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Johannes Bugenhagen

Aufbruch nach Wittenberg

Titelblatt der von Luther an Bugenhagen geschickten Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen", die heute in der Universitätsbibliothek Greifswald liegt. Foto: Th. Helms
Altar der Wittenberger Stadtkirche: Johannes Bugenhagen mit dem Amt der Schlüssel. Foto: Neumann
Wahrscheinlich noch vor dem Jahresende 1520 wandte sich Bugenhagen brieflich an Luther mit der Bitte, er möge ihm eine Anweisung zum christlichen Leben übersenden. Luther antwortete und schickte Bugenhagen sein Traktat "De libertate Christiana" (Von der Freiheit eines Christenmenschen).
 
Markante Sätze aus der Antwort Luthers übertrug Bugenhagen auf das Titelblatt der Schrift. Luther verwies in seiner Antwort darauf, daß der wahre Christ keiner Sittengesetze bedürfe, sondern durch den Glauben zu allem geführt werde, was Gottes Wille sei und was die brüderliche Liebe erfordere.
 
Nur noch wenige Wochen blieb Bugenhagen in Pommern und in der zweiten Märzhälfte des Jahres 1521 machte er sich nach Wittenberg auf, wo er Luther noch vor seiner Abreise zum Reichstag in Worms antraf.
 
Bugenhagen wohnte zu Anfang im Hause Philip Melanchthons mit dem ihn bald eine herzliche Freundschaft verband. Am 29. April 1521 immatrikulierte Bugenhagen sich an der Wittenberger Universität.
 
Mit seinem Umzug nach Wittenberg hat Bugenhagen über sein weiteres Leben entschieden, denn in dieser Stadt blieb er bis zu seinem Lebensende wohnen und wurde 1558 in der Wittenberger Stadtkirche auch begraben.


Zum nächsten Teil: Hinwendung zur Reformation