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16 Veranstaltungen in sieben Städten

Aktionswochen gegen Antisemitismus in MV

06.11.2017 ǀ Schwerin.  In Mecklenburg-Vorpommern finden vom 7. bis 19. November Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. Geplant sind insgesamt 16 Veranstaltungen in sieben Städten, teilte der Bund deutscher Pfadfinder in MV als Mitveranstalter mit. Im Fokus stehen dabei unter anderem der mittelalterliche Antisemitismus, antisemitische Denker wie Ernst Moritz Arndt, Verschwörungsmythen und sogenannte Reichsbürger sowie der Antisemitismus in der Linken, im Black Metal und im Nahen Osten. Eröffnet wird die Reihe am Dienstag (7. November, 18 Uhr) im Schweriner Jugendzentrum "Komplex" mit dem Film "Rabbi Wolff". Der Protagonist, Landesrabbiner William Wolff, steht anschließend für ein Gespräch zur Verfügung.

Ziel der Veranstaltungsreihe sei es zu zeigen, dass Antisemitismus ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, hieß es. Antisemitismus werde fälschlicherweise oft als überwunden geglaubt, sagte Danny Schmidt vom Bund deutscher Pfadfinder in MV. So habe die Landesregierung auf eine kleine Anfrage zu antisemitischen Übergriffen im Land geantwortet, dass im Jahr 2016 insgesamt 39 Straftaten von den Ermittlungsbehörden als antisemitisch eingestuft worden sind. Auch die bisher für das Jahr 2017 vorliegenden Zahlen seien alarmierend: Allein im dritten Quartal wurden in MV mindestens 14 antisemitische Straftaten der rechten Szene registriert.
Quelle: epd

Veranstaltungsprogramm: www.aktionswochen-mv.de