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Insel Rügen

Denkmalschutzstiftung unterstützt Dorfkirche in Altenkirchen erneut

19.05.2020 ǀ Altenkirchen/Bonn.  Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt weitere rund 81.000 Euro für Restaurierungsarbeiten an der evangelischen Dorfkirche in Altenkirchen auf der Insel Rügen bereit. Das Geld stammt aus zahlreichen zweckgebundenen Spenden und ist bestimmt für die anstehende Fenstersanierung, teilte die Stiftung am Dienstag in Bonn mit. Der Fördervertrag erreiche den Gemeindepastor Christian Ohm in diesen Tagen, hieß es. Bereits im vergangenen Jahr gab es von der DSD rund 21.000 Euro für Sanierungsarbeiten an diesem Sakralbau.

Die Dorfkirche von Altenkirchen ist nach der Marienkirche in Bergen die zweitälteste Kirche auf der Insel Rügen. Der Bau wurde um 1200 begonnen, im 14. Jahrhundert erweitert und im 19. Jahrhundert umgebaut. Das Mauerwerk der dreischiffigen, turmlosen Pfeilerbasilika besteht im unteren Bereich aus Naturstein, ansonsten aus Ziegel.

Die Kirche bildet mit dem Friedhof und dem Pfarrhaus ein Ensemble. Von 1792 bis 1808 war Ludwig Gotthard Kosegarten (1758-1818) Pastor in Altenkirchen. Er wurde berühmt durch seine Uferpredigten auf Rügen. Kosegarten unterhielt Briefkontakt mit Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Johann Gottfried Herder. Um 1800 begrüßte er in seinem Pfarrhaus als Gäste Otto Runge, Ernst Moritz Arndt und Caspar David Friedrich. Viele der literarischen Werke Kosegartens entstanden in Altenkirchen. 1808 übernahm er in seiner Studienstadt Greifswald eine Professur für Geschichte und 1817 einen Lehrstuhl für Theologie. Kosegarten wurde in Altenkirchen begraben.
Quelle: epd

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