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Dokumentation „Wie wir sterben“

„Feierstunde der Anatomie“ im Greifswalder Dom ist am Donnerstag bei 3SAT zu sehen

05.11.2014 ǀ Greifswald.  Die diesjährige „Feierstunde der Anatomie“, die am 3. Juli im Greifswalder Dom stattfand, wurde von einem Team der DOCUVISTA Filmproduktion begleitet, das Aufnahmen für eine Dokumentation drehte. Die Wissenschaftsdokumentation wird unter dem Titel „Wie wir sterben“ am kommenden Donnerstag (6. November um 20.15 Uhr) vom Fernsehsender 3SAT gezeigt. Die Aufnahmen aus Greifswald sind ganz am Ende der 45-minütigen Dokumentation zu sehen.

Wie fühlt sich das Sterben an?

Die Wissenschaftsdokumentation „Wie wir sterben“ von Daniela Hoyer und Judith Schneider beschäftigt sich mit dem Sterbeprozess des menschlichen Organismus und widmet sich unter anderem der Frage, welche Rolle der Tod für die Forschung spielt. Zudem geht es in „Wie wir sterben“ darum, wie sich das Sterben anfühlt und ob es möglich ist, den Vorgang des Sterbens als Außenstehender zu beschreiben. Die „Feierstunde der Anatomie“ findet einmal im Jahr im Greifswalder Dom zu Ehren der Körperspender statt, also zu Ehren der Verstorbenen, die ihren Körper der Wissenschaft sowie der Aus- und Weiterbildung von Ärzten, Zahnärzten und Humanbiologen zur Verfügung stellten.

Rückkehr in die Welt der Lebenden

In seiner Predigt zur diesjährigen Feierstunde zitierte Pastor Matthias Gürtler den Dichter Victor Hugo: „Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.“ Der Dichter beschreibe den Tod nicht als Ende, sondern stelle einen weiterführenden Gedanken vor. „Du bist überall wo wir sind… Über das Tal, das Lebende und Tote voneinander trennt, führt eine Brücke, sagt der Dichter. Die Toten kehren zurück in die Welt der Lebenden: du bist überall, wo wir sind. Ich erkenne darin die Perspektive Gottes, der höher ist als alle Vernunft und weiter als unser Erkennen, der, wie es in der Offenbarung heißt, die Tränen abwischen wird“, so der Greifswalder Pastor.
Quelle: PEK (sk)