Mecklenburger Synode fordert verbesserte Arbeitsmarktreformen
Plau am See (epd). Die Mecklenburger evangelische Landessynode hat Arbeitsmarktreformen gefordert, die der Armut entgegenwirken. Mit großer Sorge werde der Umbau des Sozialstaates wahrgenommen, heißt es in einem Beschluss, den die Synode am Sonnabend zum Abschluss ihrer dreitägigen Frühjahrstagung in Plau am See verabschiedete. Unübersehbar seien Tendenzen der staatlichen Stellen, sich aus der Verantwortung zurückzuziehen und die sozialen Risiken zu privatisieren.
Die Synode forderte Landesregierung und Kommunen auf, soziale Beratungsdienste weiter zu finanzieren. Die Zahl der an der Armutsgrenze lebenden Menschen sei in den vergangenen Jahren insbesondere in Ostdeutschland drastisch gestiegen. Vor allem allein Erziehende und Kinder seien die Leid Tragenden.
Die rund 310 Kirchgemeinden in Mecklenburg wurden gebeten, sich verstärkt der sozialen Verantwortung zu stellen und Hilfeangebote auf- und auszubauen. Dazu könnten Projekte für eine gemeinsam gestaltete Freizeit sowie zum Abbau von Isolation ebenso gehören wie Bildungs- und Spielangebote für Kinder, die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten oder die Stärkung des Ehrenamtes im sozialen Bereich. (10.04.2005)
epd-Copyright 
|