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... auferstanden von den Toten." St. Georgen, Parchim
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2. Das Glaubensbekenntnis
Das Bekenntnis formuliert den christlichen Glauben, der eine Sonderform des biblischen Glaubens ist. Es heißt das „apostolische“ Glaubensbekenntnis, weil seine Inhalte auf die erste christliche Generation, die der Apostel, zurückgehen. Es nimmt das Bekenntnis Israels auf: „Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein, der HERR, der Eine“ (5. Mose 6,4), und formuliert es dreifach.
(1) Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Gott heißt wie für das Volk Israel „Vater“, aber er heißt auch so als der „Vater“ des „Sohnes“ Jesus Christus. Obwohl an dieser Stelle der christliche mit dem jüdischen Glauben ganz eins ist, spricht das apostolische Glaubensbekenntnis nicht von Gottes Geschichte mit dem Volk Israel: von Abraham über Mose bis zu den Königen und Profeten.
(2) … und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Jesus heißt Gottes Sohn, das bedeutet die Verkörperung Gottes in der Welt (und zwar: im jüdischen Volk – das sagt das apostolische Glaubensbekenntnis nicht). Das Bekenntnis erzählt formelhaft seinen Weg
vom Himmel über die Erde in den Tod und wieder in den Himmel, und seine Bedeutung für „die Lebenden und die Toten“. Es erzählt nicht die irdische Lebensgeschichte Jesu im jüdischen Volk, wie es die Evangelien tun.
(3) Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Der Heilige Geist ist - nicht die Verkörperung, aber die Gegenwart – die Anwesenheit Gottes in der Welt. Er bedeutet Gottes Sieg über die verheerende Schuld und den vernichtenden Tod. „Heiliger Geist“ ist: Gemeinschaft, Vergebung, Leben.
(c) Pfr. i.R. Dr. h.c. Jürgen Seim, Neuwied

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