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Ev. Kirchengemeinden Binz und Lancken-Granitz

Pfarramt Binz

Binz
Zirkow
Auf Rügen liegen die Kirchengemeinden Binz und Lancken-Granitz (Landkreis Vorpommern-Rügen) mit den Orten: Binz (Ev Kirche), Jagdschloß Granitz, Prora, Zirkow (St. Johannes), Dalkvitz, Karow, Kiekut, Lubkow, Nistelitz, Pantow, Serams, Silvitz, Streu, Trips, Viervitz sowie Lancken-Granitz (St. Andreas), Altensien, Blieschow, Dummertevitz, Garftitz, Gobbin, Moritzdorf, Neuensien, Neu Reddevitz, Preetz, Seedorf.

Als Binz sich zu einem größeren Badeort entwickelte, erhielt der Ort nach den Plänen des Architekten Reichert eine eigene Kirche. In neugotischem Stil wurde sie in den Jahren 1911 - 1913 auf einem Ausläufer der Granitzberge errichtet. Die Ausstattung der Kirche stammt von verschiedenen Orten. Der Altar mit dem Kruzifix, die Kanzel und der Orgelprospekt wurde von dem Tiroler Bildschnitzer Ferdinand Stufflesser gearbeitet. Die pneumatische Orgel mit 14 Registern lieferte 1913 die Stettiner Orgelbaufirma Grüneberg. Die drei stählernen Glocken aus einer Bochumer Glockengießerei werden heute noch von Hand mit dem Seil geläutet. Zu der Evangelischen Kirche in Binz gehört nicht nur die Ortsgemeinde, sondern im Sommer eine große Urlaubergemeinde.
Gottesdienst wird jeden Sonntag um 9.30 Uhr gefeiert.
Im Sommer finden zweimal wöchentlich Kammer- oder Orgelkonzerte statt.
 
An der Straße, die von Bergen in Richtung Mönchgut führt, liegt Zirkow. Bereits 1313 ist für dieses ehemalige Bauerndorf ein Priester bezeugt. Die heutige Backsteinkirche mit Findlingssockel geht jedoch auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Der zweijochige Chor mit Kreuzrippengewölbe wurde zuerst errichtet. Ein Handwerker Bartholomäus Blome hat seinen Namen und die Jahreszahl 1417 in eine Gewölbekappe geritzt. Aus derselben Zeit stammt der schmale Kirchturm mit dem schindelgedeckten achteckigen Turmhelm. Der Turm trägt eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1469 und eine Stahlglocke von 1929. Eine Besonderheit der Innenausstattung ist der Kanzelaltar aus der 1. Hälfte des 18.Jh. Doppelsäulen flankieren den Kanzelkorb. Zu beiden Seiten herabführende Treppen verbinden den Altar mit den beiden Beichtstühlen, die heute als Sakristei genutzt werden. Das Taufbecken steht im Mittelgang auf dem Weg zum Altar. Darüber schwebt ein für viele pommersche Kirchen typischer Taufengel aus derselben Zeit wie der Kanzelaltar. 1948 wurden die Gewölbemalereien freigelegt. Neben Ornamenten sind groteske Masken zu sehen. Die mechanische Orgel wurde um 1859 von der Stralsunder Orgelbaufirma A. Mehmel gebaut und hat neun Register.