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Luther-Auferstehungsgemeinde baut mit Unterstützung der Stadt

Begegnungszentrum für alle

Von Anja Goritzka

Die Lutherkirche in der Tribseer Vorstadt von Stralsund wird umfassend saniert. Ein neues Begegnungszentrum für alle Anwohner soll bis August 2019 entstehen.
22.04.2018 ǀ Stralsund.  Die Lutherkirche im Stralsunder Viertel Tribseer Vorstadt wird für mehr als eine Million Euro saniert und erweitert: In Zusammenarbeit mit der Stadt schafft die Gemeinde einen Anbau, der zum Begegnungszentrum für das ganze Viertel werden soll. EU-Fördermittel machen es möglich.

Aus der Lutherkirche ausziehen, hieß es kurz nach Ostern für die dort ansässige Gemeinde der Stralsunder Luther- Auferstehungskirche. Der Grund: Das Gebäude von 1937, das im Stadtteil Tribseer Vorstadt liegt, soll umfassend saniert und bis August 2019 erweitert werden. Ein Begegnungszentrum für den Stadtteil wollen die Gemeinde und die Stadt gemeinsam hier anbauen – mit großem Foyer, multifunktionalem Begegnungsraum, Büros, modernen Sanitäranlagen, Küche, Abstellflächen sowie Räumen für die Arbeit mit Kindern und offenen Angeboten für alle. EU-Fördermittel machen es möglich.

Vier Jahre habe die Gemeinde daran geplant, weiß Pastor Reinhart Haack zu berichten. In der Kirche müssten zum einen Dach, Fußboden und Fenster erneuert werden, zum anderen brauche man mehr Platz für die Besucher, sagt er. So stieg die Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher von einst 40 auf heute meist an die 80. Auch eine richtige Toilette fehle und Platz für die Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen. „Wir haben zwar einen kleinen Gemeinderaum, der direkt an den Altarbereich grenzt, der Platz ist aber begrenzt“, erklärt Haack.

Stadt Stralsund suchte verlässlichen Partner

Das Quartier Tribseer Vorstadt in Stralsund ist seit Jahren am Wachsen: Viele neue Häuser wurden gebaut, junge Familien ziehen ein. Gleichzeitig gibt es nach Meinung der Stadtverwaltung „größere städtebauliche Mängel“. Darauf habe die Verwaltung reagiert, Konzepte erarbeitet und Fördermittel eingeworben, erklärt Stadtsprecher Peter Koslik.

Auf der Suche nach einem verlässlichen Partner stach dann die Luther-Auferstehungsgemeinde ins Auge: Im Anbau, den die Lutherkirche baut, will die Stadt künftig ein Büro für die Stadtteilkoordination einrichten. „Die Kirchengemeinde kann auf umfangreiche Erfahrungen im Nachbarschaftszentrum der Auferstehungsgemeinde Grünhufe zurückgreifen“, erklärt Koslik. So sei man auf die Idee gekommen zusammenzuarbeiten. In Grünhufe ist die Gemeinde zusammen mit dem Kreisdiakonischen Werk ein wichtiger Anlaufpunkt für die Bewohner des Viertels, macht Angebote und bietet Unterstützung.

Pastor Haack sagt, die Veränderungen in der Tribseer Vorstadt seien ein Grund für seine Kirchengemeinde, hier noch präsenter zu sein – Hand in Hand mit den städtischen Partnern. Die neuen Räume sollen nicht nur für kirchliche Veranstaltungen, sondern für alle kulturellen Termine und Anliegen der Bewohner im Stadtteil genutzt werden. Die Ziele: Stärkung der Nachbarschaft, generationsübergreifende Aktivitäten, Zusammenwachsen von eingesessenen und zugezogenen Bürgern, Soziales Engagement. Im Idealfall, so hofft die Stadt, wird das neue Zentrum ein identitätsstiftender Mittelpunkt für die Tribseer Vorstadt.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 16/2018

Die Kosten:

Die EU unterstützt den Bau mit Fördermitteln in Höhe von etwa 1 Million Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung. Die Stadt Stralsund gibt rund 343.000 Euro. Bleibt ein Eigenanteil von 126.888 Euro für die Gemeinde plus Kosten für die Innenausstattung.

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