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2011: „Jahr der Taufe“ in mecklenburgischer Landeskirche

Mitglieder der Kirchenleitung schreiben Brief an alle Kirchgemeinden

06.12.2010 | Schwerin (cme). Das kommende Jahr wird in der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs als „Jahr der Taufe“ begangen. „Ziel des Themenjahres innerhalb der Luther-Dekade ist es, dass in Kirche und Gesellschaft die Bedeutung der Taufe als einmaliges Eingangsritual des christlichen Glaubens neu in den Blick kommt“, so Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn. Die Kirchenleitung ließ sich bei ihrer Sitzung am 3. Dezember 2010 in Schwerin über den Stand der Vorbereitung informieren und verständigte sich auf einen Brief, den das Gremium an alle Kirchgemeinden, Propsteien und Kirchenkreise schreiben wird. Programm und Anliegen des „Jahr der Taufe“ werden zudem in Kürze in einem Pressegespräch näher erläutert.

Eingesetzt: Fachgruppe soll Konzept für Tagungshäuser vorlegen
Ein Perspektivkonzept zur Nutzung von Tagungshäusern im künftigen Kirchenkreis Mecklenburg soll bis spätestens März 2011 als Entwurf vorliegen. Dies beschloss die Kirchenleitung und setzte eigens eine Fachgruppe ein. In den Blick nehmen sollen deren Mitglieder das Freizeitheim Damm, das Haus der Kirche in Güstrow, das Sanierungskonzept für das Pfarrhaus Kirch Kogel und ein ebenfalls vorliegendes Nutzungs- und Sanierungskonzept für Prillwitz. Darüber hinaus sind die Pfarrhäuser bzw. Grundstücke in Sietow und Strasen, die sich in kirchgemeindlichem Eigentum bzw. im Eigentum der örtlichen Kirche befinden, „als mögliche Orte für landeskirchliche bzw. künftig kirchenkreisliche Aktivitäten ins Gespräch gebracht worden“, so Oberkirchenrat Dr. Jürgen Danielowski.
Die Fachgruppe wurde gebeten, in ihre Vorschläge gegenwärtige Nutzungskonzepte, Belegungszahlen und Bedarfsprognosen einzubeziehen. Zudem sollen erste Überlegungen zur Organisation eines künftigen Managements für Tagungshäuser angestellt werden. Der Fachgruppe gehören Kirchenbaurat Karl-Heinz Schwarz, die Kirchenräte Bernd Steinhäuser (Liegenschaften) und Olaf Johannes Mirgeler (Finanzen) sowie Landessuperintendent Dirk Sauermann und die synodalen Mitglieder der Kirchenleitung Frank Claus und Propst Marcus Antonioli an.

Zugestimmt: Internetportal www.kirche-mv.de wird umprofiliert
In Absprache mit der Pommerschen Evangelischen Kirche soll der Internetauftritt www.kirche-mv.de im Zuge der geplanten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland vom Internetportal der beiden Landeskirchen zum gemeinsamen Portal der beiden Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern umprofiliert werden. Diesem Vorschlag stimmte die Kirchenleitung zu und bat den Redaktionsbeirat und den Internetredakteur, die notwendigen Schritte und Abstimmungen einzuleiten und umzusetzen.

Eingerichtet: Sicherungsfonds für diakonische Einrichtungen
Darüber hinaus nahm die Kirchenleitung die Einrichtung eines landeskirchlichen Fonds für die Diakonie und die Schulstiftung mit einem maximalen Volumen in Höhe von 5 Millionen Euro zustimmend zur Kenntnis. Hintergrund: Mit dem Beschluss zur Fusion der Diakonischen Werke in Mecklenburg-Vorpommern hatte die Landessynode bekräftigt, dass auch weiterhin die Anliegen der Diakonie in Mecklenburg durch die Landeskirche in Form von finanziellen Absicherungszusagen unterstützt werden sollen. „Bisher geschah dies zumeist durch Ausfallbürgschaften“, erläuterte der Leiter des Finanzdezernates, Kirchenrat Olaf Johannes Mirgeler. Künftig werde dies über den neuen „Diakoniefonds“ abgewickelt.
Vorteile sind laut Kirchenrat Mirgeler: „Die Landeskirche erhält einerseits für die Übernahme von finanziellen Risiken einen finanziellen Gegenwert und andererseits kann der jeweiligen diakonischen Einrichtung teilweise ein niedrigerer Zinssatz gewährt werden.“ Zudem sei das Verfahren transparenter und sichere eine konkretere Bonitätsprüfung der jeweils betroffenen Einrichtung in Mecklenburg.