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Suchtkrankenhilfe

Blaues Kreuz wird Hauptgesellschafter des Serrahner Diakoniewerks

28.08.2020 ǀ Serrahn.  Das Blaue Kreuz wird zum 1. September Hauptgesellschafter des Serrahner Diakoniewerks (SDW) und übernimmt die Geschäftsführung für die SDW-Suchthilfeeinrichtungen in und um Serrahn bei Krakow am See (Landkreis Rostock). 80 Prozent der Gesellschafteranteile des SDW übernimmt das Blaue Kreuz von der Evangelischen Suchtkrankenhilfe MV, weitere fünf Prozent von der Diakonie Güstrow, wie die Evangelische Suchtkrankenhilfe MV mitteilte. Die übrigen 15 Prozent verbleiben beim Verein "Diakonisches Zentrum Serrahn". Das SDW bleibt damit auch zukünftig im Diakonie-Landesverband MV.

Mit der engen Anbindung an das Blaue Kreuz werde dem Wunsch des Vereins "Diakonisches Zentrum Serrahn" entsprochen, bei den Angeboten der Suchtkrankenhilfe die Glaubensorientierung stärker in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen und den gut 50 Mitarbeitenden deutlicher geistlich-biblische Impulse in ihrer täglichen Arbeit zu bieten, hieß es.

Das SDW betreibt verschiedene Suchthilfeeinrichtungen in und um Serrahn, darunter eine Rehabilitationsklinik mit 42 Plätzen, eine Übergangseinrichtung mit 20 Plätzen sowie ein Doppeldiagnosezentrum und eine Nachsorgeeinrichtung mit jeweils 17 Plätzen. Das Blaue Kreuz Deutschland unterstützt suchtgefährdete und suchtkranke Menschen sowie Angehörige.

In Serrahn gibt es eine lange Tradition der Suchthilfe. Bereits 1971 gründete sich im ehemaligen Pfarrhaus die "Arbeitsgemeinschaft zur Abwehr der Suchtgefahren" als Nachfolgeorganisation des in der DDR verbotenen Blauen Kreuzes in Deutschland. Die Suchthilfearbeit war den Angaben zufolge von Beginn an geprägt von einem Leben in familiärer Atmosphäre auf Grundlage des christlichen Glaubens, einem einfachen Lebensstandard mit Selbstversorgung und der Teilhabe der suchtkranken Mitbewohner am öffentlichen Leben insbesondere bei christlichen Veranstaltungen.

In den 1990er Jahren entstanden dann weitere Angebote für Suchtkranke, darunter eine Rehabilitationsklinik und ambulant betreutes Wohnen. 2011 übernahm die heutige SDW-Gesellschaft die Trägerschaft und die Geschäftsführung der Einrichtungen und Angebote. Mit dem 2015 gegründeten Doppeldiagnosezentrum für Suchtkranke mit zusätzlichen psychischen Erkrankungen und der Konsolidierung der weiteren Angebote in Serrahn seien die Leistungen an die heutigen Anforderungen angepasst worden, hieß es.
Quelle: epd

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