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Das Bibelmobil

Das Bibelmobil

 

Im Sommer 2009 ersetzt ein moderner Neoplan Skyliner Reisebus den Berliner Doppeldeckerbus, der erstmalig 1992 zu einem mobilen Informations- und Bildungszentrum umgebaut wurde. Im Fahrzeug befinden sich zwei Aufenthaltsräume, die dem Arbeiten in Kleingruppen und mit Medien gewidmet sind, ein Buchshop und eine kleine Bibelausstellung. Durch ein neues Ausstellungskonzept wurde der Erlebniswert des Aufenthaltes im BIBELMOBIL® gesteigert.

 

Durch die verstärkte Nutzung von Multimedia kann zukünftig ein breiteres Themenspektrum zeitgemäßer und anschaulicher präsentiert werden. Die räumlichen Bedingungen im neuen Fahrzeug erlauben dann auch Lernphasen in kleinen Gruppen.

 

Das Projekt versteht sich als kirchlicher Beitrag zur Wertediskussion und möchte Kerninhalte der biblischen Botschaft im kulturellen Gedächtnis unserer Gesellschaft wach halten. Die Kenntnis der großen biblischen Erzählungen sind eine wichtige Voraussetzung zum Verstehen unserer Kultur, wie sie sich z. B. in Architektur, Literatur und Malerei ausdrückt.

 

Die biblische Botschaft hat die europäische Geschichte wesentlich geprägt und bildet bis heute den Kern unserer Werte, auch wenn das im Alltag scheinbar nicht mehr deutlich wird. Das BIBELMOBIL® möchte seinen Gästen dafür den Blick schärfen.

 

Das BIBELMOBIL® ist eine Einrichtung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. An der Finanzierung sind auch

- die Deutsche Bibelgesellschaft - die Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

- die Ev.-luth. Landeskirche Sachsens

- und die Ev. Kirche in Deutschland

sowie ein Netzwerk privater Förderer beteiligt. Für klar definierte Projekte im Bereich der kulturellen Bildung werden Drittmittel, z. B. von Stiftungen, eingeworben.

 

Die Aufgaben liegen im Bereich der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit:

- Schulen vorrangig aus dem Bereich der genannten evangelischen Landeskirchen können das BIBELMOBIL® als „fahrendes Klassenzimmer“ anfordern;

- Das BIBELMOBIL® repräsentiert die Organisationen im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit bei Märkten und Messen, lokalen und regionalen Events, Kongressen und bundesweiten Großveranstaltungen;

- Kirchengemeinden nutzen das BIBELMOBIL® für ihre Öffentlichkeitsarbeit oder gemeindeinterne Veranstaltungen.

 

Projekte in Schulen bilden den Schwerpunkt. Die drei Mitarbeiter können auf eine gewachsene Vertrauensbasis und auf mehr als 16 Jahre Erfahrung zurückgreifen. Rund 8.500 Klassen aller Jahrgänge und Schularten haben davon profitiert.

 

Zielgruppen / Rahmenbedingungen für Einsätze

Aufgrund seiner Mobilität erreicht das BIBELMOBIL® auch sehr ländliche Regionen, die im Hinblick auf kulturelle Ereignisse benachteiligt sind. Das BIBELMOBIL® überschreitet dadurch Milieugrenzen und hat mehr als andere kirchliche Projekte mit Menschen zu tun, die www.bibelmobil.de dem christlichen Glauben fern bzw. ablehnend gegenüber stehen. Häufig können wir kein oder nur ein sehr rudimentäres Wissen über die Bibel und das Christentum voraussetzen.

 

Unser Auftrag schließt auch Einsätze in sozialen Brennpunkten mit ein. Einzelbesucher können sich die Ausstellung im BIBELMOBIL® selbst erschließen. Sie ist so konzipiert, dass sie Menschen ohne Vorkenntnisse in verständlicher Form Zugänge zur biblischen Botschaft und zu den Wurzeln unserer Kultur eröffnet. Die Mitarbeiter bieten Gespräche

an und versuchen auf diese Weise Vorurteile abzubauen.

 

Für Schulen bietet das BIBELMOBIL® ein- oder mehrstündige Projekte an. In Absprache mit der Schulleitung und den Fachlehrern werden Module in den Fächern Deutsch, Geschichte, Kunst, Sozialkunde, Religion und Ethik eingesetzt. Das BIBELMOBIL® kann fächerübergreifend arbeiten.

 

Das ´exotische` Erscheinungsbild des Busses ruft bei den Schülern und Schülerinnen Neugier hervor. Viele haben im BIBELMOBIL® zum ersten Mal mit der Bibel zu tun. Häufig gelingt es Vorurteile gegenüber Kirchen, der Bibel und dem christlichen Glauben abzubauen.

 

Grundhaltung und pädagogischer Ansatz

Gegenseitige Lernerfahrungen sind dort möglich, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung sich mit Aufgeschlossenheit begegnen und bereit sind, sich auf Gespräche auf Augenhöhe einzulassen. Deshalb kommen die Kirchen im BIBELMOBIL® nicht als Institutionen, die sich auf ein historisch gewachsenes Recht stützen, sondern in Gestalt von Menschen, die als Christen zum ungezwungenen und fairen Dialog bereit sind. Die Mitarbeiter nehmen andere Lebensentwürfe ernst und werben ihrerseits um Vertrauen.

 

Die Ausdifferenzierung unserer Gesellschaft mit ihrer Vielzahl z.T. konkurrierender Lebensentwürfe wird fortschreiten. Daher sehen wir in der Fähigkeit sich orientieren zu können eine Schlüsselkompetenz für kommende Generationen. Dafür ist die Kenntnis von Wurzeln wichtig.

 

Der Bildungsauftrag im BIBELMOBIL® ist umfasst die ganze Person. Menschen sollen Möglichkeiten dazu entwickeln, Subjekt der eigenen Lebensgeschichte zu werden.

 

Lehrkräfte können zwischen 16 Projektthemen – je nach Schulform, Altersstufe und Fach - auswählen. Einstündige Unterrichtseinheiten vermitteln in elementarer Form Basiswissen und stellen Bezüge zum Alltag her. Mehrstündige Unterrichtsprojekte lassen kreativere Arbeitsformen zu und bieten existentiellere Zugänge. So erwerben

Heranwachsende ein Verständnis z.B. für Werte wie Gemeinschaftssinn, Verantwortungsbewusstsein und Achtung vor dem Nächsten. Sie schärfen ihr Urteilsvermögen und erweitern ihre Handlungsspielräume.

 

In der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen spielt die Schule eine zentrale Rolle. Die fortschreitende Öffnung der Schule für kompetente Partner von außen hat auch beim BIBELMOBIL® zu einer wachsenden Nachfrage geführt. In diesem Zuspruch sehen wir einen Ausdruck für die Qualität unserer Arbeit, aber auch eine Folge des allgemein

in der Gesellschaft gestiegenen Interesses an ethischen und religiösen Fragen.

 

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs gehört zu den Kirchen, die einen finanziellen Beitrag zum Bibelmobil zusteuern.

 

Siehe auch: www.bibelmobil.de


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