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Ev. Kirchengemeinden Demmin St. Bartholomaei und Wotenick-Nossendorf

Pfarramt Demmin

Die Ev. Kirchengemeinden Demmin und Wotenick-Nossendorf liegen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
St. Bartholomaei-Kirche Demmin
Dreischiffige kreuzrippengewölbte gotische Backsteinkirche, älteste Teile (Turmuntergeschoss, westliches Joch) aus dem 13. Jahrhundert. Dem Jünger Jesu Bartholomaeus, im Neuen Testament auch Nathanael genannt, geweiht. Reiche mittelalterliche Ausstattung (Flügelaltar, Kanzel, Nebenaltäre, Beichtstühle, Orgel, Glocken, Gestühl). Im 15. Jahrhundert (1422) Anbau einer Kapelle an der Südseite der Kirche, Kirchenköst, später Taufkapelle genannt. Nach dem 2. Weltkrieg zur Winterkirche umgebaut. Die Glasfenster in der Taufkapelle wurden um 1950 vom Rostocker Künstler Lothar Mannewitz gestaltet. Anbau einer Sakristei an der Nordseite der Kirche.
 
Im Oktober 1676 völlige Zerstörung der Kirche während der Belagerung Demmins durch preussische Truppen im Preussisch-Schwedischen Krieg. Verlust der gesamten Ausstattung, nur die Aussenwände und Pfeiler blieben erhalten. Auf Grund fehlender Mittel, die gesamte Stadt ist bis auf wenige Häuser zerstört, nur langsamer und notdürftiger Wiederaufbau. Durch Stiftungen und Schenkungen kann nach und nach die Innenausstattung neu beschafft werden (Altar, Kanzel, Leuchter, Orgel, Glocken, Gemälde usw.). Nachdem 1720 Demmin preussisch geworden ist, werden aus Mitteln des preussischen Königs 1734 die Kreuzgewölbe neu gemauert. Der Kirchturm erhält eine barocke Haube.
 
1818/1819 Einbau einer neuen zweimanualigen Orgel durch den Berliner Orgelbaumeister Buchholz. Ab 1826, nach Entwürfen von Schinkel begonnener Umbau des Kircheninneren (Altar und Chorraum). Entwurf einer neuen Kanzel durch C.D. Friedrich. Altargemälde nach Raphael "Die Grablegung Christi" - Kopie des Malers Hein rich Lengerich von 1825, ebenfalls die Gemälde links und rechts vom Turmdurchgang. Zwischen 1857 und 1867 völliger Umbau der Kirche nach Entwürfen und unter Leitung des preussischen Oberbaurates Friedrich August Stüler. Nach Stülers Tod wird der Umbau durch den Stettiner Landesbaumeister Bartholomaeus Weber weitergeführt und beendet. Die kirchliche Bauleitung hat der Demminer Superintendent D. Franz Hermann Lengerich. Die Kirche erhält im Inneren und Äußeren ihre heutige Gestalt. Herausragend ist der gemauerte Kirchturm mit rd. 96 m Höhe. Die Glasfenster im Chorraum werden nach Entwürfen von Prof. Pfannschmidt im Königlichen Institut für Glasmalerei Berlin hergestellt und vom preussischen Königspaar gestiftet. Die Buchholz-Orgel von 1819 wird vom Stettiner Orgelbaumeister Grüneberg 1866/67 umgebaut und erweitert. Sie hat 4 Manuale, Pedal und 52 Register. Restaurierung der Orgel zwischen 1998 und 2002. Wiederherstellung des romantischen Klangcharakters, Orgelweihe im September 2002.
 
Links und rechts neben der Orgelempore Gemälde von Prof. Pfannschmidt aus der Zeit des Kirchenumbaus. Zwischen 1990 und 2000 Komplettsanierung des einsturzgefährdeten Kirchturms und des Kirchendachs. Im Jahre 2001 erhält die Kirche ein neues Bronzegeläut. Die Stahlguss-Glocken von 1922 mussten wegen fortgeschrittener Korrosion und Absturzgefahr stillgelegt werden.
 
Seit 2003 wird unter der Nordempore eine Dauerausstellung über das Leben und Wirken des Pommernapostels Bischof Otto v. Bamberg gezeigt. Otto v. Bamberg hat während seiner 2. Reise nach Pommern 1128 auch in Demmin für das Christentum missioniert und sich auf der Demminer Burg mit dem Herzog Wartislaw I. von Pommern-Demmin getroffen.
Weitere Informationen unter: www.ev-kirche-demmin.de

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