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Bild-Geschichten

Unsere Kirchen sind reich an Bildern aus unterschiedlichen Epochen. Vieles ist mit einem schnellen Blick nicht zu erfassen, es gibt viele Details zu entdecken, die Fotografie ist dabei ein gutes Hilfsmittel. Fragen tun sich auf - was ist dargestellt, wer waren die Stifter, wer waren die Künstler... Und nicht zuletzt: wie geht man heute mit diesen Bildern um, wie werden sie lebendig? Um Menschen für den Erhalt der Bilder zu motivieren und um die Bilder für die Öffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden nutzbar zu machen, braucht es Geschichten... Der Kunsthistoriker Detlef Witt erzählt in dieser Reihe Geschichten von Kunstwerken in unseren Kirchen.

 


Die barocken Prunksarkophage im Greifswalder Dom

Im Chorumgang des Greifswalder Domes St. Nikolai ist gegenwärtig der mit Figuren geschmückte Deckel eines barocken Prunksarkophages ausgestellt. Es handelt sich um einen von acht Zinnsarkophagen, die seit Januar 1989 in einem katastrophalen Zustand in der für Besucher nicht zugänglichen Scheffel-Lembckeschen Kapelle im südlichen Chorumgang lagern. Sarkophage




Zur Anbringung der Malflügel neben dem Hochaltarretabel von St. Georgen in Wismar

Das um 1430 entstandene Hochaltarretabel der Wismarer St. Georgenkirche ist mit zehn Metern Breite bei geöffneten Flügeln das größte seiner Art im gesamten Ostseeraum. Im geöffneten Schrein thronen in der Mitte die Figuren von Christus und Maria umgeben von den Aposteln, Kirchenvätern und Heiligen in zwei Registern. Seit September 2008 kann man das prächtige Retabel nach langjähriger Restaurierung an seinem vorläufigen, leider sehr beengten Standort in der Südkapelle der St. Nikolaikirche in neuer Präsentation bewundern. St. Georgen


Altarbild für Klatzow: Düstere Landschaft als Spiegel einer düsteren Zeit

Hans Grundig malte 1934 eine Kreuzigung für die Dorfkirche in Klatzow bei Altentreptow mit der Widmung: „HERRN PASTOR SIEG IN VEREHRUNG GEWIDMET / CLATZOW 6. AP. 34. HANS GRUNDIG“. In der neuen Bildgeschichte schreibt der Kunsthistüberiker Detlef Witt über ein Bild, das zwar heute im Schweriner Museum hängt, aber für die Kirche in Klatzow bestimmt war. Klatzow




Ist aber der Schönste unter den Menschenkindern - Die Triumphkreuzgruppe der Johanneskirche in Schaprode auf Rügen

Die St. Johanneskirche in Schaprode gehört zu den ältesten Kirchenbauten auf der Insel Rügen. Vermutlich waren es dänische Bauleute, die Erfahrungen beim Bau der großen neuen Kirchen auf Seeland gesammelt hatten, die auf der erst 1168 dem Christentum erschlossenen Insel im Einflussbereich des dänischen Großreiches Kirchen errichteten. Schaprode


Der Schatz von Jarmen: Die Glasmalereien aus Quedlinburg

Vor gut 150 Jahren, am 18. Oktober 1856, besuchte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. Jarmen. Der König war Initiator zahlreicher Kirchenneubauten und -renovierungen, auch in der pommerschen Provinz. Für den Neubau in Jarmen gab Seine Majestät 2000 Taler. Jarmen




Das Geheimnis der Zigeunermadonna

Eine Murillo-Kopie in der Dorfkirche von Brandshagen

In Brandshagen wurde erzählt, dass das Bild, welches an der Ostwand des südlichen Seitenschiffs hängt, aus dem Gutshaus in Schönhof stammt. 1945 soll es in die Kirche gebracht worden sein, um es vor „den Russen“ zu retten. Die Geschichte klingt erst einmal plausibel, jedoch wird das Bild schon in einem 1931 vom seinerzeitigen Pastor aufgestellten Inventar in der Kirche erwähnt. Dargestellt ist Maria mit dem Kind, sitzend vor einem Mauerstück mit einer Blätterranke. Brandshagen

 


„Heimat für Heimatlose“ - Max Uecker (1887-1978) schnitzte nach dem Krieg Ausstattungsstücke für die Dorfkirche von Elmenhorst bei Grimmen

Der Bildschnitzer Max Uecker würde am 11. Mai 2006 genau 119 Jahre alt werden. Geboren wurde der „Holzwurm“, wie man ihn später scherzhaft nannte, als 12. Kind einer Bauernfamilie 1887 in Anklam. Uecker

 




Friedrich Christian Stütze - Der Maler der Altarbilder in Reinkenhagen und in Heilgeist Stralsund

Bisher weiß kein Künstlerlexikon etwas über den Stralsunder Maler Friedrich Christian Stütze. Er fehlt im Künstlerverzeichnis des „Dehio“, und auch bei Wikipedia wird man vergeblich diesen Namen suchen. Mehr Glück hat man mit dem Internet-Recherchesystem „Ariadne“, das sich wie ein roter Faden durch das Labyrinth der Archive in Mecklenburg-Vorpommern schlängelt. Stütze

 


Die Wappen der Heiligen Drei Könige in Altefähr

In der St. Nikolaikirche von Altefähr auf Rügen sind Wandmalereien mit Wappen zu sehen. Sind es drei Adelswappen aus der Region, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte? Nein, es sind die Wappen der Heiligen Drei Könige. Sie stehen für die Erdteile Europa, Asien und Afrika! Altefähr

 




Ein tapferer Ritter

Zu den Wandmalereien in Neuburg bei Wismar

„Alte“ Wandmalereien kamen erst zum Vorschein, als man gegen 1980 die Emporen, die schon im 19. Jahrhundert als störend empfundenen „Logen und Gallerien“, in der Kirche abriß. Und was für eine Ausmalung! Neuburg

 


Sie ist die Schönste hier. Die Stralsunder Jungemadonna

Der Bericht von Johannes Voss über die Geschichte des Stralsunder Jungealtars liest sich wie ein Krimi – oder wie ein Reisebericht. Aber wo kommt sie her, die Stralsunder Jungemadonna? So schön ist sie, dass die Stralsunder gar nicht zu glauben wagen, das Bildwerk wäre in ihrer Stadt geschaffen worden. Madonna

 




Ein Leuchten geht vom Kind aus. Das Altarbild in der Dorfkirche von Alt Schloen

In dieser BildGeschichte geht es um das besondere Leuchten in der Krippe in drei Bildern in den Kirchen Alt Schloen, St. Marien in Greifswald und um das Pantlitzer Altarbild. Alt Schloen

 


Was Bilder nebenbei erzählen - Malereien des Wusterhusener Altars

1271 ist in Wusterhusen eine Altarweihe durch den Camminer Bischof bezeugt. Die eigentliche Sensation aber wird erst nach dem Aufklappen der Altarflügel sichtbar! Auf den Rückseiten der Kastenflügel und auf einem daran befestigten zweiten Flügelpaar sind Szenen aus der Annenlegende und dem Marienleben sehr gut erhalten. Wusterhusen




Die Wandmalereien der Kirche zu Below

Nordwestlich von Goldberg in Mecklenburg liegt das Dörfchen Below mit seiner Feldsteinkirche aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Im Innern sind mittelalterliche Malereien. Und doch sind es keine mittelalterlichen Malereien. Was ist original, und was hat der Restaurator seinerzeit hinzugefügt? Was hat er vielleicht falsch interpretiert? Below


Die Glewitzer Madonna

Es wäre ein eigenes Kapitel, hier die Kriegsverluste an Kirchenausstattungen in Mecklenburg Vorpommern vorzustellen. Nicht zuletzt, weil wir noch immer hoffen, dass verschollene Stücke eines Tages wieder auftauchen. Die Glewitzer Madonna gehört sicher zu den schönsten und interessantesten unter den bis heute verschollenen Stücken aus Mecklenburg Vorpommern. Madonna

 




Das Epitaph für David Mevius in der Wismarer Nikolaikirche

Neun Tage läuteten die Glocken nach dem Tod von David Mevius, Vizepräsident am Wismarer Tribunal. Wir wissen nicht, wer das prächtige Epitaph für den am 14. August 1670 auf einer Reise in Greifswald verstorbenen Rechtsgelehrten schuf. Ursprünglich hing es in der Wismarer Marienkirche, wo sich auch die Grabkapelle der Familie befand. Heute hängt es in St. Nikolai und wartet auf eine fachgerechte Restaurierung. Mevius


Der Altaraufsatz der St. Marienkirche in Loitz

Kunstwerke in Kirchen unterliegen der Veränderung. Die Ausstattung ist oft über Jahrhunderte „gewachsen“, hat in Kriegszeiten gelitten, wurde wiederhergestellt und unterlag Renovierungen im jeweiligen Zeitgeschmack. Mitunter sind an einem Werk heute mehrere Zeitschichten erfahrbar – so auch am 1999 restaurierten Loitzer Altar. Loitz



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