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Nordkirche "im konstruktiven Gespräch" mit Landesregierungen

Landesbischöfin: Corona-Schutz in Gottesdiensten machbar

17.04.2020 ǀ Schwerin.  Die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, geht davon aus, dass die notwendigen Schutzvorschriften für gemeinsame Gottesdienstfeiern von den Gemeinden umgesetzt werden können. Dazu zählten regulierte Teilnehmerzahlen, ausreichend Abstand und strenge Hygiene. Sie sei zuversichtlich, dass die Menschen Anfang oder Mitte Mai wieder in den Kirchen zusammenkommen können, sagte sie am Freitag in Schwerin. Die Nordkirche sei "im konstruktiven Gespräch" mit den Landesregierungen in Hamburg, Kiel und Schwerin. Möglich sei allerdings, dass es in den drei Bundesländern zu unterschiedlichen Regelungen kommt.

Neben der Frage nach Gottesdienstfeiern bewege sie auch, wie eine gute Seelsorge in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ermöglicht werden könne, sagte die Landesbischöfin. Es sei gerade in dieser Zeit wichtig, an der Seite besonders betroffener Menschen sein zu können. Kühnbaum-Schmidt: "Auch hier brauchen wir Regelungen, die uns bei dieser wichtigen Arbeit unterstützen."

Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften waren am Freitag zu einem Spitzengespräch mit dem Bundesinnenministerium zusammengekommen. Endgültige Entscheidungen treffen aber die Bundesländer. Evangelische und katholische Kirche kündigten an, in der kommenden Woche entsprechende Konzepte mit Abstands- und Hygieneregelungen vorzulegen. Ziel sei, "möglichst bald" danach wieder Gottesdienste abhalten zu können. Ob das schon am ersten Mai-Wochenende der Fall sein könnte, sei offen und gegebenenfalls regional unterschiedlich, sagte der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Berlin, Martin Dutzmann, nach dem Gespräch.

Die Nordkirche hatte bereits Mitte März empfohlen, während der Corona-Krise auf Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen zu verzichten. Derzeit werde intensiv an Regelungen gearbeitet, wie das kirchliche Leben schrittweise wieder ermöglicht werden könne, ohne die Gesundheit zu gefährden, sagte Kirchensprecher Stefan Döbler. Entsprechende Empfehlungen würden die Kirchenkreise, Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen in Kürze erhalten.
Quelle: epd

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