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Bericht aus der pommerschen Kirchenleitung

Neue Pressesprecherin für die pommersche Kirche berufen

10.12.2011 | Greifswald (rn). Die Kirchenleitung der Pommerschen Evangelischen Kirche kam am Freitag (9.12.2011) zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr im „Friedrich-Wilhelm-Krummacher Haus - Haus der Stille“ in Weitenhagen zusammen. Sie befaßte sich u.a. ausführlich mit der Vorbereitung der 3. Verfassunggebenden Synode, die Anfang Januar 2012 in Rostock Warnemünde stattfinden soll. Weiterhin wurde eine Reihe von Entscheidungen getroffen:

Annette Klinkhardt wird neue pommersche Pressesprecherin
Annette Klinkhardt (41) aus Augsburg wird neue Pressesprecherin der Pommerschen Evangelischen Kirche und tritt damit die Nachfolge von Pfr. i.R. Rainer Neumann an, der die Aufgabe zur Zeit noch kommissarisch wahrnimmt. Seine Nachfolgerin tritt ihr Amt am 1. März 2012 an.
Klinkhardt wurde in Northeim bei Göttingen geboren, studierte in Neuendettelsau Evan-gelische Theologie und machte ihr Volontariat bei verschiedenen evangelischen Medien in Süddeutschland. Danach arbeitete sie in verschiedenen Bereichen mehrere Jahre für den Bayerischen Rundfunk. Für ihr Feature „Ich wollte Dir noch so viel sagen: Wenn Menschen im Krankenhaus sterben“ erhielt sie 2005 den „Andere-Zeiten-Journalistenpreis“. Zu ihrem Tätigkeitsprofil gehört seit 2004 die Presse- und Öffentlich-keitsarbeit für verschiedene Träger; zur Zeit für den Münchner Verein "Power Child e.V." zur Prävention von sexuellem Missbrauch.


2% Appell für Entwicklungsarbeit soll weitergeführt werden
Die Kirchenleitung hat die Gemeinden gebeten, den „2% Appell“ als freiwillige Leistung auch nach der Fusion zur Nordkirche im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis weiterzuführen. Mit dem 2%-Appell ist eine Haushaltsentscheidung der Kirchengemeinden gemeint, damit ein bestimmter Satz aus den Kirchensteuereinnahmen von vornhe-rein für ökumenische Projekte in den Partnerkirchen bestimmt werden soll.
Wenn die Kirchengemeinden diese Bitte aufgreifen, bedeutet dies eine gesamtkirchliche Ausweitung der Mittel für die entwicklungspolitische Arbeit, denn in der künftigen Nordkirche ist ein Vorwegabzug von 3% von den Kirchensteuern für die ökumenische Arbeit vorgesehen. Um aber die konkrete Unterstützung besonders in Südafrika und Tansania weiterführen zu können, hat die Kirchenleitung diese Bitte an die Gemeinden gerichtet.
1983/84 hat der Ökumenische Rat der Kirchen diesen Aufruf an seine Mitgliedskirchen gerichtet. 1987 hat sich die Pommersche Evangelische Kirche diesem Appell angeschlossen. Seit mehreren Jahren steigt das Ergebnis des 2% Appells. 2010 kamen 63.000 € zusammen, die u.a. für die Aidshilfe, Stipendien, Kindergärten, Schulen, Kra-kenstationen, Pfarrwitwen, eine Predigerschule und Gehaltszuschüsse verwendet wur-den.

Mindereinnahmen beim Nordkirchenbeginn werden ausgeglichen
Im Zuge des Beginns der Nordkirche, der um die Mitte eines Haushaltsjahres erfolgt, haben einige Kirchengemeinden negative Finanzeffekte zu verzeichnen. So müssen etwa Versicherungsprämien zu Jahresbeginn für das ganze Jahr gezahlt werden. Diese sind aber ab 2013 Angelegenheit der Gesamtkirche. Daher beschloss die Kirchenleitung, eventuelle Mindereinnahmen aus einer zweckbestimmten Rücklage auszuglei-chen. Ebenfalls soll ein zusätzlicher Betrag von 2 € pro Gemeindeglied für 2012 aus dieser Rücklage gezahlt werden.

Partnerschaftsgruppe mit schwedischer Kirche eingerichtet
Die pommerschen Mitglieder einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit der Diözese Växjö der schwedischen evangelisch-lutherischen Kirche wurden benannt: Pfarrerin Tabea Bartels, Sybille Dally, LKMD Prof. Frank Dittmer, Pfarrer Christoph Lehnert, KP Peter von Loeper, Superintendentin Helga Ruch und der Landespfarrer für Ökumene und Weltmission Matthias Tuve. Aufgabe der gemeinsamen Arbeitsgruppe ist die Koordinie-rung der schon seit vielen Jahren bestehenden Partnerschaft.

Wahlleiterin für die erste pommersche Kreissynode berufen
KR Katrin Anton, Juristin im Konsistorium, wurde zur Vorbereitung und Durchführung der Wahl der ersten Kirchenkreissynode für den Pommerschen Evangelischen Kirchen-kreis als Wahlleiterin berufen.
Die Synode, die Anfang 2012 gewählt werden soll, wird insgesamt 66 gewählte und be-rufene Mitglieder erhalten und eine Amtszeit von sechs Jahren haben. Es werden 36 Gemeinde-Synodale, 12 Pfarr-Synodale, sechs Mitarbeiter-Synodale und sechs Werke-Synodale gewählt. Die Kirchenleitung der Pommerschen Evangelischen Kirche beruft sechs zusätzliche Mitglieder. Es soll in drei Wahlbezirken – den künftigen Propsteien – nach dem Stimmwertprinzip gewählt werden. Für die Werke-Synodale gibt es einen landeskirchlichen Wahlbezirk.
Die konstituierende Sitzung der ersten Kreissynode soll vom 15. bis 17. Juni 2012 stattfinden.