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Pommersche Kirchenleitung

Bischof Abromeit steht weiter für das Bischofsamt zur Verfügung

05.12.2011 | Greifswald (rn). Der pommersche Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit hat am Wochenende in einem Schreiben an die Synodalen der pommerschen Landessynode seine Bereitschaft erklärt, auch nach Ablauf seines Berufungszeitraumes, der bis 2013 geht, Verantwortung zu übernehmen. Er stellt sich daher „für eine Überleitung in das Bischofsamt für den Sprengel Mecklenburg-Vorpommern, Teilsprengel Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland zur Verfügung.“

Abromeit bedankte sich für das „deutliche Votum für eine Fortführung des Bischofsamtes,“ das die Landessynde im November auf seine Frage hin mit 33 Ja- und 16 Neinstimmen gegeben hatte.

Der Bischof hält einen „offenen Umgang“ in der Landeskirche für erforderlich. „Meines Erachtens brauchen wir in unserer schwierigen Situation ein gemeinsames Zupacken und abgestimmtes Handeln. Um dahin zu kommen, ist gewiss ein Ringen um die richtige Entscheidung, Diskussion um die angemessene Lösung notwendig. Dabei frage ich mich auch selbst, ob ich Argumente und Positionen, Motive und Sorgen der Synodalen, die mit „Nein“ gestimmt haben, nicht ernst genug genommen habe,“ schrieb Bischof Abromeit den Mitgliedern der Landessynode.

Hintergrund:
Im Zusammenhang mit dem Einführungsgesetz zur Nordkirche ist vorgesehen, daß die Bischöfe in die Nordkirche übergeleitet werden. Da der mecklenburgische Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn eine Amtszeit bis 2018 hat, soll auch der pommersche Bischof eine entsprechend lange Amtszeit erhalten, damit bis 2018 zwei Bischöfe im Sprengel Mecklenburg und Pommern amtieren und in beiden Sprengelbereichen die Fusion mit den bisher handelnden Personen vollendet werden kann. Von 2012 bis 2018 währt die erste Legislaturperiode der Nordkirche. Die Amtszeit von Dr. Abromeit geht bis Ende September 2013. Die Dauer seiner Überleitung ist bis 2018 vorgesehen. Danach soll es nur eine bischöfliche Person im Sprengel Mecklenburg und Pommern geben.