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Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit gratuliert zu zehn Jahren „Perlen des Glaubens“

„Perlen, die die Sinne ansprechen, für verkopfte Protestanten“

2.05.2013 | Hamburg (ak). Ein kleines Perlenarmband, ein großer ökumenischer Schatz: Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit würdigte bei einer Podiumsdiskussion Workshop auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag zehn Jahre „Perlen des Glaubens“: „Ich gratuliere dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit (AfÖ) der früheren Nordelbischen Kirche und unserer jetzigen Nordkirche zu dem Mut, die aus Schweden kommende Idee im verkopften Deutschland einzuführen und zu dem großen Erfolg, den diese Idee erlebt hat.“

400 000 von den bunten Armbändern mit den 18 Perlen wurden in den letzten zehn Jahren verkauft. Die Idee dazu hatte der schwedische lutherische Bischof Martin Lönnebo, den die Perlenarmbänder der Fischer in Griechenland dazu inspirierten. Es ging ihm dabei um einen Weg, beim Beten nicht nur mit dem Verstand, sondern auch dem Herzen dabei zu sein. Bei einem Urlaub in Skandinavien lernte die damalige Kieler Pastorin Kerstin Faupel-Drevs die Perlen kennen und überzeugte ihre Nordelbische Kirche davon, die „Perlen des Glaubens“ anzubieten. Das Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Nordkirche vertreibt die Perlen seit gut zehn Jahren und bietet Bücher, Workshops und Gottesdienste dazu an (www.perlen-des-glaubens.de).

„Gewissermaßen über den kleinen Teich der Ostsee sind die Perlen zu uns gekommen. Und als ein Schatz haben Sie sich erwiesen“, so Bischof Dr. Abromeit in seinem Grußwort am Donnerstag (2. Mai) in der Martin-Luther-Kirche in Alsterdorf. In der "Perlen"-Kirche - so die Veranstalter - gibt es auf dem Kirchentag Veranstaltungen, Workshops, Gebetszeiten und Konzerte zu den „Perlen des Glaubens“.
Der Greifswalder Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern verwies dabei auf die „atheisierende“ Region Ostdeutschland. Einen Grund dafür, dass im Osten Deutschlands nur noch so wenige Menschen an Gott glauben, sähen Studien auch im dort vorherrschenden „verkopften“ Protestantismus „und dessen mangelnder Sinnlichkeit“. „Wenn das stimmt, müssen wir uns als Kirche einfallen lassen, wie wir auch das Herz bewegen können“, so der Bischof.

Die „Perlen des Glaubens“ sieht er dabei als erfolgversprechenden Ansatz. Abromeit: „Die Perlen helfen, tiefere Schichten unserer Person, unseres Lebens und unserer Beziehung zu Gott anzusprechen. Genau darin sehe ich auch eine Chance für Menschen, die auf der Suche nach Erfahrungen im Glauben sind. Die Perlen können eine Hilfe für die sein, die sich weit vom Glauben entfernt haben oder noch nie eine Beziehung zu Gott hatten.“ Dabei gibt es für die Perlen keine Konfessionsschranken. Bischof Abromeit: „Die ökumenische Stärke der Perlen des Glaubens liegt auch darin, dass sie sowohl von evangelischen als auch von katholischen Christen benutzt werden.“