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Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern

Bischof Dr. Andreas von Maltzahn

Dr. Andreas von Maltzahn ist mit der Gründung der Nordkirche Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern. Zuvor war er seit dem 8. September 2007 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Zu seiner zentralen Aufgabe gehört gemeinsam mit Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit die geistliche Leitung des Sprengels, zu dem die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern gehören.
 
Er besucht und berät die Kirchenkreise, leitet den Konvent der Pröpstinnen und Pröpste, feiert besondere Gottesdienste und ordiniert neue Pastorinnen und Pastoren im Sprengel. Zudem repräsentiert er die Nordkirche gegenüber Politik und Gesellschaft im Land Mecklenburg-Vorpommern. Als Mitglied der Kirchenleitung und des Bischofsrats wirkt der Bischof an gesamtkirchlichen Fragen und Entscheidungen mit.

Texte und Predigten von Bischof Dr. Andreas von Maltzahn
Biografie
 
Dr. Andreas von Maltzahn wurde am 5.8.1961 als Sohn eines Pastors in Hagenow (Mecklenburg) geboren. Kindheit und Jugend verlebte er in Rostock. Das Abitur legte er 1980 in Rostock ab. Er verweigerte den Wehrdienst und leistete von 1980 bis 1982 Wehrersatzdienst als Bausoldat.
 
Von 1982 bis 1987 studierte er evangelische Theologie in Rostock und Berlin (Humboldt – Universität). 1987 legte er in Berlin das 1. Theologische Examen ab. Es schloss sich ein Forschungsstudium an der Universität Greifswald an. 1991 wurde er mit einer Arbeit zum Thema: „Wahrhaftige Gewaltlosigkeit als religiöser Weg. Eine Untersuchung zum Denken M.K. Gandhis“ promoviert.
 
Von September 1990 bis August 1992 war er Vikar in Kieve (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und Teilnehmer am mecklenburgischen Predigerseminar. 1992 absolvierte er das 2.Theologische Examen.
 
Seine erste Pfarrstelle war Vipperow (Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte) von September 1992 bis November 1998. Seit 1996 war er gleichzeitig Propst der Propstei Röbel. Pastor in Wismar-St.Nikolai wurde er im Dezember 1998. Seit 2006 war er gleichzeitig Propst der Propstei Wismar.
 
Die XIV. Landessynode der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs wählte ihn am 30. März 2007 zum Landesbischof. Seit Gründung der Nordkirche ist Dr. Andreas von Maltzahn Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern (Sitz Schwerin).

Andreas von Maltzahn zum mecklenburgischen Landesbischof gewählt

Vor der Wahl: Andreas von Maltzahn im Interview
Die Vorgänger von Bischof Dr. Andreas von Maltzahn in der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs:

Kontakt

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Münzstraße 8-10
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PSF: 11 10 63
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Meldungen

Bischöfe predigten beim Hansetag in Rostock

"Im Miteinander das Trennende überwinden"

24.06.2018 ǀ Rostock.  Die Frage, wie man „grenzenlos glücklich“ leben könne – in einer Zeit, in der Nationalismus und Abgrenzung zunehmen – stand im Mittelpunkt des Ökumenischen Gottesdienstes, den am Sonntag rund 600 Menschen anlässlich des 38. Internationalen Hansestages in der Rostocker St. Marien-Kirche feierten.

In ihrer gemeinsamen Predigt plädierten der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn und der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße dafür, dass die Länder, die sich auf die Tradition der Hanse besinnen, diese als einen Raum gestalten, in dem gemeinsame Werte und Überzeugungen gesellschaftliches Handeln bestimmen.

Bischof v. Maltzahn skizzierte die aktuelle Zeit, in der die Sorgen um das gemeinsame Haus Europa wachsen und eine neue Runde des Wettrüstens eingeläutet scheint. Vor diesem Hintergrund erinnerte er an die Vision Gottes: Recht soll gelten zwischen Völkern und Nationen und Schwerter werden zu Pflugscharen umgeschmiedet. Der Bischof warnte vor gnadenloser Selbst-Durchsetzung und kritisierte die „erbärmlichen Haltung ‚Unser Land zuerst!‘“.

„Nein, Gott hat uns als Schwestern und Brüder geschaffen – welcher Nation wir auch angehören“, sagte er und rief dazu auf, im Miteinander einzelner Menschen wie im Miteinander von Völkern etwas für alle Beteiligten zu bewegen. Die ehemalige Hanse habe dies einst „zumindest in Ansätzen verwirklicht“. Leidenschaftlich appellierte der Bischof: „Lieben wir unsere jeweilige Heimat – und überwinden wir zugleich die falschen Grenzen nationalistischer Ideologien! Nur in Verbundenheit werden wir die Herausforderungen von Klimawandel, Armut und Extremismus bewältigen.“

Die Wand der Feindschaft niederreißen

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße betonte, unsere Wirklichkeit hier sei vom Frieden und Wohlstand vieler geprägt. Hinter den Grenzen seien aber Unfrieden, Verfolgung und Trauer Realität. Jesus ermutige die Menschen Grenzen zu überwinden und das Trennende, die Wand der Feindschaft, niederzureißen. „Dann können wir dieses grenzenlose Glück in unserem Alltag leben, über alle Grenzen hinweg: Über die Konfessionsgrenzen hinweg. Über Sprachgrenzen hinweg. Über Länder- und Währungsgrenzen hinweg. Über Altersgrenzen hinweg. Über Kulturgrenzen hinweg, ja sogar über Glaubensgrenzen hinweg.“

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst – dessen Programmheft in Deutsch, Englisch und Russisch vorlag – von Chormitgliedern der Rostocker Innenstadtgemeinde und Kantor Karl-Bernhardin Kropf sowie der Bläsergruppe Rostock Brass. Andrea Schmidt (Teterow) dolmetschte live in Gebärdensprache. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein „Get Together“ mit den ökumenischen Gästen im Pfarrgarten von St. Marien.

Zum 38. Internationalen Hansetag in Rostock waren vom 21. bis 24. Juni über 80 Bürgermeister aus den Hansestädten und etwa 2.000 Delegierte aus 120 Städten in 16 Nationen zusammengekommen, die im Städtebund "Die Hanse" im europäischen Ostseeraum vereint sind. Das Treffen fand im Jubiläumsjahr "800 Jahre Rostock und 600 Jahre Universität" unter dem Motto "Einfach handeln" statt. Der 39. Hansetag 2019 soll in der russischen Hansestadt Pskow ausgerichtet werden.
Quelle: Nordkirche/kmv/epd

Erzbischof Heße und Bischof von Maltzahn predigen

Ökumenischer Gottesdienst zum Hansetag in Rostock

19.06.2018 ǀ Rostock.  „Grenzenlos glücklich – live blessed“ heißt das Motto des Ökumenischen Gottesdienstes an diesem Sonntag (24. Juni) anlässlich des 38. Internationalen Hansetages in Rostock. Dazu laden die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg Gäste und Einheimische herzlich um 11 Uhr in die St. Marien-Kirche der Hansestadt ein. Das Treffen von über 80 Bürgermeistern aus den Hansestädten und ca. 1.000 Delegierten aus 16 Nationen, die im Städtebund „Die Hanse“ im europäischen Ostseeraum vereint sind, findet im Jubiläumsjahr „800 Jahre Rostock und 600 Jahre Universität“ unter dem Motto „Einfach handeln“ statt.

Gestaltet wird der mehrsprachige Gottesdienst u.a. von Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn (Schwerin) und dem tansanischen Bischof Chediel Sendoro (Mwanga/Kilimandscharo). Zusammen mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus Rostocker Gemeinden bedenken sie beim Thema „Hansebund“ das friedliche Miteinander in Handel und Wandel ebenso wie die Verantwortung für Gerechtigkeit und gerechte Lebensverhältnisse. So ist die Kollekte nicht von ungefähr für ein sozialdiakonisches Projekt in der russischen Hansestadt Pskow bestimmt, die den nächsten Hansetag ausrichtet. Dort unterhält die Caritas der Diözese St. Petersburg eine Obdachlosenküche mit Essenausgabe und sozialpädagogischer Beratung.

Die Predigt zu den Seligpreisungen (Matthäus-Evangelium 5, 1-12) teilen sich am Sonntag Erzbischof Heße und Bischof v. Maltzahn. Musikalisch gestaltet wird der Ökumenische Gottesdienst – dessen Programmheft in Deutsch, Englisch und Russisch gedruckt wurde – von Chormitgliedern der Rostocker Innenstadtgemeinde und Kantor Karl-Bernhardin Kropf sowie der Bläsergruppe Rostock Brass. Auch Gehörlose sind herzlich eingeladen – der Gottesdienst wird von Andrea Schmidt (Teterow) live in Gebärdensprache gedolmetscht werden. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Innenstadtgemeinde zu einem „Get Together“ mit ökumenischen Gästen sowie Essen und Trinken in den Pfarrgarten von St. Marien ein.
Quelle: Bischofskanzlei Schwerin (cme)

Festgottesdienst in frisch renovierter Kirche Marnitz

Bischof von Maltzahn: "Neues Leben ist in dieses Kirchgebäude eingezogen“

17.06.2018 ǀ Marnitz.  „Ich bin begeistert über all das, was Sie seit meinem letzten Besuch hier in Marnitz geschafft haben!“ Dies sagte der Schweriner Bischof  Dr. Andreas v. Maltzahn in seiner Predigt anlässlich des heutigen Festgottesdienstes in der frisch renovierten Kirche Marnitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim). 

Rückblickend erinnerte der Bischof daran, dass die Kirche vor Jahren „in einem miserablen Bauzustand“ war und dass, nach dem Verkauf des Pfarrhauses entsprechende Räumlichkeiten für die Gemeindearbeit fehlten. „Es schien“, so Andreas v. Maltzahn, „als würde kirchlich alles den Bach heruntergehen“. Aber dies hätten die Gemeindeglieder nicht zulassen wollen. Vielmehr fingen sie an, „von einem Gemeindezentrum in dieser Kirche zu träumen und haben mit Geduld und Beharrlichkeit daran gearbeitet, dass dieser Traum wahr wird“.

Rückblende: Seit 2014 konnte der Sakralbau aus dem 18. Jahrhundert etappenweise restauriert werden. Zuerst wurde die Gebäudehülle und das Dach instandgesetzt, danach der Innenraum. Eine Winterkirche und Toiletten fanden hier einen Platz. Gemeindegruppen, wie Kinder und Jugendliche oder der Gospelchor – der den heutigen Gottesdienst – musikalisch mitgestaltete, finden hier jetzt bessere Möglichkeiten.

„Neues Leben ist in dieses Kirchgebäude eingezogen“, so  das Fazit des Schweriner Bischofs. „Schon jetzt gibt es neben den Gottesdiensten in der Kirche einen Kindertreff, Familienfrühstück, Seniorenkreis, Lesekaffee, Filmklub und Konfirmandenunterricht. Das ist doch eine tolle Erfahrung für alle Beteiligte, dass man im guten Miteinander etwas Zukunftsweisendes auf den Weg bringen kann!“

Kirche und Kommune rücken zusammen

Bei dem Kirchbauprojekt hat ganz Marnitz mitgezogen – „auch um für das Dorf einen neuen Treffpunkt im Sommer und im Winter zu schaffen, besonders Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz und die Freiwillige Feuerwehr“, so Bischof v. Maltzahn. Er dankte zugleich dem Kirchengemeinderat mit Pastor Konrad Kloss und Gärtnermeister Jochen Prieß an der Spitze, den Baubeauftragten des Kirchenkreises Mecklenburg, Elisabeth Gladasch und Rüdiger Liedtke, für das Gelingen des Projektes. So manche Schwierigkeiten seien dafür zu überwinden gewesen.

Sehr herzlich dankte Bischof v. Maltzahn darüber hinaus allen, die sich in den vergangenen Jahren so großartig engagiert haben: „Ob bei Arbeitseinsätzen oder durch Geldspenden oder das Gebet um Gottes Segen – Sie haben Erstaunliches bewirkt und damit auch das Zeichen gesetzt: Wir können etwas bewegen! Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg! Auch wenn die Zeiten nicht einfach sind – mit Beharrlichkeit und langem Atem können wir erhalten und an die nächsten Generationen weitergeben, was uns von unseren Vorfahren hinterlassen wurde. Und wenn vor kurzem nebenan der neue Dorfkonsum eröffnet wurde, dann rücken Kirche und Kommune noch mehr zusammen.“
Quelle: ELKM (cme)
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