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Aus dem Bericht des Oberkirchenrates für 2009



Christian Höser vom Amt für Gemeindedienst in Güstrow bei der Morgenandacht. Foto: Neumann

Mecklenburgische Synode mit Bericht des Oberkirchenrates fortgesetzt

 

Plau am See (rn). Der Sonnabendmorgen wurde auf der mecklenburgischen Landessynode mit dem Bericht des Oberkirchenrates fortgesetzt.

 

Einige Auszüge:

Gemeinde in Zahlen

Gemeindemitglieder:

196 272 Gemeindemitglieder hatte die mecklenburgische Landeskirche 2009. Das sind 4 633 weniger als im Jahr zuvor. 400 Menschen traten in die Kirche ein. 28 mehr als im Vorjahr. 1 327 Menschen traten aus der Kirche aus, 247 weniger als im Vorjahr.

 

Trauungen:

2009 fanden 251 Trauungen statt, 29 weniger als im Vorjahr.

 

Beerdigungen:

2 905 Menschen wurden kirchlich bestattet, 94 weniger als im Vorjahr

 

Gottesdienste:

An Sonn- und Feiertagen fanden 2009 15 457 Gottesdienste statt (557 weniger als im Vorjahr) Daran nahmen 677 978 Menschen teil.

 

Die Bibelwochen wurden mehr:

2009 gab es 460 mit 6 852 Teilnehmern. 2008 waren es 447 – allerdings

mit 7 720 Teilnehmern.

 

Kirchenmusik:

An 1 682 kirchenmusikalischen Veranstaltungen nahmen

145 433 Menschen teil, 7 884 weniger als im Vorjahr. Es gibt 176 Kirchenchöre, 97 Posaunenchöre, 62 Instrumentalkreise und 128 Kinder- und Jugendchöre bzw. Instrumentalkreise.

 

Pastorenschaft

260 Pastorinnen und Pastoren im Alter zwischen 30 und 65 Jahren sind in den Gemeinden und Einrichtungen der mecklenburgischen Landeskirche tätig oder zeitweise beurlaubt, heißt es im Bericht des Oberkirchenrates an die Landessynode. Während bei den über 60-Jährigen die Männer überwiegen, kommt es bei den Pastorinnen und Pastoren im 5. Lebensjahrzehnt zu zum Teil ausgeglichenen Jahrgängen. Die Alterspyramide wächst dann langsam zur Seite der Pastorinnen hinüber. Zurzeit sind noch doppelt so viele Pastoren (171=65,7 %) wie Pastorinnen (89=33,3 %) im Dienst. Das Verhältnis wird sich über einen längeren Zeitraum hinweg angleichen. Der Anteil der Pastorinnen steigt bei den unter 45-Jährigen auf 47 % und bei den unter 40-Jährigen auf 55 %. Pastorinnen gehen in der Regel früher in den Dienst.

Von den 260 Pastorinnen und Pastoren in der mecklenburgischen Landeskirche sind 201 im Gemeindedienst, 15 für Krankenhausseelsorge, Altenseelsorge, Gefängnisseelsorge, Stundentengemeinde, schulbezogene Pfarrstelen u. ä. 11 in übergemeindlichen Aufgaben

4 Landessuperintendenten

6 Theologen im Oberkirchenrat

17 beurlaubt für Dienste in anderen

Kirchen bzw. für andere Aufgaben

und aus sonstigen Gründen

5 im Wartestand

1 Entlassung auf eigenen Antrag mit Rückkehrrecht.

 

Bewerbungsrecht im Nordkirchenverband

Das gegenseitige Bewerbungsrecht zwischen den drei Kirchen des Verbandes der Ev.-Luth. Kirchen in Norddeutschland konnte 2009 noch nicht eingeführt werden. Um überhaupt eine Bewerbung zu ermöglichen, können sich zunächst in einer ersten Phase bis zu fünf Pastorinnen und Pastoren aus Mecklenburg und Pommern in Nordelbien bewerben.

Nach dem Wechsel dieser fünf Personen, die bei dreien erfolgt und bei einem vierten nach erfolgreicher Bewerbung verabredet ist, beginnt dann die zweite Phase, in der innerhalb eines Korridors von bis zu einer Differenz von zwei Stellen, die Kirchen gegenseitige Bewerbungen ausgeglichen zulassen. Die Wahlmöglichkeiten der Kirchgemeinde sowie der Pastorinnen und Pastoren werden so erweitert.

Insgesamt gibt es in den drei norddeutschen Kirchen 1 700 Pastorinnen und Pastoren.

 

Prädikanten

Der zweite Ausbildungskurs für Prädikanten (2006-09) in Ratzeburg ging für die u. a. 5 Teilnehmer aus Mecklenburg erfolgreich zu Ende. Sie wurden zum Verkündigungsdienst neu beauftragt.

In Mecklenburg gibt es somit 15 Prädikanten. Ein gemeinsames Kirchengesetz für den Dienst der Prädikanten soll noch in diesem Jahr zum Abschluss gelangen.

 

Taufen und Konfirmation

Gab es bei den Taufen im Jahre 2007 mit 1 866 Taufen einen deutlichen Anstieg (Plus 127) gegenüber 2006, so lag die Zahl der Taufen im Jahre 2008 mit 1 698 Taufen um 168 niedriger. Im Jahre 2009 waren es noch 1 638, also 60 weniger als im Vorjahr.

Bei den Konfirmationen ist eine kontinuierliche Verringerung der Zahlen zu verzeichnen. Gab es im Jahre 2000 noch 1 696 Konfirmationen, so waren es im Jahre 2007 nur noch 841 und im Jahre 2008 mit einem leichten Anstieg 890, also eine Halbierung der Zahlen. Diese Halbierung habe keineswegs nur demografische Hintergründe, schreibt OKR Dr. Danielowski.

Der Vergleich zwischen den Taufzahlen und den Konfirmationszahlen

zeige, dass maximal zwei Drittel der Getauften für die Konfirmandenarbeit erreicht werden. 2009 wurden noch weniger Menschen konfirmiert: 880.

 

Theologiestudierende/Vikare

Zum 31. Dezember 2009 waren 53 Studierende (35 Frauen und 18 Männer) auf der landeskirchlichen Liste für Theologiestudierende eingetragen. 30 von ihnen studieren in Rostock. 2009 haben 17 Vikare aus Mecklenburg und acht aus Pommern in drei Gruppen an der Vikarsausbildung im Predigerseminar Ludwigslust teilgenommen. „Die Kooperation der drei Landeskirchen in der Vikarsausbildung ist...... Normalität geworden“, schreibt Predigerseminarsrektor Hubertus Hotze in seinem Bericht.

 

Theologisch-Pädagogisches Institut

Im Juni 2009 endete ein religionspädagogischer Weiterbildungskurs, den acht Gemeindepädagogen erfolgreich mit einer Lehrprobe abschlossen und damit als Religionslehrer zur Verfügung stehen. „Damit konnte ein kleiner Teil des weiterhin großen Mangels an Lehrkräften für den Evangelischen Religionsunterricht behoben werden“, schreibt der Rektor des Theologisch-Pädagogischen Instituts, Dr. Hartwig Kiesow. 12 Teilnehmende der vierjährigen berufsbegleitenden Ausbildung legten den gemeindepädagogischen Fachschulabschluß ab.

2009 begann erstmals ein Basiskurs für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in der Arbeit mit Kindern und Familien, den 16 Teilnehmende erfolgreich abschlossen.

 

Theologisch-Pädagogisches Institut

Die gemeinsamen Internetseiten von Mecklenburg und Pommern sind ein Markenzeichen geworden und wurden im Jahr 2009 etwa 397.970 mal aufgerufen. Dabei wurden insgesamt 1.004.276 Seiten angesehen. Pro Aufruf wurden statistisch 2,3 Seiten angesehen, was nach Auskunft des Programmierers „recht viel“ ist.

 

Telefonseelsorge

53 187 Anrufe erhielten die 197 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Telefonseelsorge im vergangenen Jahr an den Telefonen in Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Das sind 1 000 mehr als im Vorjahr. Etwas weniger als die Hälfte der Gespräche mündeten in einem Gespräch. Es gab rund 17 000 „Aufleger“. 542 Menschen riefen in einer akuten suizidalen Krise an.

 

Orgeln

Im Jahr 2009 konnten Orgelerneuerungsmaßnahmen im Umfang von rund 550 000 Euro durchgeführt werden, u. a. in Russow, Bad Doberan, Altkalen, Blievenstorf, Selmsdorf, Thelkow, Dambeck und Boltenhagen. Der Eigenanteil der Kirchgemeinden lag bei 160 000 Euro (30% der Gesamtkosten). Vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege kamen rund 130 000 Euro, ebenso von der Landeskirche. Wieder flossen größere Beträge von privaten Stiftungen.

 

Der Bericht im Wortlaut (240 KB)

 

Hinweise:

Der Bericht des OKR:

Der Bericht über Dienste und Werke wird am Montag hier eingestellt.

(20.3.2010)

 

 


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