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„Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“

Diskussionsforum - Stellenplanung


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Kommentare (24)

  1. Regionalkonferenz KR Müritz (Propstei Neustrelitz) am 31.07.2016
    19.05.2016,
    Top 1 Stellungnahme zu den Stellenplankriterien
    1.
    Die Regionalkonferenz beantragt die Beibehaltung des Personalbestands in der Kirchenregion Müritz. Eine Kürzung von Stellen wird abgelehnt.
    Begründung:
    A) Neben dem Dienst an den Gemeindegliedern werden zahlreiche weitere Aufgaben erfüllt. Beispielhaft werden genannt:
    - Flüchtlingshilfe
    - außerordentliche Kirchenmusik
    - Bildung (Evangelische Schule, RU und kooperative Zusammenarbeit)
    - Tourismus
    - Kirche mit Anderen (Nichtmitgliedern)
    - Friedhofsverwaltung
    - Denkmalpflege an Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäusern
    - Krankheits- und Vakanzvertretungen
    B) Eine Finanzierung der Stellen, die gekürzt werden sollen, aus dem Aufkommen der Kirchengemeinden ist nicht möglich.
    2.
    Im Blick auf die Gemeinschaft der Dienste geht der Vorschlag des Kirchenkreisrates davon aus, Küsterstellen und Verwaltungsstellen in den Gemeinden einzubeziehen. Die sich ergebenden Stelleanteile lassen in einer Vielzahl der Gemeinden aber keine sinnvollen Beschäftigungsverhältnisse zu.
    Die Kirchenregion Müritz beantragt deshalb, den Stellenplan ausschließlich für PastorIn-nen, GemeindepädagogInnen und KirchenmusikerInnen zu führen.
    3.
    Verwaltung nimmt im derzeitigen pastoralen Alltag zu viel Raum ein. PfarrstelleninhaberInnen sind davon unbedingt zu entlasten.
    Aus diesem Grund plädiert die Regionalkonferenz der Müritzregion für das Einrichten eines Kirchenkreisfonds, über den Stellen für GemeindesekrtärInnen finanziert werden.
    Als Bezugsgröße zur Besetzung solcher Stellen kommen die Unterregionen infrage, die sich vielerorts gebildet haben und sich mitunter an den mecklenburgischen Propsteien orientieren. Für die StelleninhaberInnen sollte im Kirchenkreis eine praxisnahe Ausbildung ermöglicht werden.
    4.
    Die vorgeschlagene prozentuale Aufteilung der Berufsgruppen in der Gemeinschaft der Dienste nimmt eine Verringerung der PastorInnenanteile vor (bisher 60 % jetzt 47,62 %). Die Gemeinden der Regionalkonferenz befürworten ausdrücklich, dass die Seelsorge nicht eingeschränkt werden darf – zumal sich die Zuständigkeitsgebiete immer mehr vergrößert haben.
    Hier soll der bisherige Schlüssel beibehalten werden
    5.
    Die vorgeschlagene prozentuale Aufteilung der Berufsgruppen in der Gemeinschaft der Dienste darf kein starres Gerüst darstellen. Kirchenregionen sollen die Möglichkeit haben, auf besondere Herausforderungen reagieren zu können. Dafür ist es notwendig, von den Vorgaben bis zu 2 VBE abweichen zu können.
    6.
    Neben der „Bewahrung bzw. Schaffung attraktiver Stellen (100% und 75%)“ (6. Kriterium aus dem Vorschlag des Kirchenkreisrates/AG Stellenplanung) soll es auch möglich sein, Pfarrstellen als Nebenerwerbsstellen auszuschreiben.
  2. Votum der KR Stargard am 31.07.2016
    Der Regionalkonferenz der Kirchenregion Stargard lag in der Sitzung am 03.05.2016 der
    Vorschlag einer Arbeitsgruppe des Regionalkonvents vor. Diesen hat sie beraten und das
    Votum einstimmig beschlossen.

    Das Votum gliedert sich in vier Abschnitte:
    1. Vorüberlegungen
    2. Ansatz
    3. Vorschlag
    4. Begründung

    1. Vorüberlegungen zu den vorgeschlagenen Stellenplankriterien:
    • einfach die Pfarrstellen zu kürzen wird nicht zum Gemeindeaufbau beitragen
    • ungleiche Anstellungsverhältnisse erschweren das Miteinander
    • die geplanten Verwaltungsstellenanteile sind viel zu gering
    • attraktive Stellen sehen anders aus; die Gemeinschaft der Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst wird so nicht gefördert
    • reiche Gemeinden stehen zur Zeit personell besser da als finanzschwächere Gemeinden,
    aber auch reichere Gemeinden können sich keine Pfarrstellenanteile kaufen, das spielt Gemeinden gegeneinander aus
    • in unsere Gegend hat sich seit 20 Jahren kaum einer freiwillig beworben
    • Gemeindearbeit muss auf mehrere Schultern verteilt werden, damit nicht bei einem
    • Stellenwechsel die Arbeit vor Ort einschläft
    • Ehrenamtliche können wir uns nicht herbeizaubern!
    • jeder sollte auf dem Gebiet arbeiten, für das er auch ausgebildet ist. Die Erledigung
    fachfremder Aufgaben kostet unnötig Zeit und Geld.

    2. Ansatz:
    • Die Überlegungen sollten nicht davon ausgehen, wie viele Gemeindeglieder es irgendwann
    geben wird, sondern vor allem davon, wie Gemeindearbeit zukunftsträchtig aufgestellt werden kann.
    • Wenn immer nur weiter reduziert und immer mehr Dorfgemeinden zusammengelegt werden und erwartet wird, dass vor allem Pastoren die Hauptlast der Arbeit allein bewältigen sollen und nebenbei noch Ehrenamtliche zur Gemeindeleitung suchen und
    ausbilden sollen, dann begraben wir die Kirche vor ihrem Tod.

    Wir sind von den folgenden Fragen ausgegangen:
    • Wie sehen attraktive Stellen aus? Wohin würden wir uns gerne bewerben? Was ist mindestens nötig, damit Gemeindearbeit funktionieren und weiter oder überhaupt
    aufgebaut werden kann? Wie wird gerade die Gemeinschaft der Mitarbeitenden im
    Verkündigungsdienst gefördert?

    3. Vorschlag:
    • Auf zwei Pastoren/innen kommen ein/e Kantor/in und ein/e Gemeindepädagoge/in
    mit einem Stellenanteil von je 100%. Jede Stelle ist einem Gemeindezentrum zugeordnet, an das jeweils eine volle Verwaltungsstelle (am besten ein/e Betriebswirt/in) und eine (halbe bis ganze) Küsterstelle angegliedert ist. Gerade bei den Küsterstellen ist das zwar nur einen Tropfen auf den heißen Stein, aber es würde bedeuten, dass der- bzw. diejenige auch und vor allem für die Koordination der küsterlichen Tätigkeiten in den zugehörigen Kirchen und Gemeindehäusern verantwortlich ist.
    • In unserer Region könnten das nach unseren Überlegungen (mindestens) drei Zentren sein: In Burg Stargard, Friedland und Woldegk wären jeweils die Gemeindebüros angesiedelt. Dort würde hauptsächlich die Verwaltungsarbeit stattfinden und von dort aus würden PastorInnen, Kantor/in und Gemeindepädagoge/in die Gemeindearbeit koordinieren und organisieren. Pfarrhäuser in den jetzigen Dorfgemeinden müssten nicht leer stehen, sondern sind auch als Dienstwohnungen für Nichtpastoren denkbar.

    pro Gemeindezentrum:
    • 1 Verwaltungsfachkraft
    • 2 Pastoren/innen
    • 1 Kantor/in
    • 1 Gemeindepädagoge/Gemeindepädagogin
    • 1 Küster/in

    4. Begründung – warum wir diesen Weg vorschlagen:
    • Unser Vorschlag ist radikal, wenn man sich die jetzige Gewichtung der Stellenanteile ansieht, aber unserer Meinung nach nur logisch und konsequent, wenn es wirklich um attraktive Stellen und nicht nur um Rückzug aus der Fläche geht. Gemeinschaft der Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst wird ermöglicht und Gemeindeaufbau gefördert und nicht dem Sparzwang geopfert.
    • Der neue Stellenplan soll eigentlich keine Strukturveränderung mit sich bringen, aber vielleicht sollte er das – im Interesse der Gemeinden. Unser Vorschlag ist nicht mit den jetzigen Gemeindegrößen in Einklang zu bringen, aber der Vorschlag der Kirchenkreisleitung ist unserer Meinung nach auch nicht mit den Gegebenheiten und Bedürfnissen in unserer Region vereinbar.
    • Bei der Form der Gemeindeleitung müsste ein neuer Weg gefunden werden. Denkbar wären z.B. Ortsausschüsse mit größeren Befugnissen und jeweils ein großer Kirchengemeinderat, in dem alle Ortsausschüsse vertreten sind. Über die Anstellungsträger der einzelnen Mitarbeiter in einem Gemeindezentrum müsste ebenfalls nachgedacht
    werden.
    • Wir könnten mit dem jetzigen Mitarbeiterstab die Veränderungen sanft in die Wege
    leiten und versuchen gemeinsam mit unseren Gemeinden einen Weg zu einer lebendigen
    Kirche hier in Ostmecklenburg zu suchen.

    gez. Chr. Rudolph, Regionalpastor
  3. Gemeindepädagogische Mitarbeitende KR Stavenhagen am 31.07.2016
    Der Regionalkonvent der Kirchenregion Stavenhagen hat sich auf seiner Sitzung am 6. April 2016 in Ivenack mit dem Kirchenkreisprozess befasst.
    Zu der Sitzung lagen die Einzelvoten der Kirchengemeinden zur Frage einer zukünftigen Zusammenarbeit in der Kirchenregion vor.
    Daraus ist ersichtlich geworden, dass die Einigung auf ein Modell zukünftiger, verbindlicher Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden der Region nur sehr schwer vorstellbar ist.
    Dementsprechend haben die Mitglieder des Regionalkonvents der Kirchenregion Stavenhagen folgendes Votum zu Protokoll geben müssen: „Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einigen können.“

    Wir, die gemeindepädagogischen Mitarbeitenden sind sehr unzufrieden mit diesem Resultat,
    darum bringen wir mit dieser Stellungnahme* noch einmal unser Anliegen zu Gehör:
    Bisher fanden wir in der Kirchenregion wenige Möglichkeiten einer kooperativen und vernetzten Arbeit, allein durch die geringen pädagogischen Stellenanteile (1,5 VBE für die ganze Region).
    Vom Kirchenkreisprozess erhoffen wir uns eine veränderte, sich öffnende Arbeitsweise, um adäquat auf die Veränderungen und Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft zu reagieren.
    Wir sehen sehr viel Sinn darin, in größeren Kirchengemeinde-Strukturen zu planen und zu agieren.
    Entsprechend waren wir sehr hoffnungsvoll gestimmt, dass die Regionalkonferenz am 24. Februar 2016 dem Zwei-Zentren-Modell mit 18 Punkten den Vorzug gab (gegenüber den Modellen: Anschluss der Region an Neubrandenburg – 2 Punkte bzw. Aufteilung der Region - 12 Punkte).
    Mit dem Zwei-Zentren-Modell hätten wir Gemeindepädagoginnen/-en, Kirchenmusikerinnen und Pastorinnen/ -en endlich die Chance, in sog. pastoralen Räumen verbindlich in Teams zusammen zu arbeiten. Der gemeindepädagogische Arbeitszweig würde dadurch die Einbindung in eine größere Einheit erfahren. Es könnten sich leichter Kooperationen, Vernetzung und die Bündelung der Kräfte ergeben; ein Gegenmodell zur bisherigen, kleinteiligen Arbeitsweise.

    Wir bitten die Regionalkonferenz, unsere Argumente um die zukünftige Struktur der Zusammenarbeit anzuhören und in ihre Diskussion einzubeziehen.
    Wir fänden es wichtig, dass die Kirchengemeinden unserer Kirchenregion sich erneut abstimmen könnten, um ihre Form der Zusammenarbeit neu zu definieren.
    Andernfalls befürchten wir, dass Strukturentscheidungen von der Leitungsebene her getroffen werden, auf die wir nur noch wenig Einfluss haben könnten.

    Referent Tino Schmidt, Neustrelitz,
    Gemeindepädagoge Wolfhard Rathke,
    Pfarrsprengel Mölln und Breesen,
    (beide auch Entsandte in der Regionalkonferenz)
    Gemeindepädagogin Julia Tannert,
    Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow

    *Ankündigung der Stellungnahme am Ende des Regionalkonventes am 6. April 2016.
  4. KGR Kittendorf am 31.07.2016
    Idee: Pfarrstellen werden flächendeckend erhalten indem alle überregionalen Stellen mit in diese Planung einfließen. D. h. eine Person übernimmt eine halbe Pfarrstelle, wohnt im Pfarrhaus und übernimmt dazu eine überregionale Tätigkeit.
    So müssen in Rostock o. a. keine Extra-Räume angemietet werden.
    Die Arbeitsbereiche würden sich sehr gut befruchten (Arbeit an der Basis).
    Damit wären auch die überregionalen Stellen gut über das Land verteilt und könnten den einzelnen Gemeinden besser zugute kommen.
    Die Pfarrhäuser könnten erhalten bleiben, AnsprechpartnerInnen sind vor Ort.
    Außerdem begegnen wir so der Gefahr, dass andere Kräfte und Strömungen unseren Platz in der Gesellschaft einnehmen.
    Auf jeden Fall muss auch diskutiert werden, wie die 50 %-Stellen dann aussehen. Gemeinden müssen sich über die Aufgaben verständigen, die wirklich notwendig sind.

    Diese Idee hatten wir in die Regionalkonferenz getragen. Leider wurde daran nicht weitergearbeitet trotz zunächst großer Zustimmung.

    Weiter möchten wir unseren Wunsch ausdrücken, dass alle Mitarbeitendenstellen attraktiver gemacht werden. Wir haben nicht den Eindruck, dass dies geschieht indem Gebiete vergrößert werden.
    Wir brauchen eher mehr Mitarbeitende als weniger. In unseren kleinen Gemeinden gibt es schon lange keine gemeindepädagogische oder musikalische Arbeit mehr. Wir wollen darauf nicht verzichten.

    In der Regionalkonferenz wurde es oft geäußert und wir bekräftigen dies hiermit nochmals, dass wir als Ehrenamtliche uns nicht in der Lage sehen, demnächst noch mehr Aufgaben zu übernehmen. Gerade im Wahljahr wollen wir eigentlich neue Mitglieder werben, fürchten aber, dass die Entwicklung im Kirchenkreis die Gemeindemitglieder eher abschreckt, ein Amt zu übernehmen.

    Kirchliche Arbeit ist Beziehungsarbeit – das ist eine alte Überzeugung unserer Kirche. Daran würden wir gern festhalten. Beziehungsarbeit ist aber nur möglich, wenn die Mitarbeitenden die Zeit dafür haben. Kleinere Arbeits- oder Verwaltungseinheiten führen im Allgemeinen zu mehr Identität und kürzere Wege sind effektiver und überschaubarer.

    Unsere Angst ist, dass mit der geplanten Verringerung der Stellenanzahl nur noch das Nötigste geschieht, wir uns also eher geordnet zurückziehen als Verantwortung zu übernehmen. Momentan sind wir als Kirche noch Partnerin im gesellschaftlichen Gefüge und bieten ein Netzwerk, das von Kultur, Politik u.a. genutzt wird und wir haben die Chance in diesen Belangen mit am Tisch zu sitzen. Das wird mit der geplanten Struktur nicht mehr gegeben sein.

    Wenn Kirche sich aus der Fläche zurück zieht, dann werden unsere Kirchen (Gebäude) zu einem Großteil nicht mehr genutzt, weil keine Gottesdienste... mehr stattfinden. Wie wollen wir zukünftig diese Kirchen nutzen? Was soll mit ihnen passieren?
    Auf der einen Seite wollen wir Kirchenbaufördervereine und auf der anderen Seite ist der Bedarf an den Kirchengebäuden vor Ort gar nicht mehr da, weil es zukünftig um eine "Zentralisierung" geht. Unseren Kirchengemeindegliedern und allen anderen, die sich in den Kirchenbaufördervereinen ehrenamtlich engagieren, ist nicht mehr vermittelbar, wofür sie sich engagieren, wenn eine Nutzung der Kirche vor Ort nicht oder nur noch eingeschränkt möglich ist.

    R. Wegner
    Kittendorf, April 2016
  5. Regionalkonferenz der KR Stavenhagen am 31.07.2016
    Sehr geehrte Damen und Herren des Kirchenkreisrates,

    folgendes Votum hat die Regionalkonferenz der Kirchenregion Stavenhagen am 14.04.2016 in Penzlin verabschiedet:

    Votum für den Kirchenkreisrat:
    Die Regionalkonferenz ist sich einig dass wir uns in der Region nicht miteinander auf einen gemeinsamen Weg einigen können.
    Auch ein Votum zu den Kriterien der Stellenpläne bzw. der zur Pfarrgemeindehausplanung ist uns nicht möglich.
    Wir können aber feststellen, dass es unterschiedliche Tendenzen in den Kirchengemeinden der Region gibt, künftig Formen verbindlicher Zusammenarbeit anzustreben.
  6. Melanie Dango - Regionalpastorin KR Stavenhagen am 31.07.2016
    Sehr geehrte Damen und Herren des Kirchenkreisrates,

    leider ist es in der Kirchenregion Stavenhagen nicht gelungen, die Kirchengemeinden zu einem gemeinsamen Weg in die Zukunft zu bewegen.
    Festhalten und Verharren an/in alten Strukturen und wenig Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, ist leider besonders bei den kleinen Landgemeinden unserer Region zu beobachten. Vielleicht ist es auch verständlich, dass dort, wo die immer knapper werdenden Ressourcen am deutlichsten zu spüren sind, die größten Widerstände herrschen.
    Ein Überblick der entsprechenden KGR-Beschlüsse unserer Region liegt diesem Schreiben bei.

    Mich persönlich betrübt und belastet die Situation sehr. Für mich ist es absehbar, wie sehr sich die Lage in den kommenden Monaten/Jahren noch weiter verschärfen wird und passives "Erleiden" halte ich für die denkbar schlechteste Umgangsvariante. Zugleich nehme ich aber eine gewisse Paralyse resp. Schockstarre wahr.

    Mit Blick auf die sich fest abzeichnenden vakanten Pfarrstellen (Frau Pastorin Carstensen ab 01.06.16 Pröpstin, damit Vakanz in Mölln-Breesen, Frau Pastorin Finkenstein ab 01.02.17 im Ruhestand, damit Vakanz in Möllenhagen-Ankershagen, Herr Pastor Gebser in Ivenack im Ruhestand ab 2017/18?) bitte ich den KKR zu prüfen, ob eine "Angliederung" an eine andere Kirchenregion oder eine teilweise "Angliederung" an verschiedene Regionen nicht eine sinnvolle Variante für diese Region sein könnte. Aus meiner Sicht ist die Kirchenregion Stavenhagen alleine nicht mehr lebensfähig.

    Zur Pfarrgemeindehausplanung:
    Mit Blick auf die Frage nach den Pfarrhäusern, halte ich die Einordnung der Pfarrhäuser der Kleinstädte Stavenhagen und Penzlin in die Kategorie A für sinnvoll. (Wobei in Penzlin zwei Häuser sind und die Gemeinde mittelfristig sicherlich nur eines davon wird halten können). Ein dritter "guter Ort" ist aus meiner Sicht der Ort Rosenow, da er zentral an der Bundesstraße liegt und auch Schulstandort etc. ist. Dort gibt es aber (bisher) kein Pfarrhaus, sondern nur eine Kirche mit Winterkirche.
    Die Eingruppierung des Pfarrhauses Kittendorf in die Kategorie A halte ich nicht für sinnvoll, auch, wenn dort zurzeit eine Pfarrwohnung vorhanden ist. Der Gemeinderaum dort ist sehr klein und das Haus liegt wenig zentral.
    Auch das Pfarrhaus in Möllenhagen - das zurzeit so umgebaut ist, dass dort keine Pfarrwohnung mehr vorgehalten wird, ist m.A. nicht geeignet für zukünftige Generationen.
    Die Nähe zu Penzlin würde eine Fahrt dorthin m.A. ermöglichen können.
    Das Pfarrhaus in Ivenack ist z.Z. vermietet und die "kleine" Arche mit Gemeinderaum ein sehr guter Ort für Kategorie B.
    Das Pfarrhaus in Mölln mit einen Sanierungsbedarf von 450.000€ - ist aus meiner Sicht auch nicht geeignet als Kategorie A-Haus. Das Pfarrhaus in Breesen ist vermietet und könnte gut in die Kategorie B.

    Zu den Stellenplankriterien:
    Ein Schlüssel von 500 GGL/pro Stelle begrüße ich für unsere ländliche Region sehr. Bei der Prozentual-Verteilung der einzelnen Dienste würde ich mir einen Spielraum von mindestens 10% wünschen, so dass der Schlüssel variabel auf die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst werden kann.
    Bei Gemeinden, die "besondere" Belastungen haben (z.B. große Alten-/Pflegeheime mit über 150 zu betreuenden Menschen oder Flüchtlingseinrichtungen mit über 150 Personen, evangelische Schulen o.A.) könnte eine "Zugabe" an Prozenten für die Pfarr- oder GP-Stellen bedacht werden, bzw. die Möglichkeit geschaffen werden, dafür gesonderte Prozente zu beantragen.
    Die Küster und Sekretariatsstellen sollten m.A. nicht im Stellenplan erfasst werden, da z.B. ein 0,3% Küsteranteil gerechnet auf alle beinahe 30 Kirchen in unserer Region wenig sinnvoll erscheint.
    Die Schaffung von Gemeindegrößen, die eine Gemeinschaft der Dienste 1P, 1GP, 1Kimu ermöglicht, wäre aus meiner Sicht das Idealziel.

    gez. Melanie Dango, Regionalpastorin
  7. KR Strelitz am 31.07.2016
    Beschluss der Regionalkonferenz am 25. Mai 2016 zur Stellenplanung

    Die Regionalkonferenz hat die vorgeschlagenen Kriterien für die Stellenplanung im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg diskutiert und nimmt wie folgt dazu Stellung:

    1.) Die Abstufung der Gemeindegliederzahlen zur Berechnung der Stellen zwischen städtischen und ländlichen Kirchengemeinden wird ausdrücklich begrüßt. Sie ist beizubehalten.

    2.) Die Stärkung der Stellenanteile für Kirchenmusik wird begrüßt, sofern darin auch für die Gemeindearbeit relevante musikpädagogische Anteile enthalten sind.

    3.) Die Aufteilung der Stellen in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche sollte flexibel sein. Wir schlagen eine Variabilität von bis zu zwei Stellen in der Kirchenregion vor.

    4.) Die Bildung pastoraler Teams soll ermöglicht werden in lebensmäßigen Gemeindezusammenhängen. Hier scheinen die alten mecklenburgischen Propsteien gute Bezugsgrößen zu sein. Die einzelnen Stellenanteile im pastoralen Team sollen sinnvolle Anstellungen ergeben.

    5.) Die Teams bestehen aus Pastorin/Pastor, Gemeindepädagogin/Gemeindepädagoge, Kirchenmusikerin/Kirchenmusiker und Gemeindemanagerin/Gemeindemanager in jeweils unterschiedlichen Stellenanteilen.
    Mögliche Beispiele sind 2 : 1 : 0,5 : 0,5 oder 1 : 1 : 1 :1.

    6.) In der Aufteilung einer Stelleneinheit ergeben die Stellen für Büro keine brauchbare Größe. Die Ressourcen können zugunsten anderer Tätigkeiten genutzt werden:

    7.) Für unsere Region Strelitz fordern wir die Einrichtung von drei Managerstellen (für die drei Bereiche Mirow/Wesenberg, Feldberg und Neustrelitz mit Fürstenberg) jenseits des vorgesehenen Stellenplans.

    Begründung: Die Anstellung von Gemeindemanagerin / Gemeindemanager soll die anderen Mitarbeiter/innen, insbesondere die Inhaber des Pfarramtes, von administrativen Aufgaben entlasten und damit zu einer Intensivierung pastoraler Arbeit beitragen. So können einerseits für Bewerber attraktive Pfarr- und Mitarbeiterstellen geschaffen werden. Andererseits ist angesichts der hohen Fluktuation und aktuellen Bewerbungssituation und der in den nächsten Jahren zu erwartenden geringen Bewerberzahl eine reguläre Besetzung der Pfarrstellen in unserer Region nicht absehbar.

    8.) Für unsere Region Strelitz fordern wir, dass auch in unserer Region für das Erreichen der Kürzungsziele der Zeithorizont 2028 gilt und Stellen bis dahin nach Möglichkeit wieder besetzt werden – auch wenn sie ab 2018 wegfallen. Durch die hohe Fluktuation in unserer Region besteht die Gefahr, dass die Kürzungen sehr zeitnah erreicht sind, so dass die Kürzungen zu schnell und zu massiv greifen.

    Begründung: Der Osten Mecklenburgs, also vor allem die Propstei Neustrelitz mit der Region Strelitz, ist von der neuen Stellenplanung in besonderem Maße betroffen. Die vorgesehene Stellenkürzung mit 10 % für den gesamten Kirchenkreis würde die Region Strelitz überproportional mit über 18 % Stellenkürzung treffen. Zudem werden derzeit über die Hälfte der Pfarrstellen mit Pastor/innen zur Anstellung versehen.
  8. KR Boizenburg-Wittenburg (Propstei Parchim) am 31.07.2016
    Stellungnahme der Regionalkonferenz der Kirchenregion Boizenburg-Wittenburg vom 11. März 2016 zu den Kriterien der zukünftigen Stellengplanung

    Die Regionalkonferenz hält den von der AG Stellenplanung der Kirchenkreissynode vorgelegten Kriterienkatalog für sinnvoll und gut.
    Besonders die solidarische Berücksichtigung der strukturschwachen Regionen in unserem Kirchenkreis begrüßen wir sehr.
    Ebenso positiv bemerken wir, dass die Stellen durch Stellenanteile von 75-100% attraktiv bleiben bzw. werden sollen. Allerdings geben wir zu bedenken, dass es möglich sein muss, in den Stellenanteilen als Kirchenregion etwas zu variieren, denn sonst ist dieses Ziel u. E. nicht um zusetzen. Dieses Verfahren hat es ja mit der Verschiebungsmöglichkeit von 2VBE schon im letzten Stellenplan gegeben. Im Blick auf die Küsterstellen und vor allem die Verwaltungsstelle sehen wir Schwierigkeiten, diese sinnvoll einzurichten. Darum bitten wir die Synode, hier alternative Möglichkeiten des Einsatzes dieser Stellenanteile zu prüfen. Evtl. bietet sich hier die Einführung eines Pools an, aus dem dann die anderen Berufsgruppen entsprechend auf volle Stellen aufgestockt werden können oder auch die Auszahlung an die Region, um diese Tätigkeiten über eine größere Zahl von geringfügig Beschäftigten bzw. Ehrenamtlichen mit Ehrenamtspauschalen abdecken zu können.
    Auch haben wir erfreut die Idee zur Kenntnis genommen, die Kirchenmusik zu stärken, denn bis vor wenigen Monaten hatte z. B. unsere Kirchenregion gar keinen Kirchenmusiker. Dies haben wir immer als sehr defizitär wahrgenommen. Wir bitten den Kirchenkreis daher, gerade diesen Punkt noch weiter auszubauen.
    Die Regionalkonferenz regt an, die Kirchenmusikerausbildung dahin gehend zu reformieren, dass nur noch Musiker ausgebildet und angestellt werden. Die strikte Unterscheidung in A/B/C-Kirchenmusikern bzw. in Kirchenmusiker und andere Musiker halten wir auf Zukunft nicht für sinnvoll.
    Als Stellungnahme unserer Kirchenregion wurde auf der Regionalkonferenz am 11. März 2016 beschlossen:
    Die Regionalkonferenz stimmt dem Vorschlag (der AG Stellenplanung) zu und regt an, die Kirchenmusik im KK zu stärken.

    gez. Tim Anders, Regionalpastor
  9. Regionalkonferenz KR Hagenow am 31.07.2016
    Die Regionalkonferenz regt an, dass der Kirchenkreis prüfen möge, ob und wie Stellen im Überbau reduziert werden können, um auf diese Weise weniger Stellen in den Gemeinden abbauen zu müssen.
    Grundsätzlich stimmt die Regionalkonferenz der „Gemeinschaft der Dienste“ zu, wobei im Blick auf die prozentuale Verteilung der Berufsgruppen je VBE unterschiedliche Auffassungen bestehen. Darum spricht sich die Regionalkonferenz dafür aus, eine Abweichung von bis zu 2 VBE zwischen den Berufsgruppen zu ermöglichen.
  10. KR Ludwigslust-Dömitz am 31.07.2016
    Votum der Regionalkonferenz

    1. Die Gemeinschaft der Dienste soll erhalten bleiben.

    2. Die Dorfpfarrstellen sollen gestärkt werden.
    - Flächendeckend soll die Kirche/ Gemeinde mit Mitarbeitern im Dorf bleiben. Weg vom Zentrum – hin in die Fläche
    - Zugunsten der Dorfpfarrstellen werden die Stellenanteile in den Städten verringert. Dafür versorgen die Dorfpfarrstellen sie Städte mit (siehe Dorf+Modell.

    3. Grundsatz für die Kirchenregion ist solidarisches Handeln in der Verteilung der Stellenanteile und deren Finanzierung

    4. Für unsere Kirchenregion ist ein Dorf+Modell angedacht:
    - Stadt- und Dorfgemeinden arbeiten in kleinen Unterregionen/ Verbänden zusammen. Arbeit in kleineren Unterregionen von Stadt – und Dorfgemeinden im Verband
    - Stärkung des Mitarbeiterteams
    - Die Attraktivität der einzelnen Stellen wird gefördert (weg von den Teilzeitstellen, besonders in den Dörfern).
    - Kooperation funktioniert so, dass hauptamtliche Mitarbeiter (besonders Pastoren) in den Dörfern die Stadtgemeinden in bestimmten abgrenzbaren Aufgabengebieten verbindlich und geregelt mitversorgen z.B. Betreuung und Gottesdienste in Alten- und Pflegeheimen
    - In den Dörfern bleiben konkrete Ansprechpersonen (Seelsorger) erhalten, ebenso werden die Pfarrhäuser als Zentren für die Gemeindearbeit erhalten. Das entspricht auch PfarrGemeindehausplanung.
    - Gemeindepädagogische Mitarbeiter werden verstärkt in den Städten verortet, da die Kinder und Jugendlichen vor allem hier die Schulen besuchen. Für das gemeindepädagogische Arbeitsgebiet bedeutet es eine Kooperation mit den Dorfgemeinden von der Stadt aus in die Fläche.

    5. Der Vorschlag der AG Stellenplangruppe könnte somit umgesetzt werden.
    Die Kirchenregion verändert den Vorschlag allerdings im Hinblick auf die inhaltlichen Aufgabengebiete:
    - Die Verwaltungsanteile und Teile der Küsteranteile werden umgelegt auf gemeindepädagogische und kirchenmusikalische Stellenanteile.
    - Eine große Veränderung zugunsten der Kirchenmusik in unserer Region ist erwünscht. Hier ist der missionarische Aspekt zu betonen.

    6. Die Kirchenregion überlegt bei einer Umsetzung des Dorf+Modells zur Erprobungsregion zu werden.
  11. Votum Mitarbeiterkonvent KR Parchim am 31.07.2016
    der Konvent der Mitarbeiter der KR Parchim hat am 05.04.2016 getagt. Dabei haben wir uns mit der Stellenplanung im Prozeß „Stadt-Land-Kirche“ beschäftigt und haben der Steuerungsgruppe folgenden Vorschlag zu machen.

    Betrachtet man die gesamte Kirchenregion, dann ergeben sich aus drei Varianten folgende Stellenanteile:

    Prozent entspricht VBE Prozent entspricht VBE Prozent Enspricht VBE
    Pastor 47,62 11,63 60 14,66 58 14,18
    Gempäd. 23,81 5,82 24 5,86 26 6,36
    KiMu 16,60 4,07 11 2,47 12,25 3
    Küster 7,14 1,74 5 1,22 3,75 0,9
    Manager 4,76 1,16 0 0 0 0

    Damit wäre der Vorschlag des Konventes für die KR-Parchim folgendermaßen:

    58% Pastoren, 26 % Gemeindepädagogen, 12,25% Kirchenmusiker, 3,75% Küster.

    Begründung:

    In unserer stark ländlich geprägten und ausgedünnten Region sind bei ca. 75 Kirchen und 14 Gemeinde(sprengeln) mit einigen Schulzentren die Vorgaben der Regionalkonferenz und des Prozesses aus „Stadt, Land, Kirche“ für unsere Region gemäß dem Vorschlag in den folgenden Jahren zu erfüllen.

    In stark ländlichen Regionen ohne sinnvolle Anstellung im Bereich der Kirchenmusik soll auch weiterhin das Ehrenamt diesen Bereich abdecken. Dazu sind die HA KiMu bereit, sich in der Fortbildung Ehrenamtlicher aus der Region zu engagieren.

    Auch Küster und Gemeindesekretärinnen sind mit einer Anstellung im Prozentbereich in den dörflichen Bereichen nicht sinnvoll, das kann wie bisher durch die einzelnen Kgs bezahlt werden.

    gez. Christian Banek
  12. Votum Regionalkonferenz KR Parchim am 31.07.2016
    die Regionalkonferenz der KR Parchim hat am 26.04.2016 getagt. Dabei haben wir uns mit der Stellenplanung im Prozeß „Stadt-Land-Kirche“ beschäftigt und haben der Steuerungsgruppe folgenden Vorschlag zu machen.

    Betrachtet man die gesamte Kirchenregion, dann ergeben sich aus drei Varianten folgende Stellenanteile:

    Prozent entspricht VBE Prozent entspricht VBE Prozent entspricht VBE
    Pastor 47,62 11,63 60 14,66 56,15 13,75
    Gempäd. 23,81 5,82 24 5,86 26,5 6,5
    KiMu 16,60 4,07 11 2,47 12,25 3
    Küster 7,14 1,74 5 1,22 5,10 1,25
    Manager 4,76 1,16 0 0 0 0

    Damit wäre der Vorschlag der Regionalkonferenz für die KR-Parchim folgendermaßen:

    56,15% Pastoren, 26,5 % Gemeindepädagogen, 12,25% Kirchenmusiker, 5,10% Küster.

    Begründung:

    In unserer stark ländlich geprägten und ausgedünnten Region sind bei ca. 75 Kirchen und 14 Gemeinde(sprengeln) mit einigen Schulzentren die Vorgaben der Regionalkonferenz und des Prozesses aus „Stadt, Land, Kirche“ für unsere Region gemäß dem Vorschlag in den folgenden Jahren zu erfüllen.

    In stark ländlichen Regionen ohne sinnvolle Anstellung im Bereich der Kirchenmusik soll auch weiterhin das Ehrenamt diesen Bereich abdecken. Dazu sind die HA KiMu bereit, sich in der Fortbildung Ehrenamtlicher aus der Region zu engagieren.

    Auch Küster und Gemeindesekretärinnen sind mit einer Anstellung im Prozentbereich in den dörflichen Bereichen nicht sinnvoll, das kann, wie bisher, durch die einzelnen Kgs bezahlt werden.

    Herzliche Grüße

    gez. Christian Banek
  13. KR Bad Doberan (Propstei Rostock) am 31.07.2016
    Votum des Regionalkonvents Bad Doberan zu den Stellenplankriterien
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir haben den Vorschlag der AG Stellenplanung mit Interesse zur Kenntnis genommen und
    schlagen folgende Änderung vor:
    Die Gewichtung der Berufsgruppen wäre durch die Berücksichtigung von KüsterInnen und
    SekretärInnen im einstelligen Prozentbereich für die meisten Gemeinden kaum praktikabel.
    Außerdem halten wir die „Gemeinschaft der Dienste“ durch die einseitige Reduzierung der
    Pfarrstellen um 20% für gefährdet.
    Daher schlagen wir vor, dass die Stellenanteile für KüsterInnen und SekretärInnen in einem
    Kirchenkreisfonds für Verfügungsstellen / Projektstellen der Kirchgemeinden zusammengefasst
    werden. Mithin empfehlen wir, den Anteil der Pfarrstellen nicht so stark
    abzusenken, sondern die gegenwärtige Gewichtung beizubehalten. Um dem spezifischen
    Bedarf vor Ort gerecht zu werden, befürworten wir zudem eine Varianz von bis zu zwei
    Stellen pro Region.
    Die Konzentration kirchlicher Arbeit auf extrem dünn besiedelte Gebiete mit 50% mehr
    Personal im Vergleich zu urbanen Gebieten hat der Regionalkonvent als Problem erkannt.
    Da die Konsequenzen (Verländlichung der PastorInnenschaft, Bedeutungsverlust der
    Evangelischen Kirche, schwindende Attraktivität des PastorInnenberufes,
    PastorInnenmangel und Mitgliederschwund) die Kirchenregion jedoch nicht im
    Besonderen, sondern den Kirchenkreis im Ganzen treffen würden, hat der Regionalkonvent
    auf eine eigene Stellungnahme hierzu verzichtet.
    Wir würden uns freuen, wenn wir diesen und andere Beiträge in einem öffentlich
    zugänglichen Forum finden und so über die Debatte auf dem Laufenden bleiben könnten.

    gez. Kai Feller
  14. KR Güstrow am 31.07.2016
    Stellungnahme des Regionalkonventes der Kirchenregion Güstrow zu den vorgeschlagenen Kriterien zur Stellenplanung der Kirchengemeinden des Kirchenkreises Mecklenburg von 2018 an

    Die vorgeschlagene prozentuale Verteilung der Berufsgruppen geht ausschließlich zu Lasten
    der Pastorenstellen.
    Durch die Kürzung von bisher 60% auf 47,62 % kommt es zu einer tatsächlichen
    Verringerung der Pastorenstellen im Gemeindebereich um 20 %.
    Rechenbeispiel: Nach dem alten Schlüssel sind von 100 MA 60 Pastoren.
    Nach dem neuen Schlüssel wären es aufgerundet nur noch 48 Pastoren.
    Also 12 Pastoren weniger. Diese 12 Pastoren sind von den vorher 60 Pastoren ein Fünftel (=20%).
    Diese Kürzung wird eine einschneidende Veränderung der Situation der Gemeinden nach
    sich ziehen. Zusätzlich wird dadurch aus unserer Sicht die Gemeinschaft der Dienste belastet
    und nicht gefördert.

    Auf der Regionalkonferenz zum Kirchenkreisprozess wurde von den Kirchenältesten ausdrücklich
    die Seelsorge als eine Kernaufgabe der Pastorinnen und Pastoren benannt. Die
    Kürzung der Pfarrstellen aber führt zu einer deutlichen Vergrößerung der Seelsorgebereiche
    und somit zu einer Mehrbelastung der Pastorinnen und Pastoren.

    Angesichts der Herausforderungen kirchlicher Arbeit und der geringer werdenden finanziellen
    Mittel unserer Kirche, halten wir es für ein falsches Signal, im Stellenplan des Kirchenkreises
    auf Gemeindeebene in die Verwaltung zu investieren und das durch eine Kürzung der Stellen im Verkündigungsdienst zu finanzieren.

    Die vorgesehenen 4,67 % Stellenanteile „Gemeindebüro“ ergeben für die Kirchenregion
    unseres Erachtens keine sinnvollen Beschäftigungseinheiten, die zu einer Entlastung von
    Verwaltungsaufgaben in den Kirchengemeinden führen.

    Entlastung im Bereich der Verwaltung erfahren die Kirchengemeinden durch eine gute
    Zusammenarbeit mit der KKV. Darüber hinaus halten wir es für sinnvoll, Verwaltungsvorgänge
    weiter zu vereinfachen.

    Notwendig ist auch ein Element der Flexibilität für den neuen Stellenplan. Eine mögliche
    Verschiebung von bis zu 2 VBE zwischen den Berufsgruppen (siehe bisherige Stellenplankriterien)
    hat sich bewährt und sollte auch für die Kirchenregionen eingeführt werden.
    Auf diese Weise würde ein höheres Maß an Eigenverantwortlichkeit innerhalb der Kirchenregionen
    gewährleistet und eine bessere Anpassung des Stellenplanes an die tatsächlichen
    Bedürfnisse innerhalb der Kirchenregion ermöglicht.

    Eine weitere Ermöglichung des flexiblen Umgangs wäre, Gemeindebüro- und
    Küsterstellen nicht in den Stellenplan des Kirchenkreises aufzunehmen.
    Die bisherigen 5 % Küsterstellen könnten als mögliche Verfügungsstellen vorgesehen
    werden. Die Verfügungsstellen könnten so mit verschiedenen Berufsgruppen, auch aus
    dem Bereich des Verkündigungsdienstes, besetzt werden.

    Wir sprechen uns nicht gegen Gemeindebüro- und Küsterstellen in den Kirchengemeinden
    aus, sondern nur gegen die Aufnahme dieser Stellen in den Stellenplan des Kirchenkreises.
    Es erscheint uns fraglich, ob für die Einhaltung der vorgegebenen Zahlenverhältnisse innerhalb
    der Gemeinschaft der Dienste die Kirchenregion die richtige Bezugsgröße ist. Um
    auf die unterschiedlichen Erfordernisse in den einzelne Kirchenregionen reagieren zu
    können, hat sich der frühere Kirchenkreis bzw. die heutige Propstei als sinnvolle Bezugsgröße
    erwiesen.
    Da die jetzige Propstei jedoch nicht mehr über ein Gremium wie den früheren Kirchenkreisrat
    verfügt, ist es erforderlich, neue Möglichkeiten einer Abstimmung der Kirchenregionen
    untereinander innerhalb einer Propstei zu finden.

    Wir halten die Annahme für falsch, dass die alleinige Anstellung in einer Kirchengemeinde
    der Grund für eine Vereinzelung von Hauptamtlichen ist.
    Wir können das aus unseren Erfahrungen heraus nicht bestätigen.
    Die Lebendigkeit einer Kirchengemeinde lässt sich nicht an den Gemeindegliederzahlen
    messen. Es gibt genug zahlenmäßig kleine Kirchengemeinden, die durch gute und vielfältige
    Vernetzung in der Region und mit Offenheit auch für kirchenferne Menschen eine
    große und lebendige Strahlkraft haben.

    Durch die Umsetzung der bisherigen Stellenverteilung ist die Gemeinschaft der Dienste in
    den letzten Jahren in guter Weise befördert worden und ist so auch in Zukunft gewährleistet.
    Im Übrigen sind wir der Meinung, dass sich die Gemeinschaft der Dienste nicht nur im
    prozentualen Verhältnis der Hauptamtlichen zueinander widerspiegelt, sondern gerade
    auch in dem großen Engagement von Ehrenamtlichen vor allem im kirchenmusikalischen
    und pädagogischen Bereich. Auch auf diesem Hintergrund ist das Argument der Vereinzelung
    anzufragen.

    Wir begrüßen, dass in den vorgeschlagenen Stellenplankriterien ein solidarischer Ausgleich
    zu Gunsten der dünnbesiedelten Regionen berücksichtigt wird. Das Papier spricht
    ab 50 Einwohnern pro qkm vom dünnbesiedelten ländlichen Raum. Es gibt allerdings viele
    Gebiete, in denen die Zahl der Einwohner pro qkm unter 25 liegt.
    Wir halten die Absenkung der Gemeindegliederzahlen auf 500 GG/VBE im dünnbesiedelten
    ländlichen Raum für notwendig
    A) um kirchliche Arbeit im ländlichen Raum weiter zu ermöglichen,
    B) um die Ungleichgewichte in Bezug auf Logistik und Kommunikation gegenüber
    städtischen Räumen auszugleichen,
    C) um als Kirche weiterhin „nahe bei den Menschen“ sein zu können (Etwa 50 Prozent
    der Gesamtbevölkerung Mecklenburgs leben nach wie vor im ländlichen Raum.).

    Der dem Papier zu Grunde gelegte finanzielle Rahmen erschließt sich uns in den Ausführungen
    nicht und muss erläutert werden.
    Fraglich ist z. B., ob nur durch die Einsparung der Pfarrstellen um 12,38 % und die Aufnahme
    von Gemeindebürostellen, sowie die Erhöhung von Küsterstellen die erforderliche
    Einsparung um mindestens 10 % tatsächlich erreicht werden kann.
    Deshalb bitten wir um Einsicht in die von der „Arbeitsgruppe Stellenplanung“ zu Grunde
    gelegten demografischen und haushaltstechnischen Zahlen.

    gez. Heiner Jungmann, Regionalpastor
  15. KR Mecklenburgische Schweiz am 31.07.2016
    Der Pastorenkonvent Mecklenburgische Schweiz beschließt in Anlehnung an das Votum der Regionalkonferenz Güstrow Änderungsvorschläge zum Strukturmodell des Stellenplanes im Kirchenkreisprozess „Stadt, Land, Kirche“.
    Durch die Umsetzung der bisherigen Stellenverteilung ist die Gemeinschaft der Dienste in den letzten Jahren in guter Weise befördert worden und ist so auch in Zukunft gewährleistet. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass sich die Gemeinschaft der Dienste nicht nur im prozentualen Verhältnis der Hauptamtlichen zueinander widerspiegelt, sondern gerade auch in dem großen Engagement von Ehrenamtlichen vor allem im kirchenmusikalischen und pädagogischen Bereich.
    Wir begrüßen, dass in den vorgeschlagenen Stellenplankriterien ein solidarischer Ausgleich zu Gunsten der dünnbesiedelten Regionen berücksichtigt wird. Das Papier spricht ab 50 Einwohnern pro qkm vom dünnbesiedelten ländlichen Raum. Es gibt allerdings viele Gebiete, in denen die Zahl der Einwohner pro qkm unter 25 liegt.
    Wir halten die Absenkung der Gemeindegliederzahlen auf 500 GG/VBE im dünnbesiedelten ländlichen Raum für notwendig, um kirchliche Arbeit im ländlichen Raum weiter zu ermöglichen und als Kirche weiterhin „nahe bei den Menschen“ sein zu können (Etwa 50 Prozent der Gesamtbevölkerung Mecklenburgs leben nach wie vor im ländlichen Raum.).
    Die vorgeschlagene Neuordnung geht einseitig zulasten der Pfarrstellen. Beim Inkrafttreten des Stellenplans 2018 könnten freiwerdende Pfarrstellen zunächst nicht wieder besetzt werden. Die Gemeinschaft der Dienste ist in der gegenwärtigen Verteilung gut berücksichtigt. In einzelnen Gemeinden sind aus dem Gemeindehaushalt bezahlte geringfügig beschäftigte Küster- und
    Gemeindesekretärinnen beschäftigt. Die entsprechenden VBE wären besser zusammengefasst für die Region zu planen. Die vorgeschlagene prozentuale Verteilung der Berufsgruppen geht ausschließlich zu Lasten der Pastorenstellen. Durch die Kürzung von bisher 60% auf 47,62 % kommt es zu einer tatsächlichen Verringerung der Pastorenstellen im Gemeindebereich um 20 %. Diese Kürzung würde eine einschneidende Veränderung der Situation der Gemeinden nach sich
    ziehen. Zusätzlich belastet dies aus unserer Sicht die Gemeinschaft der Dienste.
    1. Wir votieren dafür, dass trotz Befürwortung der Gemeinschaft der Dienste, der prozentuale Anteil der Pfarrstellen nicht um annähernd 20%, auf 42,5% abgesenkt wird. Wir sehen die weiten Flächen in unserer Region und erleben schon jetzt, dass die Grundversorgung durch pastorale Dienste nicht mehr gegeben ist.
    2. Wir votieren gleichsam dafür, dass die vorgesehenen Stellenanteile für Küster und
    Gemeindesekretärinnen innerhalb der Region zusammengefasst werden und so für einzelne Gemeinden Stellenanteile bereitgestellt werden können.
    3. Wir sehen die Notwendigkeit der Flexibilität für den neuen Stellenplan. Eine mögliche Verschiebung von bis zu 2 VBE zwischen den Berufsgruppen hat sich bewährt und sollte auch für die Kirchenregionen eingeführt werden. Auf diese Weise würde eine bessere Anpassung des Stellenplanes an die tatsächlichen Bedürfnisse innerhalb der Kirchenregion ermöglicht.
  16. KGR Innenstadtgemeinde Rostock am 31.07.2016
    Stellungnahme des Kirchengemeinderates der Innenstadtgemeinde Rostock zum vorliegenden Vorschlag zur Überarbeitung des Stellenplanes des Kirchenkreises Mecklenburg
    1. Die Überarbeitung des Stellenplanes sollte unseres Erachtens dazu dienen, Ungleichgewichte, die sich in den letzten Jahren ergeben haben, auszugleichen. Dies geschieht durch den nun vorliegenden Vorschlag nicht. Mit ihm werden die derzeit bestehenden Ungleichgewichte eher bestätigt bzw. vergrößert. Unseres Erachtens ist wichtig, neben der Orientierung rein an den Gemeindegliederzahlen auch inhaltliche Kriterien in die Überlegungen zur Stellenplanung einzubeziehen.
    2. Die Gemeinschaft der Dienste sollte unbedingt erhalten werden. Die vorgeschlagene Neuordnung geht einseitig zulasten der Pastor_innen, ohne dass dies irgendwie inhaltlich begründet wird. Unseres Erachtens ist die Gemeinschaft der Dienste in der bisherigen Verteilung gut berücksichtigt und hat sich sehr bewährt!
    3. Ein Element der Flexibilität im neuen Stellenplan wäre sehr begrüßenswert. Zu überlegen wäre, statt Gemeindesekretärinnen und Küsterstellen, die z.T. nur in sehr geringen Prozentanteilen existieren, Verfügungsstellen auszuweisen. Dies ermöglicht Kirchengemeinden und Kirchenregionen eine Schwerpunktsetzung und schafft die nötige Flexibilität. Außerdem stärkt dieser Vorschlag die Eigenverantwortlichkeit der Kirchenregionen und Kirchengemeinden.
    4. Um eine Flexibilisierung zu ermöglichen, schlagen wir folgende Anteile der Berufsgruppen vor: Pastor_innen: 57%, Gemeindepädagog_innen 23%, Kirchenmusiker_innen 10%. Die übrigen 10% können als Verfügungsstellen mit verschiedenen Berufsgruppen, u.a. Küster_innen, Sekretär_innen, aber auch Stellenanteilen im Verkündigungsdienst, besetzt werden. Die Eingrenzung im vorliegenden Vorschlag auf „Gemeindesekretär_in“ halten wir für falsch, da einige Gemeinden z.B. „Management-Stellen“ einrichten wollen, die dann aber anders dotiert sein müssen. Auch Jugendarbeit, Altenseelsorge, Tourismus usw. sind herausfordernde Aufgabenbereiche in den Kirchengemeinden.
    5. Alternativ wäre die Einrichtung eines Fonds für Verfügungsstellen im Kirchenkreis Mecklenburg denkbar. Wir befürworten jedoch die Einbindung der Stellen in den kirchenkreislichen Stellenplan.
    6. Unsere Frage ist, ob die Entscheidung über den Stellenplan auf Kirchenregionsebene wirklich sinnvoll ist. Unseres Erachtens sind Kirchenregionen teilweise zu klein zum Ausgleich von Ungleichgewichten zwischen den Berufsgruppen. Die absoluten Zahlen und Prozente im Stellenplan sollten pro Propstei festgelegt sein, auf die Kirchenregionen aufgeteilt werden und untereinander in gewissem Maße ausgleichbar sein. Zu starre Regelungen sind hier nicht hilfreich.
    7. Einen solidarischen Ausgleich im Stellenplan zugunsten dünnbesiedelter Regionen befürworten wir. Die vorgeschlagene Spreizung der Gemeindegliederzahlen zwischen 500 und 750 (20:12,7 VBE je 10.000 Gemeindeglieder) halten wir jedoch für zu groß und nicht gerechtfertigt.
    8. Die dahinter stehende Überlegung ist zwar angesichts der bedrängenden Lage in manchen ländlichen Gebieten grundsätzlich nachvollziehbar. Sie führt jedoch, auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren, zusätzlich zu starken Ungleichgewichten. Der Grundsatz sollte erhalten bleiben, dass dort kirchliche Stellen eingerichtet werden, wo die Menschen sind.
    9. Eine Spreizung von 150 Gemeindeglieder halten wir für denkbar, z.B. 550 Gemeindeglieder Land dünn besiedelt, 600 Land dicht besiedelt, 650 für Mittelzentren, 700 für Oberzentren.
    10. Es sollten auch inhaltliche Kriterien eine Rolle spielen. Hier haben sich die 2003 beschlossenen Kriterien der Stellenplanung unseres Erachtens bewährt.
    11. Der Richtwert der Gemeindeglieder pro Stelle sollte abgesenkt werden können, wenn:
    a. Sonderseelsorge, Urlauberarbeit, Mehrarbeit durch eine Konzentration von Senioren- und Bildungseinrichtungen, Citykirchenarbeit u.a. zu leisten ist, die durch hauptamtlichen Dienst nicht abgesichert ist,
    b. besondere Anforderungen durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gegeben sind (mind. 2000 Personen im Alter von 0-20 in der Kommune),
    c. besondere kirchenmusikalische Aufgaben vorgesehen sind (z.B. Posaunenarbeit in der Kirchenregion; Chöre, die über die Region/ Kirchgemeinde hinausstrahlen),
    d. der Anteil der Evangelischen unter 10% liegt.
    12. Die fünf mecklenburgischen Kirchengemeinden, die in den letzten Jahren sehr stark gewachsen sind (zwischen 2002-2013 um mehr als 250 Gemeindeglieder bzw. mehr als 30%: Rostock Innenstadtgemeinde: 892 (29,7%), Rostock Heilig-Geist: 554 (32,9%), Rostock St. Johannis: 346 (19,9%), Schwerin St. Nikolai: 266 (18,4%) und Selmstorf: 172 (33,0%)) sollten als Ausgleich für zusätzlich entstandene Arbeit bzw. zur Vermeidung von zu erwartenden Ungleichgewichten bis zur nächsten Überarbeitung des Stellenplans, u.a. aufgrund der demografischen Entwicklung, zusätzlich Stellenanteile erhalten.
    zum Vergleich: von 2002-2013 zwischen 75 und 150 Gemeindeglieder gewachsen: Schwerin Dom: 126 (6,0%), Kessin: 109 (12,5%), Rostock Lichtenhagen: 87(10,5%), Biestow: 78 (6,4%)
    (Grundlage des Vergleichs: Stellenpläne der Kirchengemeinden 2003 und 2015)

    Rostock, den 13.1.2016, vom Kirchengemeinderat einstimmig angenommen
  17. Votum KR Rostock am 31.07.2016
    Die Regionalkonferenz der Kirchenregion Rostock hat am 15.03.2016 die Gespräche zu den Stellenplankriterien in den Kirchengemeinderäten diskutiert und zusammengefasst.
    Der Regionalkonferenz lag ein Vorschlag aus dem Regionalkonvent vor. Dieser wurde beraten und mit zwei Änderungsvorschlägen zum Strukturmodell des Stellenplanes beschlossen.

    1. Wir schlagen vor, dass der prozentuale Anteil der Pfarrstellen nicht so stark abgesenkt wird.
    Wir schlagen vor, dass die vorgesehenen Stellenanteile für Küster und Gemeindesekre-
    tärinnen zusammengefasst werden zu Stellenanteilen für Verfügungsstellen /
    Projektstellen der Kirchgemeinden.
    Begründung:
    Die vorgeschlagene Neuordnung geht einseitig zulasten der Pfarrstellen. Beim Inkrafttreten des Stellenplans 2018 könnten freiwerdende Pfarrstellen zunächst nicht wiederbesetzt werden. Die Gemeinschaft der Dienste ist in der gegenwärtigen Verteilung gut berücksichtigt.
    Gemeindesekretärinnenstellen sind aufgrund ihrer geringen Anteile besser in einem Kirchen-kreisfond berücksichtigt.

    2. Wir fordern, die erforderlichen Gemeindegliederzahlen für eine Stelle weniger als vorgeschlagen zu spreizen.
    Der Unterschied von 500 zu 750 Gemeindegliedern entspricht 50%!
    Denkbar wäre: 700 GGL für Oberzentren, 650 GGL für Mittelzentren,
    600 GGL für Land dichtbesiedelt, 550 GGL für Land dünn besiedelt.
    Begründung:
    Grundsätzlich ist die neue Differenzierung nachvollziehbar angesichts der bedrängenden Lage in manchen ländlichen Gebieten im Osten Mecklenburgs.
    Die vorgeschlagene Differenzierung führt jedoch zu starken Ungleichgewichten, zuungunsten großstädtischer Gemeinden. Grundsatz sollte bleiben, dass dort kirchliche Stellen eingerichtet werden, wo viele Menschen leben, die wir mit unserer Arbeit erreichen und gewinnen können, um zukünftig Kirche in Mecklenburg zu sein.

    Die Situation in Rostock, der bevölkerungsreichsten Stadt Mecklenburgs, bietet mit dem anhal-tenden Zuzug vieler Menschen zunehmende Herausforderungen und Möglichkeiten an die kirchliche Arbeit, die wir nicht verschenken dürfen.
    Die wachsende Zusammenarbeit mit der Kommune, in Ausschüssen zur Stärkung von Demokratie, gegen Rechtsextremismus, in der Flüchtlingsarbeit, die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Einrichtungen der Diakonie, mit Kitas, Schulen, mit Trägern von Kunst und Kultur in der Stadt, in der Oekumene und im Ausrichten regionaler Großveranstaltungen (Reformationsjubiläum 2017, Stadtkirchentag 2018, Hansesail etc.) erfordert einen Stellenplan, der den gegenwärtigen Mitarbeiterschlüssel halten muss.
    Angesichts der zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen und der vielen „neuen“ Möglichkeiten an die kirchliche Arbeit in städtischen Ballungsgebieten, wäre eine verringerte Mitarbeiterzahl perspektivisch das Signal in die falsche Richtung.

    Herzliche Grüße aus Rostock,
    Gerlind Froesa-Schmidt, 1. Vorsitzende Regionalkonferenz Rostock
  18. KR Gadebusch (Propstei Wismar) am 31.07.2016
    Stellungnahme der Regionalkonferenz Gadebusch am 19.5.2016 zu Stellenplankriterien und Pfarrhausplanung
    Unter TOP 4 haben wir, die RK Gadebusch uns zum dritten Mal mit dem Thema befasst und uns vor Augen geführt, was die Kriterien in unserer Region konkret bedeuten. Im Ergebnis dieser Gespräche denken wir:
    • 600 GG/ pro VBE ist in unserer Region in Ordnung, vor allem im Blick auf die anderen Strukturzonen. Solidarität in der Region wie in ganz Mecklenburg ist wichtig.
    • Schon in einer vorigen RK wurde deutlich, dass die Gemeinden Wert auf so viele Pfarrstellen wie möglich legen. Die Arbeit der Mitarbeitenden wird dennoch wertgeschätzt, aber wenn wir nun einmal in Not sind, bedenken viele, dass diese Arbeiten (Kinder- , Jugend- und auch musikalische Arbeit) auch jetzt schon von einigen Pastorinnen und Pastoren geleistet wird bzw. in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Menschen. Das betrifft besonders die Küster- und Büroarbeit! Manche Aufgaben eines Pastors, einer Pastorin aber können von ehrenamtlichen und auch von Mitarbeitenden nicht ersetzt werden. Daher stammt der einstimmige Beschluss, 1. nicht dem Vorschlag der AG Stellenplan zu folgen, Gemeinde - Pfarrstellen zu minimieren, sondern dem alten Schlüssel zu folgen, (Pfarrstellen könnten ja auch woanders eingespart werden) und darüber hinaus das mehrheitliche Anliegen, 2.Küster- und Bürostellenanteile aus dem Plan herauszunehmen, da der Bedarf an Pfarrstellen groß ist und die wenigen Stellenanteile in diesem Bereich nicht sinnvoll in einer so kleinen Region verteilt werden können. Verwaltungsarbeit muss über eine gute Zusammenarbeit mit der KKV und, wo möglich, ehrenamtlich geleistet werden. Allerdings waren wir uns in diesem Punkt nicht einig: Gemeinde Rehna bes. möchte die Küsterstelle erhalten und dem alten Plan mit 5% Küsterstellen Geltung verschaffen. So stellt sich die Frage nach den Überhängen, die unbeantwortet blieb.
    • In den Gemeinden gibt es unterschiedliche Bedarfe, die einen wollen Kirchenmusik aus eigenen Kräften gestalten und praktizieren das auch, die anderen wünschen sich musikpädagogische Mitarbeit, nicht mehr die klassische Christenlehre, deshalb wünschen wir uns eine stärkere Flexibilität in der Stellenbesetzung. Und angesichts freibleibender GP Stellen wünschen wir uns, dass Gemeindepädagogik und Kirchenmusik zusammengefasst werden, um dann zu entscheiden, wie eine spezielle Stelle besetzt werden soll und kann. Die Entscheidung sollte in der Region oder im Sprengel gefällt werden.
    • Auch um die Flexibilität zu gewährleisten und um Mini- Stellen überhaupt realistisch denken zu können, haben wir uns auf die Bildung von Großgemeinden bzw. Sprengeln geeinigt: siehe Anhang 5.2., die entsprechend GG Zahlen, Kirchen, Pfarrhäuser und geographischer und kommunaler Zuordnung funktionieren könnten. So können auch Stellenanteile fairer verteilt werden. Beschluss einstimmig
  19. KGR Klütz-Boltenhagen-Bössow am 31.07.2016
    Der vorgelegte Entwurf sieht einschneidende Stellenreduzierungen vor. Es fehlt eine transparente Darstellung oder Erklärung, weshalb diese Kürzungen ab 2018 eingeführt werden sollen, da sich derzeit die finanzielle Situation sehr positiv darstellt.
    Ebenso fehlt ein zugrundeliegender Berechnungsrahmen, aus dem zu ersehen ist, ob die vorgesehenen Einsparungen auf diesem Wege tatsächlich erreicht werden.
    Die Kürzungen betreffen zwei von drei Berufsgruppen im Verkündigungsdienst. Die AG Stellenplan bleibt einen belastbaren Vorschlag schuldig, wie die zunehmenden (!) vor allem Bildungsaufgaben an der Basis und auf dem Land weiterhin bewältigt werden können. Sie nähme nach diesem Vorschlag einen weiteren Rückzug aus der Fläche in Kauf. Das ist nicht unsere Intention. Wir möchten gern wissen, ob es auch die Intention des KKM und der KKSynode ist.
    Unseres Wissens ist der Schlüssel, nach dem die Gemeinschaft der Dienste umgesetzt wurde, bisher nicht angefragt. Mit der vorgeschlagenen Stellenkürzung werden die Verhältnisse einseitig verändert. Das geht – ohne dass es begründet wird – einseitig zu Lasten der Pastor/inn/en und ist eine Verschiebung weg von Stellen für die Verkündigungsarbeit hin zu sachbearbeiterischen Stellen. Das verfestigt die bestehenden Ungleichheiten bei den bestehenden Anstellungsverhältnissen im KKM.
    Eine solche Kürzung bedeutet eine drastische Veränderung der Situation der Gemeinden: An der Basis wird Seelsorge noch immer als Kernaufgabe von Pastor/inn/en begriffen. Kirchenälteste weisen immer wieder auf Regionalkonferenzen darauf hin. Sie machten es auch auf der Konferenz Stadt- Land- Kirche- Zukunft stark. Erneute Kürzungen von Pfarrstellen führen zur weiteren Vergrößerung der Seelsorgebereiche und zu Mehrbelastungen. Die Gemeinschaft der Dienste wird belastet. Wir sehen es als falsches Signal, auf der Gemeindeebene in die Verwaltung zu investieren und das durch die Kürzung von Stellen im Verkündigungsdienst zu finanzieren.
    Wir sehen für unsere Region nicht, dass die vorgeschlagenen Stellenanteile „Gemeindebüro“ sinnvolle Beschäftigungseinheiten ergeben, die zur Entlastung von Verwaltungsaufgaben in allen Kirchengemeinden führen könnten. Entlastet von Verwaltungsarbeit werden Kirchengemeinden durch eine gute Zusammenarbeit mit der KKV und eine dort ausreichende Stellenbesetzung!
    Noch immer werden Verwaltungsvorgänge unnötig aufgebläht (vgl. KGRsWahlGesetz). Es bleibt eine dringliche Aufgabe der Kirchenleitung, Verwaltungsaufgaben sinnvoll zu vereinfachen.
    Der zukünftige Stellenplan braucht flexible Beschäftigungsverhältnisse. Mögliche Verschiebungen von bis zu 2 VbE zwischen den Berufsgruppen, wie sie die bisherigen Stellenplankriterien möglich machen, sollten auch für Kirchenregionen eingeführt werden. Das stärkt die Eigenverantwortlichkeit und ermöglicht eine fortlaufende Abstimmung zwischen Stellenplan und realen Anforderungen innerhalb der KR.
    Wir schlagen vor, die nicht direkt in Verkündigungsaufgaben einbegriffenen Gemeindebüro- und
    Küsterstellen nicht im Stellenplan des KKes zu führen. Küsterstellen könnten Verfügungsstellen sein, die mit unterschiedlichen Berufsgruppen – Küster, Gemeindebüro, Verkündigungsdienst oder anderes, je nach den örtlichen Erfordernissen – besetzt werden können. Das wäre eine gute Flexibilisierung vor Ort.
    Um wirklich Entlastung im Blick auf Gottesdienste zu erreichen und überregional Arbeitende in konkrete Arbeit vor Ort einzubinden, schlagen wir vor, dass jedem und jeder Mitarbeitenden auf einer überregionalen Stelle dauerhaft ein Predigtauftrag in einer konkreten KG übertragen wird.
    Wir begrüßen, dass durch die vorliegenden Stellenplanüberlegungen ein solidarischer Ausgleich zu Gunsten dünnbesiedelter Regionen erreicht werden soll. Das ist dringend notwendig. Dünnbesiedelter ländlicher Raum wird dabei mit 50 Einw/ km² benannt und betrifft weite Teile des KKM. Welche Überlegungen gibt es für Gebiete mit 25 Einw/km² und darunter? Hier braucht es u. E. eine konkrete Zuordnung der Gemeinden zu den Strukturzonen, die das Statistische Landesamt ausweist.
    Die Spreizung der Bezugsgrößen sollte konsequenter erhöht werden, denn die ergebnislose Diskussion um die Kernaufgaben einer Kirchengemeinde und was entsprechend wegzulassen sei, macht deutlich, dass sowohl auf dem Land als auch in den Städten Kirchengemeindearbeit in den Kernaufgaben ähnlich bleibt. Da in MV ca. 50 % der Menschen auf dem Land wohnen (Statistisches Landesamt), muss auch auf dem Land kirchliche Arbeit präsent bleiben. Schwierigere Bedingungen für Logistik und Kommunikation müssen berücksichtigt werden.
    Vorschlag Spreizung:
    Oberzentrum 800
    Mittelzentrum 700
    ländlicher Raum dichter besiedelt 600
    ländlicher Raum dünner besiedelt 450

    Klütz, 29.April 2016
  20. KR Grevesmühlen am 31.07.2016
    Die Regionalkonferenz Grevesmühlen nimmt die Stellenplankriterien zur Kenntnis.
    Folgende Anregungen werden formuliert:
    - Es muss in den prozentualen Aufteilungen eine Flexibilität zwischen den Berufsgruppen geben.
    - Statt „Minimalstellenanteile“ für Küsterdienst und Gemeindebüro zu formulieren, sollten für die Region Verfügungsstellen eingerichtet werden. Die Region kann dann entscheiden, welche Dienste besonders nötig sind (zentrales Büro oder Gebäudemanagement oder oder).
    - Grundsätzlich wird die solidarische Unterstützung der ländlichen Gemeinden anhand des differenzierten Stellenschlüssels unterstützt. Dabei sollte die Spreizung zwischen Stadt und Land größer sein (z. B. Oberzentrum 800, Mittelzentrum 700, ländlicher Raum dichter besiedelt 600, ländlicher Raum dünner besiedelt 450). Gefordert wird außerdem, dass es keine Differenzierungen innerhalb einer Region gibt (Grevesmühlen als Mittelzentrum darf nicht anders behandelt werden als der Rest der Region).

    Gefordert wird außerdem, dass die zugrunde gelegten demographischen und haushaltstechnischen Zahlen offengelegt werden. Außerdem wird gebeten, den Diskussionsprozess weiter für Beteiligungen offen zu halten.
  21. KR Schwerin Land am 31.07.2016
    Die Regionalkonferenz der Kirchenregion Schwerin-Land kann mit dem Vorschlag zur Veränderung der Verhältnisse der Berufsgruppen zueinander in der GEMEINSCHAFT DER DIENSTE leben (ihm zustimmen), wenn er flexibel gestaltet wird. Als grundsätzliche Orientierung ist er wichtig, geringe Abweichungen sollten möglich sein.
    Der vorgeschlagenen Gemeindegliederzahl/Vollzeitstelle kann die Regionalkonferenz zustimmen. Erst nach der Bildung von 'Großgemeinden' kann eine konkrete Stellenplanung erfolgen. Die Zentren sollten so gestaltet werden, dass die Arbeit sinnvoll geleistet werden kann.
    Die Regionalkonferenz ist der Meinung, dass die Bildung von Großgemeinden im Bezug auf verbindliche Zusammenarbeit und im Hinblick auf ein reicheres gemeindliches Leben eine bessere Lösung als Verbände und Kooperationsvereinbarungen ist.
  22. KR Schwerin-Stadt am 31.07.2016
    Die Kirchenregion Schwerin hat die vorgeschlagenen Stellenplankriterien auf mehreren Ebenen
    diskutiert: In Kirchengemeinderäten, im Konvent und in der Regionalkonferenz. Herausgekommen
    ist als gemeinsames Ergebnis diese von der Regionalkonferenz beschlossene Stellungnahme. Da die
    Meinungen in der Diskussion in manchen Punkten sehr weit auseinander lagen, war uns wichtig,
    nicht nur eine Mehrheitsmeinung wiederzugeben. So zeigt diese Stellungnahme die Vielfalt der
    Positionen. Wir hoffen, dass dies für die Weiterarbeit hilfreich ist.
    1. Stadt und Land
    Die unterschiedliche Behandlung städtischer und ländlicher Regionen wurde übereinstimmend und
    sehr ausdrücklich als richtig empfunden.
    2. Zuteilung der Stellen nach der Zahl der Gemeindemitglieder
    Es wurde sehr kontrovers diskutiert, ob es angemessen ist, die Zahl der Gemeindemitglieder als
    einziges Kriterium für die Zuteilung von Stellen heranzuziehen. Dazu wurden konträre Meinungen
    gleich stark vertreten:
    1. Einziges Kriterium soll wie vorgeschlagen die Zahl der Gemeindemitglieder sein.
    2. Die Zahl der Gemeindemitglieder soll das wichtigste Kriterium sein.
    Einziges Zusatzkriterium sollen öffentliche Einrichtungen im Gemeindegebiet sein, in denen
    die Gemeinde tatsächlich tätig ist.
    3. Die Zahl der Gemeindemitglieder soll das wichtigste Kriterium sein.
    Ein Zusatzkriterium soll auch in der Stadt die Zahl der Wohnbevölkerung im Verhältnis zur
    Gemeindegröße sein (also: höhere Wohnbevölkerung – mehr Stellen).
    4. Die Zahl der Gemeindeglieder sollte nur ein Kriterium sein. Gleichberechtigt muss die Höhe
    der Wohnbevölkerung berücksichtigt werden, sowie besonders die missionarischen und
    diakonisch-sozialen Herausforderungen im Gemeinwesen.
    Angeregt wurde auch, die Region sollte die Möglichkeit haben, zusätzliche Stellen zu beantragen,
    wenn sie der Meinung ist, dass besondere Herausforderungen dies rechtfertigen.
    3. Gemeinschaft der Dienste
    • Die Beibehaltung der Gemeinschaft der Dienste wurde einhellig positiv bewertet.
    • Vereinzelt wurde gefordert, den Anteil der Pastorinnen und Pastoren nicht zu senken.
    • Mehrfach wurde deutlich der Wunsch nach mehr Flexibilität in der Zusammensetzung der
    Berufsgruppen geäußert. Es sollte die Möglichkeit bestehen, Verschiebungen zwischen den
    Stellenanteilen vorzunehmen indem Prozentbereiche für die Berufsgruppen angegeben
    werden, innerhalb derer die Region gestalten kann.
    • Kritisch angemerkt wurde vereinzelt, dass das Berufsbild der Diakoninnen und Diakone in
    Mecklenburg noch zu wenig im Bewusstsein ist. Es wurde gefordert, der Stellenplan müsse
    die diakonische Kompetenz der Kirchengemeinden fördern.
    4. Verantwortung der Region
    Die Grundidee, mehr Verantwortung für die Gestaltung der Stellenpläne in die Region zu geben,
    wurde überwiegend positiv beurteilt. Sehr kritisch wurde gleichzeitig gefragt, wie das in der Praxis
    funktionieren soll. Wie kann gesichert werden, dass es zu einem wirklichen Konsens kommt und
    nicht einzelne Gemeinden von der Mehrheit überstimmt werden? Was ist, wenn sich Regionen nicht
    einigen können? Mehrfach, aber nicht einhellig, wurde die Meinung vertreten, einzelne Gemeinden
    sollten ein Einspruchsrecht vor einem übergeordneten Gremium haben. Unklar ist uns geblieben,
    wer in der Region den Beschluss über die Verteilung der Stellen fassen soll. Nach geltendem Recht
    hat die Regionalkonferenz dazu keine Befugnis. Vorgeschlagen wurde, dass eine vom Kirchenkreis
    finanzierte Beratung / Moderation durch Unbeteiligte für die Region möglich sein sollte.
    5. Küsterdienst
    Betont wurde mehrfach, dass der Küsterdienst für die Arbeit in den Gemeinden einen wichtigen
    Stellenwert hat. Die jetzt vorgesehen Prozentanteile sind so gering, dass sie letztlich nicht sinnvoll
    sind. Was soll eine Stadt wie Schwerin mit mehreren großen, auch touristisch bedeutenden Kirchen,
    mit einer Küsterstelle? Es ist eine Vielfalt von Ideen entstanden, die jedoch keinen Konsens
    darstellen:
    • Die Zuteilung von Küsterstellen sollte grundsätzlich von der Zahl der Gemeindemitglieder
    abgekoppelt werden. Küsterstellen müssen sich am Bestand der Kirchengebäude orientieren.
    • Touristisch bedeutende Kirchen sollten in der Zuteilung von Küsterstellen besonders
    beachtet werden.
    • Es sollte Stellen geben, die von den Gemeinden nach ihrem Bedarf frei einsetzbar sind im
    Bereich Friedhof, Küster, Gebäudemanagement oder Büro.
    • Die Küsterstellen sollten aus dem Stellenplan herausgenommen werden. Dafür soll die
    Schlüsselzuweisung erhöht werden, damit Gemeinden die Möglichkeit erhalten, außerhalb
    des Stellenplanes nach eigenem Ermessen Stellen für Küster / Büro etc. zu schaffen.
    • Es könnten regionale Servicestellen für Gebäudemanagement eingerichtet werden,
    insbesondere in Zusammenarbeit mit Diakonischen Werkstätten.
    • Betont wurde vereinzelt aber auch: Es ist wichtig, die Küster in der Gemeinschaft der Dienste
    zu lassen und nicht auszugliedern.
    6. Verwaltungsstellen
    Mit der Aufnahme von Bürostellen wird in den Blick genommen, dass diese Tätigkeiten in den
    Gemeinden sehr wichtig sind, um die Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst von Verwaltungsaufgaben
    zu entlasten. Dies wurde überwiegend positiv beurteilt. Darum möchten wir dazu
    ermutigen, weiter zu überlegen, wie Gemeinden sinnvoll darin unterstützt werden können,
    Verwaltungsstellen einzurichten. Der jetzt vorgeschlagene Weg überzeugte uns nicht. Wie bei den
    Küsterstellen wurde kritisiert, dass der vorgesehene prozentuale Anteil so gering ist, dass damit
    letztlich keine sinnvollen Stellen geschaffen werden können. Schwerin hätte mit den vorgeschlagenen
    Kriterien einen Stellenanteil von 0,7 Büro. Vereinzelt wurde darauf hingewiesen, die
    Schaffung von Bürostellen dürfe nicht zulasten der Stellen im Verkündigungsdienst geschehen.
    Andere vertraten die Meinung: Lieber weniger Mitarbeitende im Verkündigungsdienst, die dafür
    aber Zeit haben, sich um ihre genuinen Aufgaben zu kümmern.
    7. Mehr Mut?!
    Kontrovers wurde beurteilt, ob die vorgeschlagen Stellenplankriterien mutig genug sind. Einige
    vertraten deutlich die Meinung: Mehr Mut! Innovative Veränderungen fehlen! So wurde mehrfach
    kritisiert, dass die vorgeschlagenen Kriterien trotz mancher Einschnitte den Status Quo sichern –
    aber nicht visionär in die Zukunft blicken. Andere haben sich deutlich gegen diese Sicht
    ausgesprochen: Diese Veränderungen reichen!
  23. Walter Kelle am 06.08.2016
    Sehr schön transparent sind die ausführlichen Darstellungen. Hilfreich wäre aber, wenn dem ganzen eine Zusammenfassung vorangestellt würde mit Verweis auf die einzelnen Stellungnahmen. Dieses ist ja ein mehrere Stunden füllendes Programm geworden, dass zeigen könnte, dass wir viel zu viele Stellen im kirchlichen Dienst haben, wenn alle Zeit für derartige Diskussionsrunden haben.
  24. Konstanze Helmers, Schwerin am 26.09.2016
    Die neuen Vorschläge zu den Stellenplankriterien sehen vor, dass man von den zur Verfügung stehenden Stellen innerhalb einer Region um bis zu 10% abweichen kann. Ich finde die Idee, eine Variabilität einzubauen sehr gut und wichtig. Ich glaube aber, dass der vorgeschlagene Weg so noch nicht gut funktioniert. Dazu meine Gedanken:

    1. Schwerin hätte ungefähr folgende Stellenanteile: Pfarrstellen 7,5 VBE / GP 3,5 / Musik 2. Das bedeutet: Wenn man von den Pfarrstellen 0,75 verschieben darf – wo soll man die dann hinschieben? Wenn man doch Gemeindepädagogik und Musik nur um 10% erhöhen darf? Dann kann man aus 2VBE Musik doch nur 2,2 machen und nicht 2,75?
    2. Wenn man die prozentuale Verteilung einerseits fest vorgibt und von den daraus errechneten Stellen dann – sozusagen nachträglich – eine Varianz erlaubt, dann bedeutet das real immer, dass man einer Berufsgruppe etwas „wegnehmen“ muss, um es der anderen zu geben. Wo sich alle wunderbar einig sind, mag das gehen. Wo nicht, verschärft das eher das Gegeneinander.
    3. Wenn man nicht in großen Zusammenhängen einer Region denkt und rechnet, dann ergibt sich mit der vorgeschlagenen Varianz nur ein recht geringer Spielraum. Um Stellen wirklich merklich zu erhöhen, müsste sich also die ganze Region darüber einig sein, wie man verschiebt. Wie soll das gehen, wenn manche Regionen sich schon nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme einigen konnten? Eine höhere Variabilität würde zum Beispiel benachbarten Gemeinden, die sich einig sind, sinnvolle Verschiebungen ermöglichen.
    4. Die Rückmeldungen aus den Regionen ergeben kein einheitliches Votum für die Erhöhung des Anteils der Pfarrstellen. Mehrere Regionen haben deutlich mehr Stellen für Musik vorgeschlagen. Andere haben ganz andere Verhältnisse befürwortet. Wieder andere fanden die zuerst vorgeschlagenen Verhältnisse so gut. Die Bedürfnisse scheinen also sehr unterschiedlich zu sein. Es ist nicht ersichtlich, warum nun nur die Wünsche derjenigen berücksichtigt werden, die sich mehr Pfarrstellen wünschen.

    Wenn man das alles bedenkt, dann erscheint mir folgende Lösung sinnvoller:

    Für die drei Berufsgruppen werden feste prozentuale Mindestwerte festgelegt. Zusätzlich gibt es einen festen Prozentsatz an Stellen, der frei verteilt werden kann.

    Das könnte dann zum Beispiel so aussehen:
    Statt: Pfarrstellen 52% / Gemeindepäd 24% / Musik 14%
    Zum Beispiel: Pfarrstellen 47,5% / Gemeindepäd 19,5% / Musik 11% / frei verfügbar innerhalb dieser Gruppe 12%

    Auf diese Weise kann jede Region verteilen, wie es vor Ort gut ist ohne dass einer Berufsgruppe etwas weggenommen werden muss. Der Prozentsatz für frei zuzuordnende Stellenanteile sollte so hoch sein, dass damit merkliche Verschiebungen möglich sind. (Da müsste man natürlich noch einmal rechnen, was passieren würde, wenn alle auf einmal teure Pfarr – und Musikstellen einrichten und nicht billigere gemeindepädagogische Stellen.)

    Über die genaue Verteilung kann man wahrscheinlich endlos debattieren und immer wird jemand unglücklich sein. Am Ende kommt es darauf wahrscheinlich gar nicht so sehr an. Wesentlich ist glaube ich, den frei verfügbaren Anteil als eigenen Bereich anzugeben. Damit ermutigt man auch dazu, sich selbst Gedanken zu machen, wo man Schwerpunkte setzen will. Wichtig ist glaube ich, so viel Freiheit wie möglich zu geben und gleichzeitig die Gemeinschaft der Dienste zu sichern. Darum ist die Musik als schwächstes Glied weniger abgesenkt als die beiden anderen Gruppen. Nach meinem Geschmack könnte der frei verfügbare Rahmen noch höher sein, aber mit einem hohen Anteil frei verfügbarer Stellen schafft man dann vielleicht auch neue Verteilungskämpfe.
    Wenn man ganz konsequent denkt, kann man natürlich die Küster einfach mit hineinnehmen in die Variabilität. (Allerdings sind dann die Kosten noch weniger zu kalkulieren…)

    Weitere Gedanken:

    a) Ist es sinnvoll, angesichts der absehbaren Schwierigkeit, vorhandene Pfarrstellen auch zu besetzen, die Möglichkeit zu eröffnen, länger unbesetzte Stellen umzuwandeln? Da müssten die Hürden dann hoch genug gesetzt werden, damit das nicht mal eben schnell ausgenutzt wird.

    b) Unklar ist mir der weitere Zeitrahmen. Ich bitte darum, den Regionen ausreichend Zeit zu geben, die Vorschläge für die Verteilung der Stellen in der Region zu erarbeiten. Es gibt bei uns in der Region – auch angestoßen durch das Überlegen zu den Stellenplankriterien - durchaus einige, die Lust haben, neu zu denken. Denen sollte Zeit gegeben werden, damit Neues entstehen kann. Die Zeit bis zur Frühjahrssynode 2017 reicht eindeutig nicht, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die Regionalkonferenz frühestens im Januar neu konstituieren wird.

    c) Es sollte die Möglichkeit gegeben werden, dass für Gemeinden die fusionieren der Stellenplan noch einmal neu festgelegt wird. Für unsere Gemeinde ist nach derzeitigem Stand zum Beispiel eine Pfarrstelle wohl wichtiger als eine Gempädstelle. Wenn es aber zu einer Fusion mit der Nachbargemeine käme, dann könnte gut auf Anteile der Pfarrstelle verzichtet werden zugunsten voller Mitarbeiterstellen.

    d) Gemeindeverbände können meines Wissens (?) gemeinsam Mitarbeiterstellen einrichten, nicht jedoch Pfarrstellen. Wie soll das in Zukunft sein? Kann die Möglichkeit geschaffen werden, Pfarrstellen auch einem Gemeindeverband oder einer Region zuzuordnen???

    Herzliche Grüße aus Schwerin,

    Konstanze Helmers.