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2. Mose 20, 1-17

Die zehn Gebote

Kirch Baggendorf. Fotos: R. Neumann
Crivitz
Zudar/Rügen
Wusterhusen
Übersetzung der Luther-Bibel
1 Und Gott redete alle diese Worte:
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,
6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
8 Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird
13 Du sollst nicht töten.
14 Du sollst nicht ehebrechen
15 Du sollst nicht stehlen.
16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.
 
Und als zweite Bibelstelle zum oberen Bild:
Offenbarung des Johannes 14,9
Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.
 
Übersetzung der "Bibel in gerechter Sprache"
1 Gott gab ihnen die folgenden Grundsätze bekannt:
2 „Ich, ’ICH-BIN-DA’, bin deine Gottheit, weil ich dich aus der Versklavung in Ägypten befreit habe.
3 Neben mir soll es für dich keine Gottheiten geben.
4 Mache dir kein Gottesbild noch irgendein Idol von irgend etwas im Himmel oben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.
5 Verneige dich nicht vor ihnen, bete sie nicht an, denn ich, ’ICH-BIN-DA’, deine Gottheit, hänge leidenschaftlich an dir. Ich gehe der Schuld der Vorfahren an ihren Kindern nach und noch an deren Kindern und Enkelkindern, wenn die mich ablehnen.
6 Aber ich erweise mich den Tausenden gegenüber, die mich lieben und meine Gebote einhalten, als gnädig und treu.
7 Missbrauche nicht ’SEINEN’, Namen, den Namen deiner Gottheit, denn ’ER, verschont niemanden, der oder die mit diesem Namen Schindluder treibt.
8 Denke an den Sabbat, er sei dir heilig.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alles tun, was du zu erledigen hast.
10 Der siebte Tag ist ein Ruhetag, er gehört ’IHR’, deiner Gottheit. Da soll niemand der Arbeit nachgehen, du nicht, dein Sohn und deine Tochter nicht, dein Sklave und deine Sklavin nicht, dein Vieh nicht, und auch nicht der Ausländer oder die Ausländerin in deiner Stadt.
11 Der Grund ist der: ’ER’ hat in sechs Tagen Himmel, Erde und Meer geschaffen, mit allem was dazugehört; am siebten Tag aber ruhte er sich aus. Darum hat ’SIE’ den siebenten Tag gesegnet und für unantastbar erklärt.
12 Respektiere und versorge deinen Vater und deine Mutter, dann wirst du lange auf dem Land leben, das ’ER’, deine Gottheit, dir gibt.
13 Bring niemand um.
14 Geh nicht fremd.
15 Sei kein Dieb.
16 Verleumde keinen Mitmenschen.
17 Giere nicht nach dem, was zu deinem Mitmenschen gehört, weder nach seiner Partnerin oder seinem Partner, noch nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, nicht nach seinem Rind oder Esel, noch nach irgendetwas, das ihm oder ihr gehört.“
 
Rechtshinweis:
2. Mose (Ex)
Exodus. Das zweite Buch der Tora
Übersetzt von Erhard S. Gerstenberger.
Aus "Bibel in gerechter Sprache".
Hrsg. Von Ulrike Bail, Frank Crüsemann, Marlene Crüsemann, Erhard Domay, Jürgen Ebach, Claudia Janssen, Hanne Köhler, Helga Kuhlmann, Martin Leutzsch und Luise Schottroff.
(c) by Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München, 2006.