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Aktuelles Thema der Kirchenkreissynode

Aufarbeitung der Geschichte der Pommerschen Evangelischen Kirche

Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis bekennt sich zu einer fortgesetzten Arbeit an der Aufarbeitung der Geschichte der Pommerschen Evangelischen Kirche. Er bekennt sich dazu, die Geschichtserinnerung wach zu halten und die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit der ehemaligen Pommerschen Landeskirche weiterzuentwickeln. Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis stellt sich seiner Geschichte und setzt die bereits stattfindende Beschäftigung mit diesem Thema dauerhaft fort. Dazu gab es bereits und gibt es weiterhin verschiedene Prozesse, zu denen auf dieser Seite weitere Informationen zu finden sind.
Beschluss zur Aufarbeitung der Geschichte der Pommerschen Evangelischen Kirche

Zu diesen drei Punkten fasste die Synode am 24. Mai 2017 folgenden Beschluss:

1. Bekenntnis: Die Aufarbeitung unserer eigenen Kirchengeschichte knüpft an Erkenntnisse und Einsichten der bisherigen Geschichtsauseinandersetzung an. Insbesondere ist an das selbstkritische Bekenntnis der Synode der Pommerschen Evangelischen Kirche vom 18. Mai 1990 zu erinnern, dem wir uns anschließen:
„Die Landesynode bedauert, dass es in unserer Landeskirche vor der ‚Wende‘ zu viele Zugeständnisse gegenüber den Staats- und Parteifunktionären gegeben hat. Dadurch wurde manches Mal der schmale Weg zwischen Anpassung und gebotener Verweigerung verlassen in der Absicht, Freiräume für die Kirche und die Menschen unseres Landes zu bewahren. So haben wir Menschen, die unter dem System gelitten haben, im Stich gelassen und Schuld auf uns geladen. Wir danken den Mitarbeitern und Gemeindegliedern, die durch ihren Beistand für angefochtene und verängstigte Menschen unseres Landes Kirche glaubhaft sein ließen und menschliche und geistliche Werte in unserem Volk bewahrt haben.“
Wir tragen Sorge dafür, dass diese Entschließung neu in Erinnerung gebracht und künftig auf der Internetseite des Kirchenkreises und in anderen geeigneten Foren und Medien dauerhaft präsent gehalten wird.

2. Seelsorge: Wir sehen die Notwendigkeit, seelsorgerliche Begleitung für Menschen anzubieten, die bis heute unter den Lasten der DDR-Vergangenheit leiden zum Beispiel infolge politischer Haft, ideologischer Gängelung, persönlicher Bespitzelung, individueller Benachteiligung, beruflicher Behinderung. Wir sehen auch die Notwendigkeit, die seelsorgerliche Begleitung Menschen anzubieten, die verstrickt waren in die Einflussnahme staatlicher Stellen und ihrer Organe. Wo diese Erfahrungen selbst in Kirchenräumen gemacht wurden, ist die Seelsorge notwendigerweise um eine geschichtliche Aufarbeitung zu ergänzen.

3. Geschichte: Im Blick auf die Bruchstückhaftigkeit der eigenen Geschichtsdurchdringung erbitten wir von der Kirchenleitung der Nordkirche im Einvernehmen mit dem KKR (Kirchenkreisrat) und dem Präsidium der Synode des PEK, einer gemeinsamen Sachverständigengruppe den Auftrag zu erteilen, die Geschichte der Evangelischen Landeskirche Greifswald für den Zeitraum von ca. 1970 bis ca. 1990 in gebotener Ausführlichkeit zu erforschen und darzustellen. Der Kirchenkreis stellt Ressourcen dafür zur Verfügung und bittet die Landeskirche um finanzielle Unterstützung.

Beschluss Aufarbeitung der Geschichte mit Begründung (PDF/0,2 MB)

Pressemeldung vom 25.03.2017: Erinnerung an Geschichte wird wachgehalten

Beschlüsse der Landessynode von 1999 und 2000 (PDF/0,6MB)