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Presseinformation vom 2. Februar 2011

27. Evangelischer Kirchbautag 2011 in der Hansestadt Rostock

02.02.2011 | Schwerin/Rostock (db). Vom 23. bis 25. Juni 2011 findet in der Hansestadt Rostock der 27. Evangelische Kirchbautag statt. Die zu erwartenden rund 450 Teilnehmer aus ganz Deutschland – vorwiegend Architekten, Künstler, Denkmalpfleger, Kirchbaufachleute der Landeskirchen, Theologen, aber auch weitere Interessierte – lassen ihn zu einem Ereignis von bundesweiter Bedeutung werden. Veranstalter ist das Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart (EKD) mit Sitz in Marburg (Lahn). Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs fungiert für den Kirchbautag als Gastgeber. Der Kirchbautag wird von einem Präsidium unter Vorsitz von Hauptpastor i.R. Helge Adolphsen (Hamburg) und seinem Stellvertreter, Professor Dr. Thomas Erne (Marburg), geleitet. Die Vor-Ort-Koordination wird von Pastor i.R. Dr. Ludwig Seyfarth geleistet.

Der Kirchbautag findet alle drei Jahre statt. Nach Magdeburg und Leipzig ist Rostock der dritte Tagungsort in den neuen Ländern. Der letzte Kirchbautag kam 2008 in Dortmund zusammen.

Der Kirchbautag 2011 steht unter dem Motto „Kirchenraum - Freiraum - Hoffnungsraum. Orientierung im demographischen Wandel“ und widmet sich den Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung nicht nur auf das Land, sondern auch auf die Kirche. „Wie noch kaum eine andere steht die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs vor der Herausforderung und stellt sich dieser, ihre vielfältigen Aufgaben in einem sich entvölkernden Gebiet wahrzunehmen. Die Auswirkungen – sei es im seelsorgerischen Bereich oder im Denkmalschutz – sind gravierend, bieten aber auch für völlig neue Konzepte Raum“, fasst Kirchenbaurat Karl-Heinz Schwarz die Situation zusammen.
Die Teilnehmer werden sich vor allem mit der Frage beschäftigen, wie die wertvolle Bausubstanz der zahlreichen Stadt- und Landkirchen Mecklenburgs angesichts des demographischen Wandels erhalten und mit neuen Nutzungen belebt werden kann – ein Problem, vor dem nicht nur Mecklenburg steht. „Die Entwicklung im Hinterland der Ostsee ist durchaus als beispielhaft zu sehen“, sagt Helge Adolphsen, Hauptpastor i.R. aus Hamburg und Vorsitzender des Kirchbautagpräsidiums. „Ähnliche Tendenzen gibt es bereits auch in Süddeutschland, in Holland, Österreich und der Schweiz.“ Dem widmen sich zahlreiche Vorträge, Gesprächsforen und Workshops. Ergänzend werden die Teilnehmer eine Vielzahl kirchlicher Bauwerke in Rostock und Umgebung, in Schwerin und Wismar kennenlernen.

„Ein Höhepunkt des Kirchbautages wird die Verleihung des Preises der „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland“ (Stiftung KiBa) sein“, sagt Pastor i.R. Dr. Ludwig Seyfarth vom Organisationsbüro. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis und die damit verbundene Förderung des Bauprojekts in Höhe von 25.000 Euro ging übrigens 2008 an die Kirchgemeinde Steffenshagen in Mecklenburg. Der Bewerbungszeitraum für 2011 endet am 11. Februar 2011 (Infos unter www.stiftung-kiba.de).

Das detaillierte Programm des 27. Evangelischen Kirchbautages ist zu finden unter www.kirchbautag.de. Interessierte Tagesgäste sind nach Anmeldung herzlich willkommen.