Bekenntnisse der evangelischen Kirche
Die Bekenntnisschriften sind wichtige und verbindende Texte für die Kirche. Es gibt alte Bekenntnisse aus der Frühzeit des Christentums und neuzeitliche Texte.
Zwei grundlegende Dokumente der Christenheit fassen die zentrale biblische Verkündigung in einigen Kernsätzen zusammen: das
Apostolische Glaubensbekenntnis, das aus der altkirchlichen Taufpraxis hervorgegangen ist, und das
Nizänische Glaubensbekenntnis, das im Geist der Ökumenischen Konzile von Nizäa im Jahr 325 und Konstantinopel im Jahr 381 den Dreieinigen Gott und die Erlösungstat Christi näher umschreibt.
Zur Lösung der drängenden Religionsfragen und öffentlichen Anerkennung der lutherischen Reformation verfasste Philipp Melanchthon das
Augsburger Bekenntnis, das am 25. Juni 1530 in Augsburg vor dem regierenden Kaiser Karl V. und dem versammelten Reichstag lateinisch und deutsch verlesen und von einer Gruppe evangelischer Fürsten und Reichsstädte unterzeichnet wurde. Für viele Landeskirchen ist es zur Bekenntnisgrundlage geworden.
Als Glaubenszeugnisse aus dem 20. Jahrhundert haben die
Theologische Erklärung von Barmen und die
Stuttgarter Schulderklärung bleibende Bedeutung erlangt.