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Pressemitteilung vom 22.10.2012

Asylbewerberheim in Güstrow

22.10.2012 | Güstrow. Aufmerksam verfolgen wir als Christen die Diskussion um die Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in der Barlachstadt Güstrow. Wir nehmen dies zum Anlass, öffentlich für das Recht der Verfolgten auf Asyl einzutreten. Uns ist bewusst, dass die Unterbringung von Asylsuchenden in größeren Gemeinschaftsunterkünften keine ideale Lösung ist und Probleme für die dort Untergebrachten und die Anwohner mit sich bringt. Diese Schwierigkeiten können jedoch kein Grund sein, gegen die Aufnahme von Flüchtlingen zum Beispiel in einem Heim am Waldweg zu sein.

Vielmehr fühlen wir uns als Christen gefordert, mit für eine offene Atmosphäre in unserer Stadt zu sorgen, damit die Asylbewerber in der schwierigen Zeit ihres Anerkennungsverfahrens in Güstrow so gut wie möglich leben und integriert werden können. Wir sind uns sicher, dass es eine große Gruppe von Güstrowern gibt, die es ebenso wie wir für eine selbstverständliche Pflicht halten, anderen in Not geratenen Menschen zu helfen. Vorurteile und Ressentiments gegen fremde und hilfesuchende Menschen helfen nicht weiter. Vielmehr sollten alle Beteiligten nach Möglichkeiten des Austausches und der Zusammenarbeit suchen, um geäußerte Ängste abzubauen und konstruktive Lösungen für die Unterbringung von Asylsuchenden zu finden. Güstrower Kirchengemeinden laden hierzu besonders auch im Rahmen der Veranstaltungen der Friedensdekade vom 11. bis 21. November unter dem Motto: „Mutig für Menschenwürde“ ein.

Die Güstrower Pastoren
gez. Propst Wulf Schünemann
gez. Pastor Matthias Ortmann
gez. Pastorin Dr. Susanne Höser
gez. Pastor Christoph Helwig
gez. Dechant Ralph Sobania
gez. Pastor Manuel Lüdin
gez. Prediger Daniel Queißer