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Annerose Neumann

Annerose Neumann: Einführungsrede für die Ausstellung:

„Was sehen Sie, Frau Lot?“ am 3. März 2005 in Rostock

 

Evangelisches Frauenwerk in Mecklenburg-Vorpommern

 

 

1. Begrüßung der Anwesenden

 

Sexuelle Gewalt zu erleben stellt im Leben von Kindern, von Jugendlichen alles auf den Kopf, nichts stimmt mehr.

Deshalb nehme ich mir hier die Freiheit, die Begrüßungsregeln zu verändern und werde Sie nicht nach Rangfolge, sondern nach inhaltlichen Kriterien begrüßen:

 

Liebe Frauen und Männer,

die Ihr aus eigener Erfahrung kennt, was sexuelle Gewalt zu erleben bedeutet,

 

Liebe Frauen und Männer,

die Ihr in Euren Familien, Freundschaften, Liebesbeziehungen und beruflichen Bezügen Menschen begleitet, die sexualisierte Gewalt erlebt haben,

 

Liebe Frauen und Männer,

die Ihr hier seid, weil Ihr Euer Herz und Euren Verstand diesem Thema geöffnet habt, heute öffnen wollt,

 

und ein besonderer Gruß geht natürlich an die Künstlerinnen,

die Ihr uns dieses Zusammensein ermöglicht!

 

 

2. Zur Ausstellung: Was sehen Sie, Frau Lot?

 

Wir sind hier also alle sehr unterschiedlich:

Auch quer zu den eben genannten Gruppen, nämlich:

ob wir als Frau, ob wir als Mann hier sitzen,

in welcher Lebensphase wir gerade sind,

ob wir uns der christlichen Kirche fremd oder nahe

oder irgendwo dazwischen fühlen.

 

Je nach dem schauen wir unterschiedlich auf die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen, ausgestellt in der Nikolaikirche in Rostock.

 

Die Ausstellung in einer Kirche bedeutet für mich als kirchliche Frau sehr viel:

endlich gibt Kirche diesem Thema öffentlich Raum.

 

Für manche von Ihnen war es vielleicht gerade deshalb s c h w i e r i g,

heute hierher zu kommen,

w e i l die sehr persönlichen Exponate in einer Kirche ausgestellt werden,

weil Sie vielleicht schlechte Erfahrungen mit Kirche gemacht haben,

weil sie einen anderen Glauben haben.

Oder weil die Geschichte der Kirche,

ja auch die biblischen Texte im Alten Testament,

angefüllt sind mit Gewalt schlimmster Art, gerechtfertigt durch die Theologie.

Sie hat oft Gewalt gerechtfertig,

recht-gläubige Menschen tun es bis heute,

und sexueller Missbrauch geschieht innerhalb von Kirche, nicht so selten.

 

Hat die Kirche überhaupt ein Recht, eine solche Ausstellung beherbergen zu dürfen?

 

In meinem Gefühl treten die kirchlichen Symbole und die Architektur hier

in Kontakt mit dem, was die Künstlerinnen von sich zeigen.

Die Nikolaikirche,

selbst zerstört, verletzt, vor 60 Jahren,

heute mit neu aufgebauter Identität -

die Niklolaikirche

gibt damit verletzten Gefühlen, alten Wunden, der Wut Raum.

Herberge. Ein Zuhause?

Höchste Zeit.

Heilsame Kommunikation auf beiden Seiten - ?

 

Dies zu ermöglichen, haben „Frauen helfen Frauen e.V. Rostock“ und das Ev. Frauenwerk Mecklenburg-Vorpommern mit Unterstützung der Landeskirchen und der Heinrich-Böll-Stiftung gern dieses Thema aufgegriffen. Es ist unser ureigenes Anliegen, Themen zur Sprache zu bringen, die Frauen lähmen, klein machen, unterdrücken, um gemeinsam nach Schritten daraus zu suchen. Befreiende Botschaften.

 

Aufgewachsen in einem Pfarrhaus, habe ich am eigenen Leibe mehr das Strenge der Kirche erlebt, Doppelbödiges, Frauenabwertung, sexuellen Missbrauch.

 

Aber - Kirche, Theologie hat verschiedene Gesichter und hat im feministisch-theologischen Bereich ein neues Profil entwickelt, in dem ich mich mehr als in dem patriarchalen Profil zu Hause fühlen kann.

 

So hat sich mein Blick auf Frau Lot auch sehr verändert. Dachte ich früher, sie ist eben bestraft, weil sie ja auch nicht zurückschauen s o l l t e, habe ich heute eine neue Sicht.

Die Täter, die Familien, die Gesellschaft – sie alle wollen nicht, dass wir zurückschauen auf die sexuelle Gewalt, die wir erlebt haben. Sie verbieten uns das Hinschauen, das Reden, sie fordern das Schweigen. Sie alle, und leider besonders die Mütter, stimmen in das geforderte Schweigen lautstark ein.

Sie drohen uns: wenn Du nicht schweigst, dann ....

verrätst Du Deine Familie,

dann bist Du ein ganz böses Mädchen,

dann erstarrst Du zur Salzsäule!

So scheint es nur zwei Möglichkeiten zu geben:

hinzuschauen und zu erstarren -

oder weiterzugehen und wegzuschauen.

Gutgläubigkeit noch mal missbraucht.

 

Heute weiß ich: Genau das Gegenteil ist der Fall:

Egal ob körperliche oder seelische Gewalt,

Liebesentzug oder große Verluste:

nur wenn wir hinschauen, uns den Erinnerungen stellen, sie verarbeiten, in unser Leben integrieren, unsere Konsequenzen daraus ziehen – nur dann können wir wirklich innerlich weitergehen, uns von den alten Erfahrung weg zu neuen Ufern hin entwickeln.

 

So haben die Mächtigen wohl zu Recht Angst,

dass den Ohnmächtigen das Hinschauen nicht gut bekommt –

aus ihrer Sicht.

Denn: Erstarrt sind wir verfügbar.

Lebendig sind wir eigen-sinnig.

Und davon ist hier viel zu sehen.

 

Ich lade Sie jetzt ein, die lebendigen und sehr eigensinnigen Kunstwerke von Renate Bühn, Maria Mathieu und Heike Pich kennenzulernen.

 

 

 

3. Zu einzelnen Kunstwerken

 

„Unser Ziel ist es“ – so formulieren die Künstlerinnen – „mit unseren künstlerischen Arbeiten und Texten mit einer breiten Öffentlichkeit in Kommunikation zu treten. Für den öffentlichen Raum, für die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum gemacht, möchten wir ermutigen zur eigenen Sprache“ .(Internet)

Ich lasse mich ermutigen.

Meine sehr persönlichen Gedanken, Gefühle, Assoziationen mögen Sie zu ihren eigenen ermutigen.

 

 

3.1. Was sehen Sie, Frau Lot – Installation von Maria Mathieu

 

Bestimmend im Raum die rote Kammer aus Stoff.

Die Brandwunden so groß,

Löcher zum Durchgucken.

Löcher, durch die ich ins Innere schauen kann.

Das Rot -

für Verletzung und Blut,

für Blut und Lebendigkeit.

Feurige Leidenschaft,

die das Überleben sichert.

 

 

„Mama komm erzähl... „

flüstert die Tochter,

der sehnliche Wunsch,

an Mama, an Frau Lot, an jede Mutter.

Hätte die Mutter von sich erzählen können,

Könnte auch die Tochter erzählen –

Heilsames hätte schon früh beginnen können.

 

Stattdessen betonhartes Schweigen.

 

 

3.2 Schweigen von Heike Pich

Betonbüste, Frauenkopf

 

Eine Frauenbüste

drückt das Schweigen ganzer Generationen

über Jahrhunderte und Jahrtausende aus,

in christlichen und sozialistischen Zeiten,

bei Eltern und Kindern,

in Schulen und Kirchen,

in Lehre und Forschung,

bei Patientinnen und Ärzten.

 

Jungs erleben auch grausame Gewalt –

davon zu erzählen, die Verwundung zu fühlen

erlaubt ihre Männlichkeit nicht.

Schweigen.

 

 

3.3. 2000=100=15=10=3=2, Krawatteninstallation von Renate Bühn

 

In Korrespondenz

und in krassem Gegensatz zu dem feuerroten Stoff:

2000 rosa Krawatten mit der Gleichung: 2000 = 2.

Ver-rückt?

In Kurzform: Von 2000 sexuellen Straftätern

werden nur 100 angeklagt,

nur 2 ohne Bewährung bestraft.

Ver-rückt!

Krawatten –

Symbol für wohlerzogene, erfolgreiche, integrierte, wohlsituierte Männlichkeit.

Darunter an Fleischerhaken aufgespießt

diese unfassbaren Urteile.

 

 

3.4. Schweigen ist tödlich – von Renate Bühn

Schaukelpferd und 2 Stühle

 

Ein Schaukelpferd -

Symbol für Kindsein seit langer Zeit.

Draufklettern, ausprobieren, schaukeln,

den eigenen Rhythmus finden, sich wiegen.

Hier – ein fremder Rhythmus, nichts Kindliches.

 

Im Hintergrund 2 Stühle:

Bitte Platz nehmen meine Damen und Herren –

Hier sitzen Sie in der ersten Reihe!

Wollen Sie das?

 

 

3.5. Noch immer – immer noch – Kalender von Renate Bühn

 

So (sitzend in der ersten Reihe) können wir sehen

wie die Dreijährige am Schwanz ihres Vaters –

Nein.

Nicht sehen. Nicht hören. Nicht reden.

 

Hier in der Mitte der Ausstellung sind sie alle zusammen:

Vater, Mutter, Kind ...

 

 

3.6. Schlaf, Väterchen, schlaf von Renate Bühn

 

Das riesige Messer

haben Sie sicher von Weitem schon entdeckt.

Es zieht von ganz allein unsere Blicke auf sich,

weil es sich im Licht dreht, reflektiert.

Erst beim Hinsehen, ganz nah,

entdecken wir das Herz auf dem Kopfkissen,

das in unmittelbarer Nähe der Spitze liegt.

Zuerst hat sich s e i n e Spitze in i h r Innerstes gebohrt.

 

Wenn wir uns daran erinnern,

hinschauen, erstarren, dann doch den Schmerz fühlen,

ihn durch Worte, Kunstwerke, Aktivitäten, Gespräche, in therapeutischer Begleitung

verarbeiten –

dann, ja dann

sind wir die Starken!

Und der Spieß dreht sich um.

Schaf, Väterchen, schlaf.

Er wiegt sich in totaler Sicherheit, wie früher.

Aber er irrt.

 

 

3.7. Hildegard von Renate Bühn

Foto eines Kirchenraumes von innen mit Text

 

H i e r hängt das ihr gewidmete Werk im Altarraum der Kirche.

Ein Kirchenfoto mit Text.

In ihrer E r i n n e r u n g steht sie ganz hinten in der Kirche.

S i e fühlt sich schlecht, beschämt, als Hure.

E r sitzt in der ersten Reihe.

Wer fühlt richtig, wer ist im Recht?

Zum Verrücktwerden – alles ver-kehrt.

D a s ist Perversion.

 

Verrückt – verkehrt – wahnsinnig -

werden die Opfer, nicht die Täter.

Verrückt.

 

 

3.8. Tatjana – Hildegard – Christina von Renate Bühn

Sieben rote Leuchtkästen mit Frauennamen.

 

Wahnsinnig.

Sie kann ihren Sinnen nicht mehr trauen,

ihren Gefühlen, ihren Werten.

Sie gerät völlig aus dem Gleichgewicht,

taumelt zwischen Realität und Hoffnung,

sucht nach Halt und wird süchtig.

Dieser Strudel reißt sie in den Tod.

 

 

 

Für Tatjana – Hildegard – Christina

stehen die beleuchteten Tafeln

wie Grabplatten vor dem Altar.

 

Und Lotta und Rebecca und Kai und Elke

sind im Laufe mehrerer Ausstellungen dazu gekommen.

Ein vorhandenes Kunstwerk der Künstlerinnen

gibt Raum denen, die hierher kommen,

entsteht Komm-munikation...

 

 

3.9. Hommage I und II an Sonja von Maria Mathieu

 

Auch an Sonja

gedenken wir.

Vor großen alten Grabplatten

aus Seidenstrümpfen neu gestaltete für Sonja.

 

Gott will nicht, dass wir am Schwanz, am Zorn, am Gift ersticken.

Der strafende Gott ist eine Erfindung der mächtigen Männer,

die aber - ach so schwach –

einen starken Helfer von oben brauchen.

 

Gottes Schöpfungskraft, aus der wir geboren sind,

will unser Leben in aller roten Lebendigkeit.

 

 

3.10. Mein 10. Geburtstag von Maria Mathieu

Ein Tisch, ein Stuhl, alles schief, Schokolade, Blümchentapete.

 

Nichts stimmt mehr.

Ist er falsch, bin ich falsch? Im Zweifelsfall sicher ich.

Aus den Fugen geraten ist die Welt missbrauchter Kinder,

aber sie wissen es nicht.

Sie fühlen es:

Alles aus dem Lot geraten -

unter dem schwebenden Christus.

Wie ein Kreuz, wie ein Gekreuzigter.

Eine Gekreuzigte.

Oder ein Engel?!

Ein Tisch und ein Stuhl – alles kippt aus der Realität.

Ver-rückt – wer?

S i e ist doch richtig,

dass sie diese Realität als verrückt wahrnimmt,

wenn ein Erwachsener ein Kind zu seiner Lust gebraucht.

 

 

3.11. o.T. – ohne Titel von Heike Pich

Foto eines dreijährigen Mädchens, hinter zerbrochenem Sicherheitsglas

 

Ein Mädchen hinter Glas.

Sicherheitsglas - zerbrochen.

Kinder haben ein Recht auf Schutz und Sicherheit.

 

Wer wagt dies zu zerbrechen, durch sexuelle Gewalt?

Wir möchten zu ihr gehen, sie herausholen –

aus dieser zerbrochenen Kindheit.

 

 

3.12. Lesen Sie Zeitung? von Heike Pich

Eine Sammlung von Zeitungsartikeln über sexuelle Gewalt, gesammelt über ein3/4 Jahr in einer normalen Großstadt.

 

Lesen Sie Zeitung?

Natürlich lesen wir alle Zeitung

können wir Heike Pich antworten:

Viele Worte in vielen Zeitungen –

voyeuristisch, aufgeilend, aus männlicher, BILD-hafter Sicht.

Keine Worte, die sich parteilich an die Seite derer Stellen,

die vergewaltigt wurden von Fremden,

deren sexuelle Integrität

von Familienmitgliedern verletzt wurden.

Und Schuld – Schuld sind sie doch selber,

die sich schön machen,

die lange Beine haben,

die eine Brust haben,

Schuld sind wir Frauen, weil wir Frauen sind.

 

 

3.13. Prosa von Renate Bühn

 

Ein Kleid mit Rosen,

dieser so prächtigen Blume aus meinem Vornamen,

das Kleid - grad gut genug für jede schöne Frau.

 

Wie ein stück Dreck behandelt

verliert das Mädchen

jedes Gefühl für die eigene Schönheit

ihres weiblichen Körpers.

 

 

3.14. Wiegenlied von Maria Mathieu

 

Ein Bett – ein Sarg?,

mit einer Decke,

die ein Lied singt,

das uns allen in den Ohren klingt:

guten Abend, gute Nacht

mit Rosen bedacht, mit Näglein bedeckt,

schlupf unter die Deck.

Morgen früh, wenn er will

wirst Du wieder geweckt.

 

War da was falsch?

Wer weckt? Gott Vater?

 

Dann geht das gleiche Grauen von vorne los.

 

 

3.15. Frühstück mit Papi von Renate Bühn

Holztisch, 2 Brettchen mit Brötchenhälften, mit Honig und Fliegen

 

Der Tisch, ordentlich gedeckt, für ihn und die Süße,

2 Brettchen, 2 Brötchen, lecker mit Honig beschmiert –

Friede, Freude, Frühstück.

Familienidylle. So stimmt es für ihn.

Aber -

aber die Brötchen sind dick mit Fliegen belagert.

Ekelhaft, total fies.

Da kann einer schon das Kotzen kommen.

 

 

3.16. Der Vergewaltiger lebt von Renate Bühn

2 Bilder mit männlichen Profilen, mit Fliegen beklebt

 

2 Silhouetten männlicher Profile,

auch diese mit Fliegen bedeckt, beklebt, übersät –

der pure Ekel.

So sind sie, die es tun:

nicht erkennbar,

ganz normal,

ohne besonderes Profil.

 

Nur die, die es erlebt hat,

ist geschüttelt von Ekel

jedes Mal, wenn sie ihn sieht,

und sie sieht ihn oft,

denn wahrscheinlich gehört er zur Familie.

 

Der Vergewaltiger lebt lange in uns.

 

Es ist so furchtbar schwer deshalb

später

andere Männer

zu unterscheiden von den Profilen der Vergewaltiger,

zu unterscheiden,

dass der Ekel und die Wut dem Vergewaltiger gehört

und nicht dem Chef, dem Freund, dem Liebsten.

 

 

3.17. Ich werde nie wissen von Renate Bühn

Ein Bett, ein Kissen, eine durchsichtige Decke, mit Texten von AusstellungsbesucherInnen gefüllt

 

Das Bett -

Symbol für Nacht, Schlaf, Abgabe von Kontrolle,

Träume, Erholung,

Sexualität und Ungesehenes. Albträume.

 

Dieses Bett hier lädt alle ein,

die eigene Geschichte in diese Ausstellung hineinzutragen.

Die Bettdecke deckt nicht Unsagbares zu,

sie deckt Unerhörtes auf, ist durchsichtig,

lässt die persönlichen Geschichten offensichtlich werden.

 

 

4. Abschluss

 

Ich schaue noch einmal in den Raum.

 

Rosa und Rot

in krassem Gegensatz.

Farben für Weiblichkeit.

Rosa für die kleine süße unschuldige Frau,

für das Mädchen, das Püppchen, die Prinzessin,

für das, was die Möchtegern-Männner

auf der weiblichen Seite sehen wollen,

um sich selber als Prinzen und Könige fühlen zu können.

 

Rot - die Farbe der erwachsenen Frau

mit den Narben der Kindheit.

Leidenschaft, Eigensinn, Feuer.

Ich hoffe, sie haben meine roten Schuhe schon entdeckt?!

 

Das Thema hinterlässt so eine Schwere.

Sie wussten das, und sind trotzdem gekommen.

Danke.

 

Drei Ideen gegen die Schwere:

 

1.

Den Humor, ja den Witz, die Kreativität

der Künstlerinnen entdecken.

Da muss man erstmal drauf kommen -

und diese drei Frauen kamen drauf:

die Täter durch rosa Schlipse,

den Ekel durch Fliegen,

die Verwirrung durch verrückte Möbel auszudrücken.

 

2.

Mich von den Lebensläufen der Künstlerinnen anregen lassen:

als Beispiel für Lebensläufe von Opfern –

die zu „Täterinnen“ werden,

sie t u n, sie gestalten ihr Leben immer wieder neu und bunt.

 

3.

Hoffen, dass Komm-munikatives sich aus dieser Ausstellung hier in Rostock

entwickeln kann

und schon entstanden ist,

bei Einzelnen, zwischen Menschen, zwischen Institutionen,

in der Stadt, im Land.

 

 

 

Dank

 

Ich danke Renate Bühn,

Maria Mathieu und

Heike Pich.

Ich gehe gestärkt von hier weiter.

 

Ich danke Ihnen

für das Zuhören und wünsche Ihnen,

dass Sie Ihr Herz für die Werke der Künstlerinnen öffnen.

 

Evangelisches Frauenwerk in Mecklenburg-Vorpommern

Annerose Neumann

Große Parower Str. 42,18435 Stralsund, Tel. (0 38 31) 38 37 62

mail@evfrauenwerk-mv.de

www.evfrauenwerk.de

 

 

Bilder und Texte der Ausstellung:

www.kirche-mv.de/lot.html

 


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