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Max-Samuel-Haus

Sonderausstellung über Mecklenburger in Israel

23.05.2018 ǀ Rostock.  Die Sonderausstellung "Mecklenburger im Heiligen Land und die deutschen Spuren in Israel" wird am Donnerstag (24. Mai, 18 Uhr) im Rostocker Max-Samuel-Haus eröffnet. Kurator Jakob Eisler (Stuttgart) wird den Einführungsvortrag halten, wie das Max-Samuel-Haus auf seiner Internetseite mitteilt. Den Angaben zufolge lebten im Heiligen Land am Vorabend des Ersten Weltkrieges über 3.000 Christen, meist Württemberger.

"Als Missionare und Siedler leisteten sie ab den 1860er Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung Palästinas, der heute weithin vergessen ist." Das vorher vernachlässigte, durch Aufstände und Kriege verheerte Land habe sich erholen können, "so dass es arabische Einwanderer von Norden und Süden anzog".

Deutsche Protestanten seien als Pioniere Vorbild gewesen für die Juden, die ab den 1880er Jahren einwanderten, hieß es. Diese Tätigkeit und ihre teils bleibenden Spuren in Israel will das Max-Samuel-Haus in Bild und Exponaten bis zum 1. Oktober zeigen. Die Ausstellung wurde vom Landeskirchlichen Archiv Stuttgart (Baden-Württemberg) erarbeitet.

Kaum bekannt seien die mecklenburgischen und pommerschen Beiträge dazu, hieß es. Der Rostocker Frauenmissions-Gebetsbund habe die Karmelmission in Haifa unterstützt. Das erste Kinderspital des Nahen Ostens, das Marienstift in Jerusalem, wurde vom Mecklenburger Großherzog Friedrich Franz II. und seiner Frau Marie gestiftet. Das Tagebuch seiner Reise ins Heilige Land wird in der Ausstellung ebenso gezeigt wie Plakate und Packung für die "Carmel-Seife", die ein Mecklenburger in Haifa herstellen ließ. Der Greifswalder Theologie-Professor und Orientalist Gustaf Dalman (1855-1941) gründete 1902 das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes, das noch heute in Jerusalem besteht.
Quelle: epd

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