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03. - 07. April

Reisetagebuch des Posaunenwerkes MV nach Rom

Landesposaunenwart Martin Huss besucht mit einer 51köpfige Delegation des Posaunenwerkes MV vom 3.-7. April Rom. Gemeinsam werden die 37 Bläserinnen und Bläser als Botschafter der Nordkirche die Stadt zum Klingen bringen. Höhepunkt der Reise ist die Generalaudienz mit Papst Franziskus. Zudem stehen mehrere geistliche Bläsermusiken, Gottesdienste und Platzkonzerte an verschiedenen Orten in Rom auf dem Programm des Seniorenbläserkreises. Jeden Abend spielen die 37 Bläser in einer anderen Kirche der Stadt auf den sieben Hügeln. Täglich berichten sie im Online-Tagebuch:

(Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken)

ROM ade - Heimkehr der UHUs

Ein Rück-Blick
Montag, 10. April 2017 | Von Eberhard Erdmann

Als der Flieger mit fast zwei Stunden Verspätung am 7. April gegen Mitternacht in Tegel landete, endete ein fünftägiger gemeinsamer Reiseweg der UHU-Gruppe. Taxis und geparkte Autos wurden bestiegen, um in der fortgeschrittenen Nacht unterschiedlich lange den Heimatorten entgegenzufahren. Schon jetzt stellte sich die Frage: Was berichte ich den Lieben zu Hause? Was haben wir alles gesehen, gehört? Wer ist uns begegnet? Wie gehen wir mit diesem Erfahrungszuwachs um? Vieles ist von Jens Haverland in den Tages-Blogs notiert worden. In der Rückschau sortieren sich für jeden Einzelnen seine je eigenen Eindrücke.
Was schält sich nach drei Tagen bei mir heraus?

Wetter: Die Vorhersagen waren ungefähr so genau wie die Wahl-Prognosen von  Meinungsforschungs-Instituten. Bis auf einige dünne Regentropfen begleitete uns die Sonne, in der Mitte des Tages häufig mit mehr als 20°.

Verkehr: Viele kleine Autos flitzen über die Straßen, natürlich nur, wo es geht. Und es ging oft nicht. Auf Kreuzungen ohne Ampel und regulierendem Polizisten staunten wir deutsch-korrekt geschulten Verkehrsexperten aus der erhöhten Busperspektive nicht schlecht, wie alle Motorisierten aufeinander losfuhren, sich im Endergebnis aber unbeschädigt aus dem Fahrzeugknäuel in alle vier Richtungen herausschälten. Unser Busfahrer brachte es für uns auf den Punkt - „Chaos-Roma“. Dazu fallen Kundigen passende Stichworte wie ‘Chaos-Theorie’ oder ‘Schwarm-Intelligenz’ ein, die offensichtlich auch in miteinander konkurrierenden Schwärmen zum Zuge kommt. Es geht aber auch anders. Nach dem Geschehen der Generalaudienz am Mittwoch, dem 5.4., galt es, die freie Zeit zu nutzen bis zur Bläsermusik in der evangelischen Christuskirche. An der spanischen Treppe kam die Idee mit der Kutschfahrt auf. Nachdem wir die ersten Angebote von 200 €  für eine Stunde in mehreren Schritten auf 80 € heruntergeandelt hatten und die direkte Fahrt zur Kirche durchgesetzt hatten, ließen wir uns zu viert durch das ‘normale’ Rom fahren.

Gastronomie: Pizza und Eis haben haben den guten Ruf der italienischen Küche für uns bestätigt, teilweise noch übertroffen. Dazu die meist flinke und freundliche Bedienung. Sprachliche Hürden wurden gestenreich überwunden.

Römischer Klerus: Mit Fontane zu sprechen - „ein weites Feld, Luise“... Im Zentrum der sogenannten Weltkirche scheint die klerikale Dichte auch Weltniveau zu haben. Den ersten Pfarrer im Lateran, der sich Franziskus nennt, haben wir tatsächlich so erlebt, wie er weltweit bekannt ist - persönlich bescheiden, fröhlich-offen, jederzeit zugewandt. Einer, der zugibt: “...noch wütender macht mich, wenn die Heilige Mutter Kirche, meine Mutter, meine Braut, sich nicht so verhält, wie es das Evangelium vorgibt.“ (Interview in „Die Zeit, Nr.11, S.15 v. 9.3.2017). An einigen Vertretern haben wir solches erleben müssen: Geplante Termine für Gottesdienstbegleitung oder Bläsermusiken waren am 4.4. in der St. Pauls-Kathedrale vor den Mauern oder am 6.4. in der Kirche der 12 Apostel aus Missverständniss oder Dessinteresse nicht vorbereitet und beworben, wurden dann gleichgültig bis widerwillig eingeräumt. Eine Erfahrung, die für viele von uns die guten ökumenischen Beziehungen zu Hause umso heller erstrahlen ließen: Ökumenische Gastfreundschaft kennen wir anders. Luther hatte in Rom ja noch ganz andere Eindrücke bekommen, die einen Teil des Stoffes lieferten, aus dem dann die Reformation gewebt wurde. 500 Jahre weiter - die Kirche, auch die unsrige(!), ist eine „ständig zu erneuernde“ (‘ecclesia semper reformanda’). Über die konfessionellen Unterschiede waren wir uns schon vorher im Klaren. In „versöhnter Verschiedenheit lebend“ sie auszuhalten ist möglich, nicht aber Gleichgültigkeit oder gar Arroganz im Namen vermeintlich einzig wahren Christen- und Kirchentums.

Die reichen Reiseerfahrungen haben den UHU-Zusammenhalt und im Reformations-Jubiläums-Jahr auch das Bewusstsein für unsere evangelische Kirche gestärkt. Wie soll doch Martin Luther 1521 auf dem Reichstag zu Worms gesagt haben: „Hier stehe ich...“


Tag 4

„Bravo!, Bravissimo!“
Donnerstag, 06. April 2017 | Von Jens Haverland

„Bravo!, Bravissimo!“ rufen uns die Raumpflegerinnen der Hotelanlage zu. Auf jeder Ebene unseres Hotels öffnen sich die Fenster zum Innenhof, von wo aus an diesem Morgen der Posaunenklang durch die Straßen Roms klingt. Mit den Putzlappen vom Fensterputzen winken sie uns zu und quittieren die Choräle mit Applaus. Auch bei den umliegenden Häusern öffnen sich die Fenster und Menschen stehen auf den Balkonen.

Es sind immer wieder die Erfahrungen solcher Bläsereinsätze, die Freude auf beiden Seiten bereiten und den Charakter der Wurzeln der Posaunenmission sind. Der Klang von Hörnern und Posaunen trägt weiter als die menschliche Stimme und erreicht die Herzen der Menschen auf anderem Wege.

Hintergrund des heutigen Morgenblasens sind die Geburtstage zweier UHUs – so kann man auch seinen Geburtstag feiern (lassen). Und wieder einmal wird an diesem Tag spürbar, was das besondere dieser Bläsergemeinschaft ist: Freunde zu finden, mit denen man sich im Glauben und Musik verbunden weiß. Gemeinsam wird aufeinander geschaut und darauf geachtet, dass niemand verloren geht.

Dass das, gerade im Getummel einer Großstadt oder der Besuchermassen im Vatikanischen Museum nicht immer so einfach ist haben wir auch erlebt. Doch am Ende eines jeden Tages waren letztlich wieder alle gutgelaunt beisammen.  Bilder werden ausgetauscht, über technische Fragen zu Kamera, Smartphone oder Wlan-Code gefachsimpelt und immer wieder gestaunt, begeistert berichtet, neue Pläne geschmiedet.

Tag 3

Besuch beim Papst
Mittwoch, 05. April 2017 | Von Jens Haverland

36% Regenwahrscheinlichkeit ist für den heutigen Tag vorhergesagt. Und nachdem wir auf unserem gestrigen Heimweg aus San Paulo vor den Mauern schon einen Eindruck von römischen Gewittern bekommen haben, war die Vorfreude auf den heutigen Tag etwas getrübt.

Doch als sich der UHU-Schwarm mitsamt allen Begleitpersonen an der Station in der Nähe des Petersplatzes aus der Tiefe erhob, da waren alle Befürchtungen weggeblasen. Ein wolkenloser Himmel strahlte über den Menschenmassen, die bereits um kurz vor acht Richtung Vatikanstadt strömten.

Mit den Instrumenten im Gepäck und den argentinisch hellblauen UHU-Hemden werden wir immer wieder angesprochen, wo wir denn aus Mecklenburg-Vorpommern herkämen. So manches Gespräch entwickelt sich für einige Meter, über Mecklenburg-Vorpommern, die Nordkirche und die Bläserarbeit. Sprachbarrieren sind schnell überwunden. Es macht sich Kirchentagsstimmung breit.

Nach zahlreichen Absperrung und geübt in Mehrsprachigkeit gelangen wir quer über den Petersplatz schließlich auf unsere Plätze vor dem Hauptportal des Petersdomes, oberhalb der Papstbühne. Mikrofone werden aufgebaut und schnell füllt sich der Petersplatz. Eine maltesische Trommelgruppe bahnt sich unter lautem Getöse, fahnenschwenkend den Weg über den Platz zu ihren Sitzplätzen auf der anderen Seite des Hauptportals.

Es spricht aus unser aller Herzen, als wir mit Heinrich Schütz „Lasst uns den Herren loben“ die Posaunenklänge über den riesigen Petersplatz erklingen lassen und selbst den Wiederhall aus den Lautsprechern hören: „Lasst uns den Herren loben, in seinem Nam‘ vereint!“ Was der oftmals als konfessionelle Kosmopolit Schütz vor fast 400 Jahren vertont hat – es passt so gut in unsere Zeit. Die Auswahl der Stücke spricht eine eigene Sprache. Eine musikalische Predigt, mit der zum Ausdruck kommen soll: Wir glauben gemeinsam an den einen Gott und unser Wunsch ist diesen Glauben gemeinsam zu feiern.

Gänsehaut breitet sich aus als Applaus aufbrandet. Tatsächlich ist es überwältigend vor so vielen Christen aus aller Welt zu spielen und das in die Welt zu posaunen, was uns als Posaunenchöre bewegt: Mitarbeiter Gottes am 150. Psalm zu sein, wie es Johannes Kuhlo mal zum Ausdruck brachte.

„Papa! Papa! Papa Francesco!” lautes Rufen und Applaus künden nach einigen Chorälen die Ankunft des Papstes auf dem Petersplatz an. Im offenen Papamobil fährt er durch die Reihen der Gläubigen. Von unserem Platz aus sehen wir nicht mehr, als nur einen weißen Punkt.

Mit dem alt-argentinischen Marienlied und festlichem Einzug „Hanacpachap“ begleiten die Bläser aus der Nordkirche die Einfahrt des Papstes, die immer wieder von Zwischenstopps unterbrochen wird. Papst Franziskus scheint das Bad in der Menge zu genießen und er nimmt sich Zeit dafür. Hanacpachap cussi cuini – Vom Himmel kommt die Freude, ich gehe meinen Weg mit Gott. Schließlich erreicht der Papst den Baldachin vor dem Petersdom und die Wortverkündigung der Audienz beginnt. Gemeinsam mit allen anwesenden Christen wird der Papst eine Art Bibelarbeit halten, die anschließend in Kurzform in die verschiedenen Sprachen übersetzt wird.

Doch ehe dies beginnt, haben wir die Möglichkeit einen ganz besonderen Gruß aus Mecklenburg-Vorpommern zu senden. „Salutatio ad Papam“ – eigens für diesen Anlass komponierte Claudia Huß eine Fanfare, die als „Papsttusch“ bereits vom NDR angekündigt wurde. Ja, wir haben sie dort auf dem Petersplatz als ökumenischen Gruß aus der Nordkirche anlässlich des Reformationsjubiläums welturaufgeführt und anschließend ein Exemplar mit allen unseren Unterschriften und persönlichen Wünschen dem Papst überreichen können.

Video von der Welturaufführung:


Die Auslegung von Papst Franziskus zum heutigen Predigttext greift dann das Motiv der Hoffnung auf. Denkt sie als gesamtchristliche Hoffnung weiter mit Blick hin zur Ewigkeit.

Unsere Hoffnung sei weder eine Vorstellung noch ein Gefühl. Unsere Hoffnung „ist eine Person, nämlich Jesus Christus“, der in uns gegenwärtig sei. Diese Hoffnung sollten wir nicht theoretisch oder bloß mit Worten, sondern vor allem mit unserem Leben bezeugen. Wir dürften die Hoffnung nicht verstecken. Wir müssten zulassen, dass Christus durch uns sichtbar werde und wirke. „Ja“, so Franziskus, „denn so hat Jesus getan, und so tut er weiter durch jene, die ihm in ihren Herzen und in ihrem Leben Raum geben, im Bewusstsein, dass das das Böse nicht mit dem Bösen, sondern mit der Demut, der Barmherzigkeit und der Sanftmut besiegt wird“. (Den Wortlaut der Auslegung finden Sie hier)

Mit dem lateinisch gesprochenen Vaterunser und dem abschließenden Segen endet der Wortverkündigungsteil der Audienz. Es folgt ein weiteres Bad in der Menge, das sich über fast eine weitere Stunde hinzieht. Mit Telemann und in Anlehnung an den franziskanischen Lobgesang der Schöpfung enden wir mit dem Choral „Himmel, Erde, Luft und Meer“. Da ist Papst Franziskus noch immer bei den Menschen unterwegs und von der Prima Fila weit entfernt. Inzwischen haben sich dort die Brautpaare aufgestellt, die, ob evangelisch oder katholisch getraut, binnen Jahresfrist den päpstlichen Segen erhalten können. Und letztlich kommt es doch noch zu der Begegnung mit dem Papst, nicht zur direkten, aber doch zur ganz persönlichen. Auch nach fast drei Stunden Generalaudienz wirkt Papst Franziskus nicht gestresst oder gehetzt. Er wendet sich den Menschen einzeln zu, lässt sich Kinder zum Segnen reichen und segnet auch durchs hingehaltene Telefon. Manches bleibt uns nüchternen Protestanten fremd und doch haben wir gespürt, welche Faszination von Jorge Mario Bergoglio ausgeht und welche vielzitierte Herzlichkeit Bergolio ausstrahlt, der das Oberhaupt der Katholischen Kirche ist.

Offizielles Video der Papstaudienz vom 05.04.2017:


Tag 2

Pantheon wird mit Klang gefüllt
Dienstag, 04. April 2017 | Von Jens Haverland

Kräftiger Sängerklang füllt an diesem Morgen die Lobby des Hotels. Kurzer Hand verwandelt sich der Eingangsbereich in einen Andachtsraum. So gestärkt geht es mit Tageslosung und Auslegung zur Stadterkundung. Eine waschechte Römerin führt uns durch ihre Stadt und führt uns hinein in die „dolce vita“ mit Pizza, Gelatti und Espressi.

Ein Spaziergang durch das Barocke Rom vom Piazza Navona über das alte Olympiastadion geht es nach einer Mittagspause am Trevibrunnen schließlich zur Spanischen Treppe. Wir erleben eine Mischung aus alten archäologischen Funden, mehrere Meter unter dem heutigen Straßennievau, strahlend weiß restaurierte Brunnen- und Treppenanlagen und morbiden Häuserfassaden mit deutlich vom Straßenverkehr gezeichnete Blechkutschen. Die großen Touristenpassagen werden von unserer Stadtführerin Immaculata fachkundig umgangen und dank modernster Technik gelingt es ihr trotz einem ausgeprägten Entdeckergeist einzelner Reiseteilnehmenden die Gruppe zusammen zu halten.

Durch die engen Gassen Roms schlängelt sich der Tross der 51köpfigen Reisegruppe aus Mecklenburg-Vorpommern und landet für alle unerwartet vor dem Pantheon. Eine riesige halbrunde Kuppel überdacht die Rotunde und wurde bereits vor fast 2000 Jahren errichtet. Bei den beachtlichen Leistungen der antiken Baumeister überkommt uns ein wohliger Schauer. Dem Bedürfnis diesen überwältigenden Raum mit Klang zu füllen dürfen wir nachkommen und so erklingen bald einige mehrstimmige Choräle in der seit gut 1400 Jahren als Kirche genutzten Ehrenhalle. Ergriffen verlassen wir den Ort und ziehen weiter durch die historische Stadt.

Eine Generalprobe besonderer Art wartet auf die Nordlichter am Ende der Tour: U-Bahnfahren in Rom. Nicht nur, dass selbst nach drei langen Rolltreppen abwärts immer noch nicht das U-Bahngleis in 28 Meter Tiefe erreicht ist. Auch die Fahrgast- und Haltestellen-Informationen sind lediglich einsprachig auf Italienisch. Doch wenn wir morgen rechtzeitig zur päpstlichen Audienz vor Ort sein wollen und nicht im scheinbar nie versiegenden Verkehr Roms stecken bleiben wollen, dann ist das einzig sichere Verkehrsmittel die U-Bahn. Doch mit der entsprechenden Priese Humor und Gelassenheit nehmen die UHUs auch diese Hürde, so dass alles vorbereitet ist für den großen Auftritt vor 70.000 Besuchern und dem Papst.

Tag 1

UHUs landen in Rom mit schwerem Gepäck
Montag, 03. April 2017 | Von Jens Haverland

Kisten türmen sich vor der Schalterabfertigung des Tegeler Flughafens. Männer stehen fachsimpelnd zusammen und begutachten rollbare, sargähnliche Holzkonstruktionen. Ein Rednerpult wird aufgestellt, so scheint es und das „Hallo“ ist groß. Bläser-Aufkleber werden auf die Holzkisten geklebt – nun muss auch der letzte erkennen können, dass in dem großen Kasten eine Tuba sicher verstaut ist oder eine Holzkiste eine Posaune davor schützen soll, auf der Reise Schaden zu nehmen. Über allem schwebt die ausgelassene Grundstimmung einer Klassenfahrt. Beste Vorzeichen für eine ereignisreiche Woche.

Drei Stunden später werden die großen Instrumente mit noch größerer Begeisterung in Empfang genommen. Keines hat Schaden genommen, auch wenn an den Verpackungen so manche Gebrauchsspur zu entdecken ist.

Mit dem Bus geht es ins Hotel an der Via Gregorio und von dort wenig später zur ersten Erkundung in die trubelige „Ewige Stadt“. Die Bedürfnisse der Gruppenteilnehmer sind ganz unterschiedlich. Doch als es mit dem Bus später zur ersten gemeinsamen Probe durch den Feierabendverkehr geht werden die ersten Eindrücke ausgetauscht. Dazu bleibt genügend Zeit. Gemeinsam mit unzähligen Autos und Motorrollern schiebt sich der Bus des Seniorenbläserkreises durch den Feierabendverkehr Roms. Am Tiber entlang. Vorbei an unzähligen Brunnen und Kirchen, violett blühenden Bäumen und Autos, Autos, Autos. Der Blick auf den gewaltigen Petersdom in der Ferne wird frei und von der Kuppel der Engelsburg scheint der Erzengel Michael die Nordkirchendelegation zu grüßen. Durch die Gärten der Villa Borghese geht es hinauf zur Christuskirche der deutschen Gemeinde.

Die ersten Klänge der UHUs sollen hier erklingen. Zu einer Probe an dem Ort, wo vor 200 Jahren der erste evangelische Gottesdienst in der damaligen Papststadt gefeiert wurde. In einem Festakt hatten am Wochenende deutsche Vertreter aus Kirche und Politik an dieses Ereignis gedacht.

Hier nun erklingt als erstes Stück von den Bläsern aus Mecklenburg-Vorpommern Anton Bruckners „Locus iste“. Die UHUs sind in Rom angekommen. Die Stimmung ist gut und die ersten Eindrücke der von Historie gefüllten Stadt überwältigend.

Mehr Infos:

Ev.-luth. Gemeinde in Rom

Anfänge der deutschen Gemeinde in Rom