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Bethlehemkirche in Spandowerhagen wird 50 Jahre alt

Bescheidenes Gotteshaus erinnert an die Weihnachtsgeschichte

08.12.2016 ǀ Spandowerhagen.  Am Dritten Advent (11. Dezember) feiert die Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen mit einem Festgottesdienst um 14.30 Uhr das 50. Jubiläum der Bethlehemkirche in Spandowerhagen, deren Name auf die Geburt Jesu Bezug nimmt. In den vergangenen Wochen wurde die kleine Kirche teilsaniert, nun kann sie mit Leben gefüllt werden.

Mit prüfendem Blick mustert Katrin Krüger die neue Holzwand und nickt zufrieden. Die Pastorin der Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen besucht die Baustelle in einem der Nebenräume der Bethlehemkirche in Spandowerhagen. In den vergangenen Wochen hat sich in der kleinen Kirche viel getan. Am augenscheinlichsten sind der neue Putz und ein frischer weißer Anstrich, die das Äußere der Kirche wieder erstrahlen lassen. Im Inneren hängt noch feiner Staub von zersägten Holzplatten in der Luft. „Die Hintertür machen wir noch schmaler“, sagt Heiko Wentzel während der Besichtigung. Zusammen mit Mitarbeiter Benno Heß arbeitet der Haustechniker der Kirchengemeinde am Innenausbau der Bethlehemkirche. „Und die neuen Innentüren müssen noch nachjustiert werden.“ Außerdem fehlen noch die Zierleisten an der Decke und ein Anstrich. Der kleine Raum im hinteren Bereich der Kirche war bislang nur Durchgang. Nach seiner Verschönerung soll er künftig in die Gemeindearbeit miteinbezogen werden.

Langgehegte Wünsche wurden erfüllt

Weitere Abschnitte des Umbaus betrafen die neue Teeküche und das moderne WC, beides langgehegte Wünsche der Kirchengemeinde, die nun rechtzeitig vor dem Dritten Advent, zum 50. Jubiläum des kleinen Kirchleins, erfüllt werden konnten. Dann werden auch die letzten Arbeiten, die derzeit noch im Gange sind, abgeschlossen sein. Dazu zählt auch die Fixierung des Handlaufs am Haupteingang, der älteren Gottesdienstbesuchenden das Überwinden der Stufen erleichtert. Lediglich der Anstrich für die hölzerne Außenverkleidung unterhalb des Dachfirsts bleibt eine Aufgabe für das kommende Jahr. Die Kosten für den Einbau der Teeküche und der Toilette sowie für die Sanierung der Fassade in Höhe von rund 17.000 Euro bezahlt die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln. Der Festgottesdienst zum Kirchenjubiläum mit Bläsermusik am Dritten Advent beginnt um 14.30 Uhr. Mitgestaltet wird der Gottesdienst von Gerd Panknin, Propst der Propstei Demmin, zu der die Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen gehört. Im Anschluss wird bei Kaffee und Kuchen gefeiert.

Umbau schafft neue Möglichkeiten

„Die Bethlehemkirche ist ein spannender Ort für die Gemeindearbeit“, meint Katrin Krüger. Im Sommer finden dort Gemeindefeste statt und Christenlehrekinder zelten auf dem großen Grundstück. Damit das Kirchlein nach seiner baulichen Aufwertung nun mit noch mehr Leben gefüllt wird, hat sich die Gemeinde eine besondere Glückwunschkarten-Aktion für die Jubiläumsfeier überlegt. Alle Gottesdienstbesuchenden, Gemeindeglieder und Dorfbewohner sind eingeladen, ihre Ideen für die Nutzung der Bethlehemkirche auf Glückwunschkarten zu notieren. „Gemeinsam wollen wir herausfinden, was fehlt und was es für Wünsche gibt“, beschreibt Katrin Krüger die Idee. „Wir freuen uns auf eine Wiederentdeckung der Bethlehemkirche durch die Menschen vor Ort. Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Voraussetzungen für deren Umsetzung mit dem Umbau geschaffen“, freut sich die Pastorin auf die Zukunft des Gotteshauses.

Kirche entstand aus schlichter Scheune

Die Geschichte der Bethlehemkirche begann im Jahr 1958. Aus diesem Jahr stammt der Kirchengemeinderatsbeschluss, in dem die Entscheidung getroffen wurde, ein Scheunengrundstück in Spandowerhagen zu kaufen und die darauf befindliche Scheune zur Kirche umzugestalten. Am 26. November 1966 wurde die Kirche eingeweiht. Im Jahr 1988 bekam sie eine eigene Glocke. Den Namen Bethlehemkirche erhielt das kleine Gotteshaus im Jahr 1991 nach einer Sanierung, bei der das ganze Dorf und viele Gemeindeglieder mithalfen, so Katrin Krüger. „Der Kirchenname bezieht sich auf das schlichte Erscheinungsbild der ehemaligen Scheune, die an den bescheidenen Stall von Bethlehem erinnert, in dem Jesus in der Weihnachtsgeschichte zur Welt kommt“, sagt die Pastorin.
Quelle: PEK (sk)