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Festwochenende und ökumenischer Gottesdienst

Der Norden feiert die DDR-Grenzöffnung vor 30 Jahren

Das Grenzmuseum Lübeck-Schlutup: Mehr als 3.000 Menschen werden rund um den 9. November zu Party, Gottesdienst und Polit-Talk erwartet.
07.11.2019 ǀ Lübeck/Ratzeburg.  Mit vier Bischöfen und zwei Ministerpräsidenten wird am 9. November im Norden die Öffnung der DDR-Grenze vor 30 Jahren gefeiert. Mehr als 3.000 Menschen werden erwartet, wenn das Grenzmuseum in Lübeck-Schlutup zu einem bunten Festwochenende einlädt. Der Kieler Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) diskutiert am Sonnabend mit seiner Schweriner Amtskollegin Manuela Schwesig (SPD) über den Fall der Mauer. Doch auch im benachbarten mecklenburgischen Dassow wird gefeiert. Eher festlich wird es am Nachmittag (16.30 Uhr) im Ratzeburger Dom.

Oldies aus West und Ost stehen am Freitag ab 18 Uhr im Festzelt am Grenzmuseum Schlutup auf dem Programm. Der Schleswiger Bischof Gothart Magaard und sein Greifswalder Amtsbruder Tilman Jeremias feiern am Sonnabend einen Gottesdienst (10.30 Uhr) im Festzelt. Im Anschluss beginnt der "Polit-Talk" mit Günther und Schwesig, sowie den Bürgermeistern Jan Lindenau (Lübeck) und Marcus Kreft (Selmsdorf). Für den Nachmittag sind ein Trabbi-Korso, Trecker-Fahrten und Shantys geplant. Am ehemaligen Grenzübergang beginnt dann gegen 21.30 Uhr das große Feuerwerk.  

Im benachbarten mecklenburgischen Dassow wird am 9. November von 10 bis 12 Uhr gefeiert. Auch hier wird die Ministerpräsidentin vor Ort sein. Dabei soll auch an die Juden-Pogrome 1938 erinnert werden. Zu der Feierstunde werden Gäste aus dem Landtag, von Verbänden und anderen Organisationen erwartet.

Gottesdienst im Ratzeburger Dom

In ökumenischer Verbundenheit wird an den Mauerfall am Sonnabend im Ratzeburger Dom erinnert. Die evangelische Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und der katholische Erzbischof Stefan Heße gestalten den Gottesdienst (16.30 Uhr) gemeinsam mit Zeitzeugen aus Norddeutschland. Im Gottesdienst wird auch der Opfer der Novemberpogrome 1938 gedacht. Neben Regierungschef Günther werden auch die Schweriner Landtagspräsidentin Birgit Hesse (SPD) und ihr Kieler Amtskollege Klaus Schlie (CDU) erwartet.

Anschließend werden die Teilnehmer mit Kerzen in einer Lichterprozession zum Ratzeburger Marktplatz ziehen. Die Kreisstadt wird an diesem Abend zudem einer von insgesamt vier Übertragungsorten des von der Bundesregierung initiierten Livestream-Gesprächs entlang der früheren innerdeutschen Grenze sein. Das Motto lautet unter "Unsere Geschichte schreibt Zukunft". Infos unter www.unseregeschichte.bund.de.

Zahlreiche Gemeinde der ehemaligen Grenzregion feiern den Festtag gemeinsam. So wird etwa die Gemeinde Boizenburg nach einem Gottesdienst in ihrer Kirche am Nachmittag die Nachbargemeinde in Lauenburg besuchen. Auch die Grenzgemeinden Mustin und Roggendorf feiern den 9. November gemeinsam. Um 14 Uhr wird am ehemaligen Grenzübergang eine Festmeile eröffnet.
Quelle: epd

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