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Kirchenkreisräte trafen sich in Güstrow

Ausbau gelungener Kooperation

Mitglieder und Gäste der Kirchenkreisräte während ihres gemeinsamen Treffens auf dem Innenhof des „Hauses der Kirche“ in Güstrow.
26.11.2019 ǀ Güstrow.  Künftig zweimal im Jahr wollen die Kirchenkreisräte des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) und des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg (ELKM) gemeinsam tagen. Diesen intensivierten Austausch vereinbarten die Gremien am Wochenende (23.-24. November) während ihrer Sitzung in Güstrow.

Mit dem Treffen setzten die Kirchenkreisräte (KKR) die Tradition regelmäßiger Begegnungen fort, die bislang mindestens einmal jährlich stattfanden. Der pommersche und der mecklenburgische Kirchenkreis sind zwei von insgesamt 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche. Als Nachfolger von zwei Landeskirchen innerhalb der ehemaligen DDR sowie als Kirchen in einem dünn besiedelten Flächenland im ländlichen Raum weisen beide Kirchenkreise viele Gemeinsamkeiten auf, zudem stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen. Beide Kirchenkreisräte bekundeten erneut ihren Willen, die bestehende Zusammenarbeit der Kirchenkreise weiterhin zu stärken sowie mit dem Blick auf die Zukunftsfähigkeit noch deutlich und kontinuierlich auszubauen. Ein Ausdruck der gelungenen Kooperation ist beispielsweise schon jetzt der gemeinsame Internetauftritt der beiden Kirchenkreise (www.kirche-mv.de). Neben allen wichtigen Informationen zu den Kirchenkreisen bietet die Internetseite auch ein Newsportal mit aktuellen Nachrichten zu kirchlichen Themen in Mecklenburg-Vorpommern.
 
Internetseite bietet Infos zu allen relevanten Themen
 
Daniel Vogel, Internetbeauftragter der beiden Kirchenkreise und leitender Redakteur der Internetseite www.kirche-mv.de, stellte auf der Tagung im „Haus der Kirche“ das Internetportal mit seinen aktuellen Nutzerzahlen und seinem breitgefächerten Service sowie den aktuellen Stand der geplanten Weiterentwicklung des Onlineauftritts vor. Das Internetangebot zählt zu den langjährigsten gemeinsamen Projekten der beiden Kirchenkreise. „Die Nutzerzahlen sind leicht steigend. Besonders beliebte Inhalte sind dabei die Service-Informationen und die Blogs aus dem kirchlichen Leben, wie beispielsweise die Reisetagebücher zu ökumenischen Begegnungen“, sagte Daniel Vogel. Künftig werde sich die Zusammenarbeit der Kirchenkreise auch inhaltlich bei gemeinsamen Themenfeldern, wie Seelsorgeangeboten, noch stärker auf der Internetseite widerspiegeln, kündigte der Internetbeauftragte an.
 
Austausch über vielfältige Themen
 
Weitere Themen des Treffens waren unter anderem das gemeinsame Arbeitsrecht in der Nordkirche, das Rahmenkonzept für die Kooperation zwischen Kirche und Ganztagsschulen, das jüngst als Buch erschienene Biografien-Projekt über politisch Verfolgte in Mecklenburg zwischen 1954 und 1990, das Baugesetz der Nordkirche und in diesem Zusammenhang die Nutzung und das Management kirchlicher Gebäude in den Kirchenkreisen sowie die Mitgliederkommunikation. Zudem tauschten sich die Ratsmitglieder neben vielen weiteren solidarischen Projekten über die gemeinsame Präventionsarbeit in beiden Kirchenkreisen und die zunehmende Vernetzung der Arbeit mit Geflüchteten sowie über Fragen der gelingenden Integration christlicher Einwanderer aus. Auch der im kommenden Jahr stattfindende landesweite Bibelwettbewerb unter dem Motto „Aufsteh´n. Losgeh´n. Was bewegen.“ beschäftigte die beiden Kirchenkreisräte.
 
Treffen der Kirchenkreisräte finden häufiger statt
 
Die Vorsitzenden der beiden Kirchenkreisräte, Propst Gerd Panknin (Pommern) und Propst Dirk Sauermann (Mecklenburg), äußerten sich zufrieden und dankbar über den fruchtbaren und kreativen Austausch sowie über die vertrauensvolle Atmosphäre und das Engagement der KKR-Mitglieder. Die enge Verzahnung stärke die Kirchenkreise, bündele Kräfte und potenziere so die Möglichkeiten, waren sich beide Pröpste einig. „Es ist wichtig, dass die beiden Kirchenkreise im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche mit einer Stimme sprechen, im Dialog mit der Landeskirche und gegenüber dem Land“, sagte Gerd Panknin während des Treffens. „Wir haben hier eine konstruktive Runde, die wir weiter in enger Abstimmung mit Bischof Tilman Jeremias und den uns beratenden Experten weiter pflegen und enger verzahnen wollen. Wir werden uns künftig häufiger treffen und mit diesen Treffen auch noch aktiver auf aktuelle Entwicklungen reagieren“, so der Vorsitzende des pommerschen KKR. Die Gremien beschlossen, künftig zwei Treffen pro Jahr durchzuführen sowie den Bischof des Sprengels als ständigen Gast zu den Begegnungen einzuladen. Die nächsten Treffen der beiden KKR werden voraussichtlich am 8. und 9. Mai 2020 im Gästehaus „Zingsthof“ auf der Halbinsel Zingst sowie am 6. und 7. November 2020 im „Haus der Kirche“ in Güstrow stattfinden.
 
Felder für gemeinsame Projekte ausgelotet
 
„Das jüngste Treffen hat erneut gezeigt, wie gut wir uns gegenseitig Impulse geben können. Und es hat neue Felder aufgezeigt, auf denen wir sinnvollerweise eng und abgestimmt zusammenarbeiten sollten. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit auf dem Gebiet ,Prävention - Kirche gegen sexualisierte Gewalt‘, die mit dem Entscheid des Pommerschen Kirchenkreises, eine halbe Stelle zusätzlich einzurichten, deutlich an Kraft gewinnt“, sagte Propst Dirk Sauermann. Ein weiteres gemeinsames Anliegen sei ebenso eine verstärkte und flächendeckende Kommunikation mit unseren Mitgliedern. Dirk Sauermann: „Hier bereiten unsere beiden Pressestellen in Kooperation mit dem Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordkirche derzeit das Projekt ,Kirchenpost‘ vor.“
Quelle: PEK/ELKM (sk/cme)

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