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"Reformation im östlichen Europa. Pommern und Ostbrandenburg"

Bibelzentrum Barth zeigt Schau zur Reformation in Pommern

12.10.2017 ǀ Barth.  Das Bibelzentrum in Barth zeigt ab Sonnabend (14. Oktober) die deutsch- und polnischsprachige Wanderausstellung "Reformation im östlichen Europa. Pommern und Ostbrandenburg". Die Präsentation des Deutschen Kulturforums östliches Europa (Potsdam) informiert auf acht bebilderten Bannern bis zum 13. November über die geschichtliche Entwicklung in diesen Regionen.

Die Reformation erreichte die größeren Städte Pommerns bereits in den 1520er Jahren. Die Herzöge verkündeten ihren Reformationswillen auf dem Landtag von Treptow 1534. Bis 1539 setzten evangelische Theologen und herzogliche Beamte in ganz Pommern die neue christliche Lehre durch. In der Neumark förderte ab 1535 Markgraf Johann von Küstrin die Ausbreitung des lutherischen Glaubens. Eine Gegenreformation gab es nur in der Gegend um Bütow und Lauenburg im 17. Jahrhundert.

Heute lebt in den polnischen Woiwodschaften Westpommern und Pommern (Hinterpommern) sowie in der Woiwodschaft Lebus (Ostbrandenburg/Neumark) aufgrund der Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach 1945 nur noch eine kleine evangelische Minderheit. In Vorpommern, das 1945 Teil der sowjetischen Besatzungszone wurde, entstand die Pommersche Evangelische Kirche mit Bischofssitz in Greifswald. 1968 wurde der Begriff "Pommersche" unter politischem Druck getilgt, nach der Wende wieder eingeführt. 2012 wurde sie Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.
Quelle: epd