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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

Arbeitsstelle Prävention - Kirche gegen sexualisierte Gewalt

Kirchliches Handeln ist immer auch ein Handeln, das in Beziehungen mit anderen Menschen stattfindet. Es ist von gegenseitiger Achtung und Vertrauen geleitet. Überall dort wo mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird, ist dennoch nicht auszuschließen, dass Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt stattfindet. Dies gilt auch für Übergriffe gegen Erwachsene.

Es ist die Pflicht von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in einer Kirchengemeinde oder einer anderen kirchlichen Einrichtung, die Menschenwürde zu achten und Kinderrechte zu stärken und zu schützen. Wenn es zu einer Vermutung oder einen Hinweis kommt, liegt es in der Verantwortung der betroffenen Einrichtung, sich mit dieser Situation sachgerecht im Sinne des Opferschutzes und mit Blick auf die Prävention von zukünftigen Übergriffen auseinanderzusetzen. Die in unserer Kirche getroffenen Regelungen und der Handlungs- und Kommunikationsplan dienen als Grundlage des Handelns im „Ernstfall“.

Der Präventionsbeauftragte steht Ihnen bei allen Fragestellungen und für Ihre Fortbildung zu den Themen Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt, sowie Kindeswohlgefährdung zur Verfügung.

Für Betroffene vermitteln der Kirchenkreis und das Diakonisches Werk auf Wunsch von Betroffenen seelsorgerliche Hilfe und Beratung. Die Ansprechpersonen sind zur absoluten Vertraulichkeit verpflichtet. Ohne Einwilligung des/der Betroffenen werden grundsätzlich keine Informationen an kirchliche oder staatliche Stellen weitergegeben.

Die Stelle des Präventionsbeauftragten wurde nach einer längeren Vorlaufzeit im Jahr 2016 als Stabstelle auf der Leitungsebene des Kirchenkreises eingerichtet. Der Beauftragte hat sowohl eine Aufsichtsfunktion, um die Qualitätsstandards von Schutzkonzepten und Verfahren zu sichern, als auch die Funktion, Prävention, Intervention und die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in den Gemeinden, Einrichtungen und Handlungsfeldern der evangelischen Kirche zu ent¬wickeln, zu fördern, zu koordinieren oder selbst durchzuführen.

Die Herausforderungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in fünf Punkten:  
  • eine Kultur des Hinsehens und Zuhörens entwickeln
  • Fortbildung zu Nähe und Distanz wahrnehmen
  • Risiken erkennen und konkret benennen
  • Vorkehrungen treffen zum Handeln bei Verdacht und in Konfliktfällen             
  • Verantwortlichkeit stärken
Diese fünf Punkte gehören in die pädagogische Arbeit einer jeden Kirchengemeinde oder Einrichtung. Sie bedürfen immer wieder und in regelmäßigen Abständen der Durcharbeitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und grenzverletzendem Verhalten.

Kontakt

Präventionsbeauftragter im Kirchenkreis Mecklenburg
Martin Fritz
St. Marien-Kirchhof 3
23966 Wismar
Mobil: 0174-3267628
E-Mail: martin.fritzelkm.de  
WARUM BESCHÄFTIGEN WIR UNS MIT DIESEM THEMA?

Weil wir Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit unterstützen.

Weil wir Überzeugt sind, dass jeder einzelne Mensch ein Geschöpf und Abbild Gottes ist und eine unantastbare Würde besitzt.        

Weil sich dieser Anspruch in unseren Einrichtungen und Angeboten in einer Kultur der Achtsamkeit, des Respekts und der Wertschätzung wiederspiegeln soll.     

Weil sich ausgehend von diesem Selbstverständnis der Anspruch ableitet, Kinder und Jugendlichen einen sicheren und geschützten Raum zur Entfaltung zu bieten.  

Dazu gehören: Sensibilisierung und Aufmerksamkeit gegenüber sexualisierter Gewalt,

konkrete Leitlinien,

passgenaue Konzepte,

Verpflichtung, Betroffene solidarisch zu unterstützen.
 
Auf dem Hintergrund:
Menschen handeln nicht immer konstruktiv und lebensdienlich, sie können durch Gewaltanwendung Leben gefährden und zerstören.