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Katholische Kirche

Bauhilfe für das klamme Erzbistum

06.01.2018 ǀ Hamburg.  Das finanziell angeschlagene Erzbistum Hamburg erhält eine Finanzspritze von 230.000 Euro vom Bonifatiuswerk. So bekommt die Propstei St. Anna in Schwerin 50.000 Euro für den Umbau des Bernhard-Schräder-Hauses zu einem multifunktionalen Gebäude. St. Maria Himmelfahrt in Neukloster wird mit 8.000 Euro gefördert.

Die katholische Gemeinde St. Olaf in Hamburg-Horn bekommt für den Umbau des Gemeindehauses zu einem Kloster 50.000 Euro. Die Pfarrei St. Sophien in Hamburg-Barmbek wird ebenfalls mit 50.000 Euro unterstützt, um die Feuchtigkeitsschäden zu beseitigen. Der Sozialdienst katholischer Frauen in Hamburg-Altona erhält 10.000 Euro für sein Wohnhaus Johanna.

In Schleswig-Holstein wird die Pfarrei St. Maria und St. Elisabeth in Neumünster mit 30.000 Euro für die Erneuerung der Kindertagesstätte unterstützt. Die Kita der St. Marien Pfarrei Eutin kann mit 30.000 Euro ihr Außengelände neu gestalten.

Das Bonifatiuswerk hilft Katholiken, die in der Minderheit (Diaspora) leben. Das Geld wird unter anderem für die Erhaltung von Kirchen und Gemeindezentren, die Jugendseelsorge und Missionsprojekte eingesetzt. Ingesamt unterstützt das Hilfswerk in diesem Jahr katholische Gemeinden in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum mit 14 Millionen Euro.

Das Erzbistum Hamburg, zu dem auch der Landesteil Mecklenburg gehört, ist derzeit mit knapp 80 Millionen Euro verschuldet. Nach Berechnungen einer Unternehmensberatung wird die Verschuldung auf rund 350 Millionen Euro im Jahr 2021 ansteigen, wenn keine einschneidenden Maßnahmen ergriffen werden.
Quelle: epd/kmv