischen Kirchenleitung Zustimmung findet, wird die mecklenburgische Landeskirche den Weg einer intensiven Kooperation mit der nordelbischen Kirche wie auch mit der pommerschen Kirche bi- bzw. trilateral fortsetzen.

 

Die Kirchenleitung stimmte außerdem einem Vertrag mit der Pommerschen Evangelischen Kirche über die Polizeiseelsorge in Mecklenburg-Vorpommern zu. Dieses Arbeitsgebiet wird seit langem von beiden Landeskirchen gemeinsam betrieben. Polizeiseelsorger in Mecklenburg-Vorpommern ist Pfarrer Andreas Schorlemmer. Bisher fehlte eine vertragliche Regelung zwischen beiden Kirchen.

 

Des Weiteren traf die Kirchenleitung letzte Absprachen für die Tagung der mecklenburgischen Landessynode, die vom 29. bis 31. März 2007 in Plau am See zusammentrifft.

(11.3.2007)


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