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Bellin-Brief Nr. 9 vom 22. November 2005

 

Liebe Freunde des „Haus der Stille Bellin“

 

Voller Freude kann ich Ihnen mitteilen, dass wir Grund zur Hoffnung haben, dass das „Haus der Stille“ noch in diesem Jahr wieder wie ein Haus aussehen wird.

Zur Zeit werden die Dachsparren vor Ort vorbereitet und die Giebelwände im Deckenbereich gemauert. Eine neue Rüstung ist um das ganze Haus aufgestellt. In absehbarer Zeit wird ein Kran bestellt, um das Dach zu richten.

Durch das Wetter – dem anrückenden Winter entsprechend – gibt es natürlich immer wieder Unsicherheit. Der erste Schnee lag schon auf der fertiggestellten Decke. Jeder Regentropfen und jede Schneeflocke ist mir jedoch im Moment zu viel. Denn die Wände werden mehr und mehr durchnäßt. Wir brauchen das Dach dringend zum Schutz dessen, was wir bisher geschafft haben.

Da man nun durch die Räume laufen kann, entsteht auch schon ein erster Eindruck von der zukünftigen Gestalt des Hauses. Eingangsbereich, Büro und Archiv, Seelsorgezimmer für Einzelgespräche, zwei verschieden große Gruppenräume, Kommunikationsbereich, Küche und Sanitärräume. Wenn ich da bin, bete ich für die Menschen, die einmal hierher kommen. Möge Gott diesen Ort gebrauchen, um Menschen im Herzen zu berühren. Ich bete aber auch für die, die jetzt täglich hier am Werk sind. Neben den drei Jugendlichen, die erfreulicherweise ihre Prüfungen geschafft haben, sind nun auch noch neu in die Ausbildung Gekommene und einige vom Arbeitsamt vermittelte Handwerker da. Der Bauleiter ist dadurch enorm gefordert. Z.B.: Holz kann man ja immer nur einmal zuschneiden, dann muß es stimmen. Was abgeschnitten ist, ist weg.

(Beim Nachdenken über unseren weiteren Weg als Weggemeinschaft bin ich froh, dass ich darauf vertrauen darf, dass auch Fehlschn(r)itte nicht das Aus sein müssen, sondern sich als wichtige Lernerfahrungen – wohl auf einem Umweg – herausstellen können.)

 

Wenn Sie sich mit auf den Weg machen wollen, sind Sie herzlich dazu eingeladen. Das Herzensgebet und die Tagzeitengebete sind Geländer für einen Lebensweg.

 

Wenn Sie das „Haus der Stille in Bellin“ in Mecklenburg unterstützen wollen, dann können Sie das mit Ihrer Fürbitte und auch durch finanzielle Mittel. Mit dem Dachaufbau werden wir unsere derzeitigen Reserven aufgebraucht haben. Elektroinstallation, Wasser, Heizung bedürfen im nächsten Schritt der Finanzierung. Auch die Baunebenkosten werden zu einer Herausforderung und sind doch die Voraussetzung, dass die Leute vom Berufsbildungsverein überhaupt nach Bellin kommen können. Jede Spende hilft uns also weiter. Vielleicht ist die Advents- und Weihnachtszeit eine Anregung für eine alternative Geschenkidee.

Voller Freude konnte ich auf dem Kontoauszug sehen, dass gerade jemand für uns eine Spendensammlung im Zusammenhang des eigenen 70. Geburtstages angeregt hat. Ein Hochzeitspaar hat den Anlass der Trauung zu einer Sammlung für uns genutzt. Eine Familie hat entschieden, einen Teil der Steuerrückzahlung dem „Haus der Stille Bellin“ gutzuschreiben.

Ich bin dankbar für all diese Zeichen der Verbundenheit. Diese Kreativität ist für mich auch immer ein „Augenzwinkern Gottes“ – er ist mit auf dem Weg, er ist der Weg. Er will Sie und uns miteinander im Herzen berühren. Vielleicht haben Sie ja auch eine Idee, wie das „Haus der Stille Bellin“ weiterhin unterstützt werden kann.

 

Im kommenden Jahr werden wir auf jeden Fall die Benefizkonzerte fortsetzen.

Daneben werden wir nun vor Ort anfangen erste Ora et labora – Einsätze zu planen. Wann und wie genau wird noch zu entscheiden sein.

 

Ich bin gespannt auf die kommende Zeit und grüße Sie ganz herzlich.

Shalom

 

Ihr

Christian Höser

(Vorsitzender des Vereins „Haus der Stille Bellin“)

 


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