Nach oben

Gedenken an Deportationen

Arbeitskreis Kirche und Judentum lädt zu Gedenkveranstaltung ein

Stoplersteine zur Erinnerung an die Deportationsopfer
03.02.2018 ǀ Greifswald.  Zur Erinnerung an den Beginn der Vertreibung und der Vernichtung pommerscher Juden lädt der Arbeitskreis Kirche und Judentum des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises zu einer Gedenkveranstaltung in Greifswald ein. Sie beginnt am Dienstag, 13. Februar, um 17 Uhr mit einer Andacht in der Mühlenstraße 10 am Standort des früheren Gebetsaals der jüdischen Gemeinde. An die Andacht schließt sich ein Gedenkweg zu Stolpersteinen an, die zur Erinnerung an Greifswalder Juden verlegt wurden. Der Weg endet gegen 17.30 Uhr am Stolperstein für den Greifswalder Historiker Gerhard Knoche (geb. 1893, ermordet in Auschwitz 1944) vor dem Eingang des Historischen Instituts, hinter dem Hauptgebäude der Universität in der Domstraße 9 A. Im Anschluss hält Professorin Dr. Cordelia Heß, Lehrstuhl für Nordische Geschichte, im Historischen Institut einen Vortrag über Gerhard Knoche und dessen Leben und Werk.

Planmäßiger Mord begann in Pommern 1940

Am 20. Januar 1942 fand die als Wannseekonferenz in die Geschichte eingegangene Zusammenkunft statt, auf der sich Verantwortliche des NS-Staates trafen, um den begonnenen Holocaust an den Juden zu organisieren. Damit erreichte die planmäßige Ermordung des europäischen Judentums im Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten ihre letzte Phase. Bereits zuvor waren Deportationen jüdischer Personen und Familien aus dem Deutschen Reich nach Osten durchgeführt worden, unter den Augen ihrer nichtjüdischen Nachbarn. Den Anfang machte eine Aktion am 12. und 13. Februar 1940 in Pommern. 1.200 Juden wurden aus allen Gegenden der Provinz in Stettin gesammelt und von dort in das damals sogenannte Generalgouvernement verbracht, zunächst in jüdische Ortschaften und Siedlungen im Gebiet Lublin. Bald darauf begann die industrielle Vernichtung



Weitere Informationen

Arbeitskreis Kirche und Judentum im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis

Kontakt: Dr. Christoph Ehricht, Tel.: 03834 535765, E-Mail: christoph.ehrichtgmx.de
Quelle: PEK (sk)