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"MeMo"

72. Greifswalder Bachwoche startet

Spirituelles Gerüst der Greifswalder Bachwoche sind die täglichen geistlichen Morgenmusiken wie hier im Dom St. Nikolai.
04.06.2018 ǀ Greifswald.  Unter dem Motto "MeMo" startet am heutigen Montag die 72. Greifswalder Bachwoche. Bis zum 10. Juni stehen 43 Veranstaltungen auf dem Programm.

"Me" stehe als Abkürzung für den Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), sagte Festivalleiter Jochen A. Modeß. "Und das demütige 'Mo' für Modeß." Die aktuelle Bachwoche werde seine 25. und zugleich die letzte unter seiner Leitung sein, weil er im September in den Ruhestand tritt. Auftakt ist um 18 Uhr ein Open-Air-Gottesdienst auf dem historischen Greifswalder Markplatz mit Bläsern der Nordkirche.

Im Mittelpunkt stehen Werke, die von Mendelssohn oder Modeß bearbeitet wurden. Dazu gehört Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion (BWV 244) in der Fassung, in der sie Mendelssohn nach langer Vergessenheit wieder bekanntmachte. Oder die Uraufführung von Mendelssohns Oratorium "Christus: Erde, Hölle, Himmel", das nur fragmentarisch überliefert ist und in seiner Aufführung ursprünglich nur rund 20 Minuten dauert. Er hatte sich jedoch entschlossen, das Fragment aus Kompositionen Mendelssohns zu ergänzen, erklärte Modeß.

Geplant ist auch die Wiederaufführung der Caspar-David-Friedrich-Nacht, einer Modeß-Komposition zu 24 Bildern von Friedrich. Geistliche Musik im gottesdienstlichen Rahmen sollen das Herzstück der Greifswalder Bachwoche bleiben. Dazu zählen auch die täglichen "Geistlichen Morgenmusiken".

Weiterer Höhepunkt ist ein Konzert im Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, auf der zur Hansestadt Greifswald gehörenden Insel Riems. Insgesamt werden zu den Veranstaltungen wieder 10.000 Besucher erwartet. Die Teilnehmerzahl ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Rund 180.000 Euro stehen für die Bachwoche zur Verfügung. Modeß: "Soviel geben andere Festivals allein für ein Konzert aus." Die Bachwoche ist das älteste Musikfestival in Mecklenburg-Vorpommern. Träger ist die Nordkirche.
Quelle: epd


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